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Neue Perspektive für Neustädter Wasserturm

Baudenkmale Neue Perspektive für Neustädter Wasserturm

Eines der höchsten Gebäude der Region, der große Wasserturm am Neustädter Bahnhof, wird demnächst wieder flott gemacht. Die Dachspitze droht bereits abzubrechen. In dem Zusammenhang werden weitere Neuigkeiten rund um das Bahnhofsareal bekannt.

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Der Turm prägt die Neustädter Silhouette.

Quelle: Fotos: Matthias Anke

Neustadt. Die schon seit längerem windschiefe Spitze auf dem Dach des großen Wasserturms am Neustädter Bahnhof sieht neuerdings bedrohlich tief eingeknickt aus. Sie scheint gar bald abzubrechen. Es fehlte nur noch eine kräftige Böe dort oben. Doch Abhilfe ist in Sicht. Schon demnächst soll dieses Bauwerk, das zu den höchsten in der Region zählt, eingerüstet werden. Handwerker werden sich dann nicht nur um die Spitze kümmern, sondern das komplette Dach sanieren.

Wie seitens der Neustädter Amtsverwaltung der MAZ weiterhin bestätigt wird, hat dieses offizielle Baudenkmal seit diesem Jahr schließlich einen neuen Besitzer. Er habe es kürzlich von der Deutschen Bahn erworben samt eines angrenzenden Grundstücks mit einem ruinösen, kleinen Häuschen darauf.

Die nebenan noch im Turm vorhandene Technik soll erhalten bleiben. Weitere Details seien derweil aber nicht bekannt. Denkbar ist dabei jedoch allerhand, sogar neuer Wohnraum. In Nauen beispielsweise erregte ein solches Projekt vor mittlerweile fast zehn Jahren Aufsehen. Der dortige Turm ist allerdings etwas anders aufgebaut.

In Neustadt war dieses Gebäude bislang nur eines von mehreren Sorgenkindern innerhalb des Bahnhofsensembles. Es gehörte zu dem östlich an den Gleisen in Richtung Nauen einst gelegenen Bahnbetriebswerk. Ein kleinerer, weitaus älterer und ebenso unter Denkmalschutz stehender Wasserturm in anderer Richtung unmittelbar am Pendlerparkplatz wird zwar seit schon guten acht Jahren wieder genutzt. Ein Bistro eröffnete darin. Für das marode, leerstehende Bahnhofsgebäude zwischen diesen beiden Türmen aber, für das sich zuletzt auch ein neuer Besitzer gefunden hatte, steht eine Lösung noch immer aus. Zumindest gibt es in der Bauverwaltung keinen neuen Stand.

Dafür regt sich hinsichtlich dieses gesamten Areals derzeit hinter den Kulissen einiges. Wie Neustadts Bauamtsleiter Wolfgang Burau erklärt, wird momentan ein Bebauungsplan aufgestellt. Er umfasst das Gelände vom kleinen Wasserturm über das Bahnhofsgebäude mit der gegenüberliegenden Amtsverwaltung bis kurz vor den großen Turm. Auslöser dessen ist laut Burau der geplante Neubau eines Edeka-Marktes am Verwaltungsgelände. Bisher befindet sich der Markt fast zu Füßen des großen Wasserturms. Der Pachtvertrag dort ende jedoch im kommenden Jahr. Bemühungen, Grundstücke für eine Erweiterung in der Umgebung zu erwerben, waren gescheitert.

Seit etwa vier Jahren beschäftigt dieses Thema die Neustädter bereits. „Ist der Plan demnächst dann aber aufgestellt, ausgelegt und beschlossen, kann es mit dem Bau losgehen. Und von der Zeit her wäre für den Markt noch ein nahtloser Übergang möglich“, sagte Burau.

Ob und wie sich bis dahin der über allem thronende Wasserturm verändert hat, bleibt abzuwarten.

Von Matthias Anke

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