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Neue Hymne soll Dorfbewohner vereinen

Wutike Neue Hymne soll Dorfbewohner vereinen

Neun Strophen ist sie lang, und irgendwie sind alle wichtigen Phänomene des Dorfes in dem Text auch berücksichtigt: die neue Hymne von Wutike. Premiere hatte sie jetzt beim Pfarrgartenfest. Dass man sich überhaupt über ein solches Lied Gedanken machte, hatte einen guten Grund.

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Gesungen wurde am Sonnabend auf der „Wutiker Wiesenbühne“. Fünf Jahre ist es nun schon her, dass sie gebaut wurde.

Quelle: Matthias Anke

Wutike. „Kleines Dorf am großen Stein, du sollst unsre Heimat sein. Hier im schönen Prignitzland, wer hier lebt, baut nicht auf Sand.“ Dieser Refrain hat das Zeug zum Ohrwurm. Und so konnten am vergangenen Sonnabend bereits Dutzende der weit mehr als 100 Gäste beim diesjährigen Pfarrgartenfest in Wutike diese neue Dorfhymne schon kräftig mitsingen.

„Die Idee dazu hatten wir schon vor langer Zeit, und jetzt ist es so weit“, erklärte angesichts dieser Premiere Cornelia Vorwerk. Sie ist die Vorsitzende des örtlichen Kulturvereins „Zum großen Stein“. Beim diesem sogenannten „Blutstein von Wutike“ handelt es sich um einen sagenumwobenen Findling.

Mitgesungen hat unter anderem Jörg Kunkel, der Vorsitzende des Vereins „Kirche in Wutike“. Und auch die Feuerwehr kommt in dem Heimatlied nicht zu kurz – und im Prinzip ganz Wutike nicht. Denn diese Hymne ist dazu gedacht, Wutike wieder als Ganzes zu sehen, die Wutiker zu vereinen. Zu sehr habe die Dorfgemeinschaft in den vergangenen Jahren schließlich gelitten, wie Cornelia Vorwerk meinte. Zu viele im Ort hätten sich etwa an der Kirchensanierung aufgerieben.

Das Motto in Wutike: Wer spontan will, darf spontan auf die Bühne

Der Hymne war als Programmpunkt nun eine Überraschung. Denn nach dem Stepptanz zur Eröffnung des diesjährigen Pfarrgartenfestes sollten eigentlich zwei andere Chöre singen. „Die Wutiker“ schoben sich kurzerhand dazwischen. „So ist das eben bei uns“, kommentierte Patrizia Müller das Geschehen. Sie und Tobias Döling, die beide aus Berlin stammen, bezogen das frühere Pfarrhaus vor Jahren. Seither öffnen sie ihren Garten für ein kleines Sommerfest, dessen Konzept eben auch dieses Mal lautete: Wer spontan will, darf spontan auf die Bühne.

Im Jahr 2014 taugte das dadurch sehr bunte Programm bereits zu einer Veranstaltung nach dem Vorbild der „Fête de la Musique“: Solokünstler, Dichter, Geschichtenerzähler und eben Musiker aller Art treten auf dieser „Wiesenbühne“ auf. Sie ist Baujahr 2011. So steht es in roter Schrift in ein Holzschild hineingebrannt verewigt, das am Dachbalken befestigt ist. „Was da oben heute noch so alles passiert, weiß also auch ich noch nicht ganz genau“, sagte Patrizia Müller.

Um das zusätzlich aufgebaute Festzelt herum hatten in dem Gartengelände schon so einige ihre Zelte aufgeschlagen. Klar war schließlich, dass es erneut bis spät in den Abend hinein gehen wird mit Liedern dann auch am Lagerfeuer. Alles im Sinne wiederum von Text Fünf der insgesamt neun Strophen der neuen Wutiker Hymne: „Ja, das Feiern, das liegt uns im Blut, keiner geht zu früh nach Hause. Dafür gibt ein jeder Hab und Gut, Kinder Mensch das wird ’ne Sause.“

Von Matthias Anke

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