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Neue Politesse soll wieder für Ordnung sorgen

Lindow Neue Politesse soll wieder für Ordnung sorgen

Nicht nur für Falschparker oder -camper soll das Lindower Paradies bald enden. Auch Abgabesündern soll die neue Politesse der Drei-Seen-Region auf den Zahl fühlen. Ab wann genau, das will der Amtsdirektor nicht preisgeben, um die schwarzen Schafe nicht vorzuwarnen.

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Bald schon soll es in Lindow wieder öfter Knöllchen geben.

Quelle: Peter Geisler

Lindow. Das Gelände an der ehemaligen Dampfmühle in Lindow ist – zugegeben – ziemlich idyllisch. Dass sich dort Camper niederlassen, kann Annegret Köhler gut verstehen. Nicht nachvollziehen kann die Lindowerin hingegen, dass die Stadt nichts dagegen unternimmt, dass die Urlauber unerlaubterweise an der Stelle oft bis zu zwei Wochen bleiben. Kein Verständnis hat sie auch dafür, dass die Kommune die Falschparker nicht ahndet, die ihr Fahrzeug an der Dampfmühle parken. „Früher haben die Leute dort ihre Sachen nur ausgepackt und sind wieder weggefahren. Heute wollen sie wohl, dass auch ihr Auto mal einen schönen Ausblick hat“, frotzelte Annegret Köhler im Amtsausschuss.

Das sei tatsächlich ein Problem, bestätigen Bürgermeisterin Heidrun Otto und Amtsdirektor Danilo Lieske. Das Problem ist, dass es in Lindow im vergangenen Jahr und bis heute keine Politesse gab, die den Falschcampern und -parkern mal auf den Zahn fühlen könnte. Das soll sich allerdings bald ändern, kündigt Lieske an. Wann genau, das will der Verwaltungschef allerdings nicht verraten – um die schwarzen Schafe dann aus dem heiteren Himmel auf frischer Tat zu ertappen. Anstatt auf den Knöllchenregen zu warten, sollen sich die Lindower und ihre Gäste deshalb lieber ab sofort richtiges Verhalten angewöhnen, regt er an – auch in anderen Bereichen.

Denn die neue Politesse wird in Lindow nicht nur gegen Falschparker vorgehen. Sie soll in ihrem Vollzeitjob auch überprüfen, ob die Kurtaxe von den Hotel- und Pensionsanbietern wirklich eingenommen und an die Stadt abgeführt wird und ob Hundehalter die Hundesteuer abführen. „Sie soll sich um alles kümmern, was man in Außendienst kontrollieren kann“, erklärt Danilo Lieske.

Dass dadurch schlagartig Ordnung überall und in allen Bereichen einkehrt, daran glaubt der Amtsdirektor aber nicht. Dafür gibt es schlicht zu viele Stellen im gesamten Amtsbereich, die beaufsichtigt werden müssten. So gibt es Falschcamper zum Beispiel auch direkt neben dem offiziellen Campingplatz, der nun von der Stadt geführt wird, und an den Seeufern gibt es ein zunehmendes Problem mit Bootsanhängern, die „einfach irgendwo wild abgestellt werden“, so Lieske. „Auch die Politesse wird es deshalb nicht schaffen, täglich an der Dampfmühle zu kontrollieren.“ Heidrun Otto hofft dennoch, dass sich Vieles zum Besseren wendet, wenn die Politesse im Amt ist – und dass mehr Geld in die Stadtkasse gespült wird. „Es ist schon ärgerlich, dass Leute hier Urlaub machen, ohne einen Pfennig zu bezahlen.“

Von Celina Aniol

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