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Neue Photovoltaikanlage für Dossow

Energiegewinnung durch Sonne Neue Photovoltaikanlage für Dossow

Die Photovoltaikanlage in Dossow hätte eigentlich schon stehen sollen. Doch der Vorhabenträger wechselte. Das verzögert die Planungen. Stadt und Ortsbeirat haben jedoch nichts dagegen.

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An verschiedenen Orten im Landkreis – wie hier bei Treskow – entstanden in den vergangenen Jahren Solarparks.

Quelle: Peter Geisler

Dossow. Allein die Ausmaße sind beeindruckend: Geradezu winzig erscheint auf dem Plan die alte Schule in Dossow im Vergleich zu der Fläche, die schräg gegenüber ihren Anfang nimmt und künftig Photovoltaik-Modulen Platz bieten soll. Es geht um eine Gesamtfläche von gut 100 000 Quadratmetern, wovon rund 66 000 Quadratmeter das direkte Baufeld umfassen. Der Rest sind Nebenflächen. Auf diesem Areal will die Firma PVA Castus 502 aus Mecklenburg-Vorpommern eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichten. Früher befand sich an diesem Ort ein Großmietenplatz für Kartoffeln und Silage.

Voraussetzung für den Bau ist ein vorhabenbezogener Bebauungsplan. Dieser liegt bereits vor und wird demnächst öffentlich ausgelegt. Das haben die Wittstocker Stadtverordneten auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Es ist bereits der zweite Anlauf. Denn die Planung war eigentlich schon 2013 erstellt, im Dezember 2014 von den Stadtverordneten auf den Weg gebracht und im Januar 2015 öffentlich ausgelegt worden. Doch dann wechselte der Träger des Vorhabens. Statt der Siebte Solarkraftwerk DRS trat nun die genannte PVA Castus an ihre Stelle. Für die Planung hieß das, dass der Bebauungsplan geändert und die Auslegung abermals von den Stadtverordneten beschlossen werden musste, was nun geschah.

Obstbäume als Ausgleichspflanzungen favorisiert

Auch auf der Ortsbeiratssitzung, die wenige Tage zuvor stattfand, wurde das Projekt befürwortet. Ortsvorsteher Axel Manz wies darauf hin, dass sich die Dichte der geplanten Module in der Anlage verändere. Bauamtsleiter Friedhelm Kanzler kündigte an, dass nach der erneuten Auslegung ein Satzungsbeschluss erfolge und der Vorhabenträger dann den Bauantrag stellen könne.

Dem Dossower Ortsbeirat ist es vor allem wichtig, dass die Pflege und Wartung der Außenflächen künftig gut funktioniert und das Gremium Einfluss auf die Ausgleichspflanzungen nehmen kann. „Uns wären Obstbäume am liebsten, möglichst alte Sorten“, sagte Axel Manz.

Bald in einer Reihe mit Alt Daber

Mit der geplanten Anlage stellt sich Dossow in Sachen Photovoltaik schon bald in eine Reihe mit Alt Daber. Denn auf dem dortigen ehemaligen Flugplatz wurde vor vier Jahren – am 12. März 2012 – eines der größten Dünnschicht-Solarkraftwerke Europas eingeweiht, errichtet von der Firma Belectric Solarkraftwerke. Es ist 133 Hektar groß und erzeugt jährlich über 71 000 Megawattstunden (MWh) Solarstrom, mit dem knapp 19 000 Vier-Personen Haushalte versorgt werden können. Vor Baubeginn hatte die Firma Belectric einen Millionenbetrag aufgewendet, um Kampfmittel- und Altlasten zu beräumen. 2014 ist dann zusätzlich ein Speicherkraftwerk errichtet worden. Die Freiflächen-Photovoltaikanlage bei Alt Daber bringe der Stadt Wittstock Pachteinnahmen von jährlich 490 000 Euro, sagt Bürgermeister Jörg Gehrmann.

Von Björn Wagener

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