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Ostprignitz-Ruppin Neue Masten gegen Funklöcher
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neue Masten gegen Funklöcher
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17:13 29.08.2018
Ein Funkmast in Neuruppin. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Das Gros der Funklöcher in Ostprignitz-Ruppin könnte in wenigen Monaten verschwinden: Bei den Gesprächen zwischen dem Landkreis und den drei Mobilfunkanbietern in der Region sei nicht allein der Bau von mehreren kleineren Masten verabredet worden, die keine zehn Meter hoch sind und für die deshalb auch keine Baugenehmigung notwendig ist. Vielmehr sollen an acht Standorten auch 40 Meter hohe Funkmasten gebaut werden, sagte Landrat Ralf Reinhardt (SPD) am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Neuruppin.

Da für das Errichten dieser Masten, die eine Reichweite von fünf bis sieben Kilometer haben sollen, jedoch eine Baugenehmigung notwendig sei, könnte es noch etwas dauern, bis die Masten stehen, so Reinhardt.

Handys im Highspeedmodus

Klar ist jedoch, dass die Bewohner in den jeweiligen Orten, in denen die Masten gebaut werden, dann ihr Handy im sogenannten Highspeedmodus LTE nutzen können. Das gilt laut Landrat sowohl für die kleinen als auch für die großen Türme. Einen Unterschied gibt es aber: Die Beiräte in den Orten müssen dem Bau der knapp zehn Meter hohen Masten, die eine Reichweite von zwei Kilometern haben sollen, zustimmen. Bei den großen Türmen werden die Bedingungen über die notwendige Baugenehmigung geregelt.

Wo die kleinen Masten gebaut werden, ist noch nicht ganz klar. Grund: Zuvor soll geprüft werden, wie groß die Reichweite der 40-Meter-Masten wirklich ist. Die acht zusätzlichen Standorte sollen Storbeck und Frankendorf abdecken, Köpernitz und Teile von Rheinsberg, Berlinchen und Teile von Wittstock, Dessow und Wusterhausen, Manker (Gemeinde Fehrbellin), Garz (Amt Temnitz), Nackel (gehört zur Gemeinde Wusterhausen) sowie Stolpe bei Kyritz, sagte Reinhardt. Demnach wurden die Städte und Gemeinden auch schon darüber informiert.

Bauanträge müssen noch gestellt werden

Während für diese acht Standorte die Bauanträge für die Masten noch gestellt werden müssen, werden die Anträge für weitere Standorte schon bearbeitet. Dabei handelt es sich um Wernikow in der Gemeinde Heiligengrabe, Wittstock, Krangen bei Neuruppin sowie Kagar, Kleinzerlang und Zechlinerhütte bei Rheinsberg.

Für den Bau der Masten in Kagar und Krangen gibt es laut Reinhardt schon eine Baugenehmigung. In Wittstock wird indes auf den Gittermasten gesetzt, der bisher von der Polizei genutzt wurde und eigentlich bereits vor ein paar Monaten gesprengt werden sollte. Denn die Polizei nutzt jetzt Digitalfunk und ist dafür nicht mehr auf den Masten angewiesen. Mit Hilfe von diesem soll nun das Mobilfunknetz vieler Wittstocker gesichert werden, bis der Bau eines neuen Funkmasten genehmigt ist, so Reinhardt.

Kleine Türme schon zum Jahresende

Bereits bis zum Jahresende dürfte indes das Gros der kleinen, knapp zehn Meter hohen Türme stehen, die dafür sorgen sollen, dass die Einwohner ein stabiles Funkmobilnetz haben. Der Anbieter habe mit diesen Masten sehr gute Erfahrungen im Amt Gransee (Oberhavel) gemacht, sagte der Landrat. Möglicherweise ist es dann günstig, wenn Handynutzer sich einen anderen Anbieter suchen.

Denn Funklöcher wird es wohl weiter geben – je nach Netz. Auch deshalb wollte Reinhardt nicht rätseln, wie viele Funklöcher es künftig im Landkreis Ostprignitz-Ruppin noch geben wird. Nur in einem war sich Reinhardt sicher: „Das gefühlte Funkloch wird größer sein als das reale.“

Von Andreas Vogel

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