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Ostprignitz-Ruppin Neue Kita öffnet erst im Oktober
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neue Kita öffnet erst im Oktober
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00:17 08.09.2016
Die Außenarbeiten für die neue Kita in Wusterhausen sind weitgehend abgeschlossen. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Die neue Kita in Wusterhausen wird wohl erst im Oktober und damit einen Monat später als geplant öffnen. Zu den Gründen wollte Andreas Liedtke, der Jugendamtsleiter des Kreises, am Montag nichts sagen. Jedoch gilt es als ein offenes Geheimnis, dass es kaum noch Kitaerzieher gibt, die einen Job suchen. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe: Zum einen sind auch viele Familien mit ihren kleinen Kindern aus Krisen- und Kriegsgebieten geflüchtet, zum anderen waren in der Vergangenheit in der Region viele Kitaplätze abgebaut worden, weil sie nicht mehr benötigt wurden. Lediglich in Neuruppin, Rheinsberg und Kyritz hatten es zuletzt viele Eltern schwer, rechtzeitig einen Kitaplatz für ihren Nachwuchs zu finden (die MAZ berichtete).

Die Situation hat sich geändert. Deshalb hat der Kreis in Wusterhausen das Haus, das zum einstigen Mutter-Kind-Heim gehörte, für sieben Jahre gemietet. In dem Gebäude sollen bis zu 50 Kinder von fünf Kitaerziehern betreut werden. Je zehn Plätze sind dabei für die Krippe und den Hort gedacht.

Wusterhausens Bürgermeister Roman hatte die Pläne ausdrücklich begrüßt. Zwar gibt es in dem Dossestädtchen zwei Kitas. Doch die Plätze reichen nicht aus, um auch Kinder von geflüchteten Menschen betreuen zu können. In Kitas und Schulen lernen Mädchen und Jungen aus anderen Nationen am schnellsten die für sie neue Sprache. Deshalb – und weil auch Flüchtlingskinder einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz haben – wollte der Landkreis zusätzlich sechs sogenannte Spielkreise einrichten. In diesen kümmert sich eine pädagogische Fachkraft um bis zu 15 Kinder von null bis sechs Jahren. Das Besondere: Die Eltern sind mit dabei. Betreiber der Spielkreise sollen freie Träger sein. Bisher gibt es jedoch erst Bewerber für drei dieser Spielkreise, und zwar für Neuruppin und Rheinsberg. Am Dienstag will sich der Jugendhilfeausschuss des Kreistages mit dem Thema befassen.

Von Andreas Vogel

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