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Neue Montessori-Kita wird erst 2017 gebaut

Neuruppin Neue Montessori-Kita wird erst 2017 gebaut

Die Arbeiten für die neue Montessori-Kita in der Neuruppiner Innenstadt werden wohl doch erst im nächsten Jahr beginnen. Zuvor sollen die Stadtverordneten noch über die Pläne für das Millionenprojekt beraten können. Indes geht die Kreisverwaltung davon aus, dass in der Fontanestadt bis zu 200 Kita- und Hortplätze fehlen.

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Die Räume im Neuruppiner Montessori-Kinderhaus sollen nach Fertigstellung der neuen Kita nur noch als Horträume genutzt werden.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Arbeiten für die neue Montessori-Kita in der Neuruppiner Innenstadt werden vermutlich doch erst im nächsten Jahr beginnen. „Wir wollen bis Ende Oktober alle Unterlagen zusammen haben, damit diese dann in den Ausschüssen mit den Stadtverordneten beraten werden können“, sagte Tom Buchholz, Geschäftsführer der Ibis-GmbH aus Wittenberge, am Freitag. Die Ibis betreibt die Montessori-Einrichtungen in der Fontanestadt.

Im Sommer hatte Buchholz noch gehofft, dass die Arbeiten für das rund eine Million Euro teure Projekt bereits in diesem Jahr starten können. Doch die Verhandlungen mit der Stadt, mit der ein Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen werden soll, zogen sich länger als gedacht hin – auch weil noch Fragen zum Baumbestand und der Grünfläche zu klären waren, auf der die neue Kita gebaut werden soll. Zum genauen Standort will Buchholz bis zum Abschluss der Verhandlungen mit dem Rathaus noch nichts sagen. Klar ist, dass 20 neue Krippenplätze entstehen und 25 Plätze gesichert werden sollen. Die Räume im jetzigen Montessori-Kinderhaus am Rosengarten sollen nach Fertigstellung des Neubaus nur noch als Horträume genutzt werden.

Kreis: Neuruppin braucht 200 neue Kita- und Hortplätze

Die Kreisverwaltung geht davon aus, dass Neuruppin allein in den nächsten zwei Jahren 200 Kita- und Hortplätze mehr braucht. Das geht aus dem aktuellen Entwurf der Kita-Bedarfsplanung bis 2019 hervor. Allein mit den regulären Plätzen könnten die Kitas in Neuruppin den Bedarf nicht decken, heißt es in dem Papier. Laut Kitagesetz ist der Landkreis in der Pflicht, allen Eltern, die einen Anspruch darauf haben, auch einen Platz für die Betreuung ihres Kindes zur Verfügung zu stellen. In Neuruppin hält der Landkreis das in den nächsten Jahren für schwierig. „Die Umsetzung des Rechtsanspruchs wird als problematisch angesehen“, heißt es in der Vorlage.

Dabei rechnet die Kreisverwaltung in ihrer Prognose nicht nur die neue Montessori-Kita mit ein. Sie berücksichtigt auch, dass die Kirchengemeinde in Radensleben ihre Kita „Blaustern“ umbauen will; dort werden weitere sieben Plätze entstehen. Mit ins Konzept eingerechnet ist ebenfalls die Sanierung der Kita „Miteinander“ der Stephanus-Stiftung am Neuruppiner Bullenwinkel. Bisher ist dort Platz für 41 Kinder, nach der Sanierung für 70. Auch die Evangelische Kita hat 20 weitere Plätze geschaffen. Doch das reiche nicht aus, so der Kreis. Allein die Zahl der Hortkinder werde in Neuruppin in den nächsten zwei Jahren um 180 steigen. Vorgeschlagen wird deshalb, den Hort an der Wilhelm-Gentz-Schule auszubauen; tun müsste das wohl die Stadt Neuruppin.

Rathaus reagiert überrascht

Neuruppins Sozialamtsleiter Maik Buschmann hatte vor zwei Wochen im städtischen Sozialausschuss noch Entwarnung gegeben: „Wir können allen Eltern einen Platz für ihr Kind anbieten.“ Allerdings nicht immer in der Einrichtung, die sich die Eltern wünschen.

Auf den Entwurf des Kita-Bedarfsplans des Kreises reagierte die Stadtverwaltung überrascht. „Die Zahlen können wir nicht nachvollziehen“, sagte Rathaussprecherin Michaela Ott. Nach Auffassung der Stadt reichen die Plätze aus – insbesondere mit denen, die in den anderen Kitas noch entstehen sollen. Allerdings hatte auch Amtsleiter Buschmann eingeräumt, dass vier Horte mit einer Ausnahmegenehmigung arbeiten; die dürfen zusammen 119 Kinder mehr betreuen als es dort eigentlich Plätze gibt.

Von Andreas Vogel

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