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Ostprignitz-Ruppin Neue OP-Methode an Ruppiner Kliniken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neue OP-Methode an Ruppiner Kliniken
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00:18 19.06.2016
Gefäßchirurg Olaf Hinze und sein Team sind von der neuen Technik überzeugt. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Es ist eine heimtückische Erkrankung. Denn wenn sich die Bauchschlagader erweitert, tritt das meist ohne Symptome auf. „Manche fühlen ein Klopfen im Bauch. Bei einigen pulsiert die Bauchdecke“, sagt Olaf Hinze, Chefarzt der Gefäßchirurgie in den Ruppiner Kliniken.

Platzen der Ader führt schnell zum Tod

Wer das Klopfen und Pulsieren ignoriert und nicht zum Arzt geht, dem droht das Platzen seiner Bauchschlagader. In 80 Prozent der Fälle führt das innerhalb von Minuten oder weniger Stunden zum Tod durch inneres Verbluten. Selbst von den Patienten, die es noch ins Krankenhaus schaffen, überleben nur 40 Prozent der Fälle. Das liegt auch daran, dass die Krankheit vor allem ab dem 60. Lebensjahr auftritt und viele der Patienten zudem an weiteren Erkrankungen leiden, sagt Chefarzt Hinze.

Nur zwei kleine Löcher in der Leiste

Die Ruppiner Kliniken sind jetzt besser für das Behandeln derartiger Fälle gerüstet: Als erstes Krankenhaus in Brandenburg setzen die Spezialisten in Neuruppin auf eine neue Technik. Dabei wird über die Leistenschlagader des Patienten auf jeder Seite ein sogenannter Stent eingeführt und direkt an die kranke Stelle der Bauchschlagader bugsiert. Die Prothesen aus einem speziellen Metallgitter (Stents) sind mit kleinen Häkchen versehen und werden an gesunden Abschnitten der Bauchschlagader verankert, damit sie nicht abrutschen. Nachdem die schmale Hülle, mit der die Prothesen an die gewünschte Stelle geschoben wurden, wieder herausgezogen wurden, spannen sich die Stents auf wie eine Feder. Sie sorgen dann für das Weiterleiten des Blutes in dem kranken Bereich der Bauchschlagader.

Operationszeit wird verkürzt

„Diese Prothese vereint viele Vorteile von anderen“, sagt Hinze. Sie ist demnach eine der dünnsten, was gut für die Patienten ist; sie besteht zudem aus zwei Teilen, so dass sie von den Medizinern gut an die kranke Stelle bugsiert werden kann, ohne andere Schlagadern, wie etwa die für die Nieren zu verstopfen; und sie ist relativ einfach einzuführen. All das verkürzt die Operationszeit auf 60 bis 120 Minuten. Entsprechend angetan ist Hinze. Gemeinsam mit seinen Oberärzten Ewa Swiecka und Ignacio Stöwe hat er jetzt den ersten Patienten mit der neuen Technik operiert. Bei dem 57-jährigen Mann wurde die Ausbuchtung seiner Bauchschlagader schnell größer. „Die OP dauerte nur 60 Minuten“, sagt Hinze. Komplikationen gab es keine, auch bei den Nachkontrollen wurde nichts festgestellt, was Anlass zur Sorge geben könnte. „Das ist ein Schritt nach vorn für Patienten“, ist der Chefarzt überzeugt.

Eine der häufigsten Gefäßerkrankungen

Immerhin nehmen Gefäßerkrankungen zu, schon weil die Menschen immer älter werden. Aussackungen der Bauchschlagader (der Mediziner spricht von Bauchaortenaneurysma) gehören demnach zu den häufigsten Gefäßerkrankungen. Diese werden vielfach offen operiert, das heißt: Mit einem großen Schnitt wird die Brust geöffnet, um an die kranken Gefäße zu kommen. In den Ruppiner Kliniken wird das bald die Ausnahme sein. Das Krankenhaus setzt auf die neue Technik.

Von Andreas Vogel

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