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Ostprignitz-Ruppin Neue Kreativagentur legt los
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neue Kreativagentur legt los
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14:01 30.01.2018
Kreativagentur Brandenburg: Thomas Thiessen von der Business School Berlin und Kunsttherapeut Jens Kanitz, Ansprechpartner in Neuruppin. Quelle: Regine Buddeke
Neuruppin

Brandenburger Kreative – fit für die Zukunft. So lautet das Motto der im November vergangenen Jahres gegründeten Agentur für Kultur und Kreativwirtschaft, die aus einer gemeinsamen Richtlinie des Brandenburger Wirtschafts- und Kulturministeriums hervorging. Thomas Thiessen, Leiter der BSP Business School Berlin, die auch die Trägerschaft innehat, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Akteuren aus Kunst und Kultur das Rüstzeug zu vermitteln, mit ihren Angeboten besser am Markt zu bestehen. „Es geht um Vermarktung, Vernetzung und Nachhaltigkeit“, erklärt er. Jeder Kreative – ob Einzelkünstler, Kleinbetriebe oder Mittelständler aller Sparten können sich kostenlos coachen lassen. Das Land fördert das Projekt drei Jahre lang aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Wirtschaftsministeriums. „Weil Kunst und Kreativwirtschaft in Brandenburg eine ganz besondere Bedeutung haben – wirtschaftlich aber auch als Lebens- und Standortqualität“, erklärt Thiessen. Das gelte es auszubauen – viele Akteure hätten zwar Ideen, aber wenig Know How, was die Vermarktung betreffe.

Die Agentur berät Kreative aus allen Branchen

Fünf Standorte betreibt die Agentur: der für Nordwestbrandenburg hat seinen Sitz in Neuruppin. Der Ansprechpartner dort ist der Kunsttherapeut und Künstler Jens Kanitz, der in der Region kein Unbekannter ist. Er ist quasi die erste Adresse für all jene, die sich coachen lassen möchten. Jeden Montag hat er von 11 bis 18 Uhr im Predigerwitwenhaus in der Fischbänkenstraße 8 „Sprechstunde“: nach vorheriger Terminabsprache. „Ziel der Erstberatung ist, den Bedarf abzuklopfen“, erklärt er. Oft kläre sich schon nach einer halben Stunde, wo konkret Beratung oder Hilfe nötig sei. Thiessen nennt Beispiele: das Produktionsstudio, das Hilfe braucht, wie es besser an die Musiker herankommt. Das Theater, das mit mobilen Gastspielen auch bundesweit in festen Häusern auftreten möchte. Die Filmproduktion, die Imagefilme für kleine Unternehmen im Portfolio hat, aber keine Idee, wie man den potenziellen Kunden das am besten schmackhaft macht. Die regionale Fullsize-Agentur, die nach Ausweitungsstrategien sucht. Oder der Designer, der eine Lampe entwickelt hat und nicht weiß, wie er sie am besten vermarktet. Alles Beispiele, die seit Agentur-Gründung schon Thema waren. „Was wir nicht machen ist Fördermittelberatung. Aber wir beraten zur Finanzierung und Antragstellung“, so Thiessen.

Themen sind Vermarktung und Vernetzung

Jens Kanitz kann sich bislang über mangelndes Interesse nicht beklagen. „Ein paar Gedanken sollten sich die Hilfesuchenden aber schon selber vorher machen, was sie brauchen“, so der Neuruppiner. Zu welcher Branche gehöre ich? Was ist mein Vorhaben? Und was mein Bedarf? Im Erstgespräch würde dann geklärt, ob ein Intensiv-Coaching sinnvoll ist und in welcher Art. „Die Coaches stehen noch nicht fest“, so Thiessen. Es gibt eine Ausschreibung, nach erfolgter Bedarfsanalyse. „Daraus stellen wir einen Pool von Beratern zusammen, die dann bedarfsbezogen zum Einsatz kommen“, sagt er. Für die Kreativen sei das Coaching absolut kostenlos, betont er noch einmal. „Das ist für die Kreativen eine echte Chance.“

Das Angebot ist für die Kreativen kostenlos

Selbst für die, wo alles gut laufe. „Der Blick von außen ist für viele wichtig. Und man dürfe nicht vergessen: ohne Veränderung ist Stillstand. Man will ja auch in zehn Jahren noch erfolgreich sein, bringt es Thomas Thiessen auf den Punkt.

Weitere Angebote der Agentur sind einmal im Quartal ein Dialogforum, sowie ein Kreativdialog jeden zweiten Montag von 17 bis 18 Uhr: der erste ist am 26. Februar.

Von Regine Buddeke

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