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Neue Laufbahn an der Walslebener Schule

Geschenk zum Kindertag Neue Laufbahn an der Walslebener Schule

Jahrzehnte lang mussten die Walslebener Grundschüler im Sportunterricht beim Laufen über eine Sandstrecke ans Ziel kommen. Seit Mittwoch können sie nun viel schneller der Ziellinie entgegenhechten. Denn pünktlich zum Kindertag haben sie eine neue Laufbahn samt Weitsprunganlage geschenkt bekommen. In nur sechs Wochen sind diese für 120 000 Euro gebaut worden.

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Klassenstufe für Klassenstufe eroberten die Walslebener Schüler mit einem Luftballon in der Hand ihre neue Laufbahn – selbstredend laufend.

Quelle: Celina Aniol

Walsleben. „Seid ihr genauso froh über das Ding hier wie ich?“, schmettert Jörg Brunk durchs Mikrofon. „Jaaa!!!“, kreischen über einhundert Kinder zurück. „Seid ihr genauso neugierig wie ich?“, fordert der Sportlehrer seine Schüler wieder lautstark heraus. „Jaaa!!!“, brüllen sie zurück und schwenken hedftig ihre Luftballons in der Luft. „Dann kommt mal her, erstmal die Sechstis, weil ihr ja nur noch kurz da seid.“ Vier, drei, zwei – und los. Im Höchsttempo erobern die Sechstklässler die Laufbahn, federnd folgen ihnen die anderen Klassenstufen ans Ziel. Ihre Gäste, die Kinder der benachbarten Kita, feuern an – bis sie selbst dran sind.

Sechs Monate lang haben sich die Schüler der Walslebener Thomas-Müntzer-Grundschule auf die neue Laufbahn samt Weitsprunganlage gefreut. Denn im Dezember kam der Förderbescheid und damit die Nachricht, dass „das Ding“ gebaut wird. Sieben Wochen lang haben sie die Bauarbeiten auf dem Sportplatz aus den Fenstern ihrer Klassenzimmer neugierig beäugt. Nun endlich durften sie an diesem Mittwochmorgen rauf. Ausprobieren, ob sich der Belag so gut anfüllt, wie schön er leuchtet, ob man tatsächlich schneller und stolperfreier dem Ziel entgegenhechtet. „Es ist ein ganz besonderes Geschenk zum Kindertag“, sagte Schulleiterin Marion Brunk vor dem obligatorischen Bändchenschnitt.

25 Kubikmeter Quarzsand für eine weiche Landung

120 000 Euro kostet die Anlage, 10 000 Euro weniger als eigentlich geplant. Ein Drittel der Kosten trägt der Schulträger, also das Amt Temnitz. Der Rest der Summe stammt aus dem Bund-Länder-Förderprogramm „Kleinere Städte und überörtliche Zusammenarbeit“ (KLS). Vier Kinder können gleichzeitig auf der 70 Meter langen Bahn laufen. Drei Schüler können parallel die Weitsprunganlage benutzen, in deren Grube 25 Kubikmeter Quarzsand für eine weiche Landung sorgen. Hinzu kommt noch die befestigte Umrandung samt des barrierefreien Pflasterwegs, der die Anlage nun mit dem Schulhof verbindet, und die Wartezone, auf der noch Sitzgelegenheiten geschaffen werden. „Ich weiß, dass damit ein langgehegter Traum der Schule in Erfüllung geht“, sagt Amtsdirektorin Susanne Dorn, nachdem sie sich bei Bauamtsmitarbeiterin Jenny Buschow für ihr Engagement und dem Planer sowie den Baufirmen für ihre gute Arbeit bedankt, die auch viel schneller als gedacht abgeschlossen wurde.

Schon vor der Wende hatte die Schule den Wunsch, die über 40 Jahre alte Laufstrecke aus Sand auf Schotterunterbau zu erneuern, erinnern sich Marion und Jörg Brunk. „Sie war von Maulwürfen und Wühlmäusen zerwühlt und übersät mit Unkaut“, sagt die Schulleiterin. „Solche Unebenheiten sorgen für Fehltritte, dadurch war die Unfallgefahr hoch“, beschreibt die Situation ihr Mann. „Und außerdem waren die Kinder dann auch langsamer – das macht dann nicht so viel Spaß.“

Von Celina Aniol

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