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Neue Projekte mit polnischer Partnergemeinde

Banzendorf Neue Projekte mit polnischer Partnergemeinde

Peter Wilbers hat vor mehr als 16 Jahren einen Partnerschaft zwischen Banzendorf und Jemiolow mitbegründet. Daraus sind viele private Kontakte entstanden. Auch in diesem Jahr wird es wieder viele Begegnungen geben.

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Erntedankfest in Banzendorf: Auch in diesem Jahr werden wieder polnische Gäste erwartet.

Quelle: Peter Geisler

Banzendorf. Wer bei Peter Wilbers eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen will, hört einen Ansagetext auf deutsch und einen auf polnisch. „Könnte ja sein, dass mich jemand aus Polen anruft“, sagt Wilbers. Vor bald 17 Jahren begründete Wilbers gemeinsam mit anderen eine Partnerschaft zwischen Banzendorf und dem polnischen 300-Einwohner-Dorf Jemiolow. Wilbers hat seitdem Polnisch-Kurse besucht und ist unzählige Male nach Polen gereist. Für den Alltagsgebrauch, sagt der 61-Jährige, reiche sein Polnisch aus.

„Du bist ein halber Pole“, sagen seine Töchter über ihn. Wilbers versteht das als Kompliment. Er hat sich ausgiebig mit der Geschichte Polens beschäftigt und ist an Orte gefahren, die ihn als Geschichtsbegeisterten interessieren. Er hat in den Masuren die Wolfsschanze besichtigt und sich den Ostwall zwischen Warthe und Oder angeschaut. In diesem Sommer will Wilbers in Richtung Breslau aufbrechen.

Banzendorfer feiern bei Feuerwehr-Jubiläum mit

Auch in das 80 Kilometer östlich von Frankfurter/Oder gelegene Jemiolow wird der frühere Ortsvorsteher von Banzendorf wieder fahren. Am 15. Juli feiert die Freiwillige Feuerwehr des Runddorfes ihr 70-jähriges Bestehen und etwa zehn Banzendorfer und einige Vertreter der Lindower Feuerwehr und des Partnerschaftsvereins werden das Fest besuchen.

Zuvor sind bereits zwei andere Projekte geplant. Am 19. Mai wird eine deutsche Gruppe nach Polen reisen, um dort an einem Geschichtsprojekt teilzunehmen. Die Teilnehmer besichtigen eine Burg unweit von Jemiolow und später das Geschichtsmuseum in Breslau. Wilbers selbst kann an dieser Reise nicht teilnehmen. Doch er kümmert sich um ein Päckchen, das den Gastgebern überreicht werden soll. Darin enthalten eine Chronik, die zum 650-jährigen Bestehens Banzendorfs entstanden war, und ein Kostüm der schönen Nonne.

Workshop für polnische und deutsche Jugendliche

Ende Juni soll es zudem einen Workshop geben, bei dem sich polnische und deutsche Jugendliche kennen lernen können. Weil es in Lindow keine weiterführende Schule gibt, hat Wilbers private Kontakte genutzt, um die Neuruppiner Puschkin-Oberschule für eine Reise nach Polen zu begeistern. „15 Schüler können mitfahren“, sagt Wilbers.

Wie in früheren Jahren auch wird eine Delegation aus Jemiolow im August das Erntedankfest in Banzendorf besuchen. Die Banzendorfer wiederum fahren eine Woche später auf das Erntedankfest in Jemiolow. In all den Jahren, sagt Wilbers, seien aus der Partnerschaft zahlreiche private Kontakte entstanden.

Zu Gast auf polnischen Hochzeiten

Banzendorfer waren zu Hochzeiten und Kommunionsfeiern in Polen eingeladen. Polnische Gäste kamen nach Banzendorf – auch wenn man dort aus einem traurigen Anlass zusammen kam, einer Trauerfeier. „Natürlich sind die Kontakte inzwischen sehr persönlich“, sagt Wilbers. „Sonst muss man sowas ja auch nicht machen.“

Inzwischen hat Wilbers auch seinen Enkel mit seiner „Polenmacke“, wie er sagt, anstecken können. Er hat ihn bereits auf Reisen mitgenommen. Auch er spricht schon ein paar Worte polnisch.

Von Frauke Herweg

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