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Neue Prüfung für Jugendfeuerwehren

Kyritz Neue Prüfung für Jugendfeuerwehren

Erstmals legten am Sonnabend Jugendfeuerwehrleute des Landkreises Ostprignitz-Ruppin die Prüfung für die „Jugendflamme“ der Stufe 3 ab. Der Kreis der Teilnehmer ist vorerst recht exklusiv: Nur neun junge Frauen und Männer stellten sich dem Test.

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Jeder Handgriff wurde kritisch begutachtet.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Die Feuerwehren setzen große Hoffnungen auf den Nachwuchs. Und so dienen die Jugendabteilungen durchaus der Vorbereitung auf den aktiven Dienst. Das bedeutet Ausbildung und auch die Überprüfung des Erlernten.

In Kyritz stellten sich am Sonnabend erstmals Jugendfeuerwehrleute aus Kyritz, Rehfeld, Berlitt und aus dem Amt Temnitz den Prüfungen zur Stufe 3 der „Jugendflamme“. Dabei handelt es sich um einen bundesweit einheitlichen Qualifizierungsnachweis. Die Stufen 1 und 2 für Kinder ab zehn und 13 Jahren sind seit einiger Zeit regelmäßig Bestandteil beispielsweise von Jugendfeuerwehrtreffen in der Region. Das Abzeichen der Stufe 3 (ab 15 Jahre) trug im Landkreis bisher aber noch niemand.

Aufbau einer Schlauchstrecke zum Löschen

Und vorerst wird es auch ein relativ exklusiver Kreis bleiben. Neun junge Frauen und Männer stellten sich am Sonnabend der Prüfung an der Kyritzer Feuerwache. Ihre Aufgabe: Aufbau einer Schlauchstrecke zum Löschen mit Schaum und ein Test in der ersten Hilfe.

In kleinen Gruppen, teilweise nur zu zweit, traten die Kandidaten an. „Es muss auf jeden Fall jeder seine Aufgabe erfüllen“, stellte Dirk Engel zu Beginn klar, der als Abnahmeberechtigter der Deutschen Jugendfeuerwehr eigens aus Braunsberg bei Rheinsberg angereist war. „Und ich verlange Kameradschaft.“

„Ich finde es gut, das ihr euer Wissen noch mal auf den Prüfstand stellt“, machte der Kyritzer Stadtwehrführer Meinhard Giese Mut.

Die Trockenübung ist keine Spielerei

Dass es sich zwar um eine Trockenübung, aber nicht um Spielerei handelte, betonte Wertungsrichter Frank Bullendorf aus Teetz. „Warum habt ihr denn die Kupplungen nicht mit dem Schlüssel nachgezogen?“, wollte er von den Jugendlichen aus Rehfeld und Berlitt wissen.

DRK-Sanitäterin Antje Hanusa gab bei der Prüfung der Herzdruckmassage viele gute Tipps, war aber ebenfalls nicht bereit, das Prädikat zu verschenken: „Weil ihr das so schön gemacht habt, würde ich gern noch mal die stabile Seitenlage sehen.“ Sie hält solche Kenntnisse für unverzichtbar: „Richtig gut wäre es, wenn es die Erste-Hilfe-Ausbildung in der Schule gäbe.“

Nach einer guten Stunde stand für alle Starter trotz dem einen oder anderen kleinen Patzer fest, dass sie die Anforderungen für die dritte Stufe der Jugendflamme erfüllt haben.

Lediglich von der Anzahl der Teilnehmer her zeigte sich der Kyritzer Stadtjugendfeuerwehrwart Marcel Zeglin-Hanusa etwas enttäuscht. „Warum die anderen Jugendlichen nicht so dran interessiert sind, kann ich nicht sagen. Aber es ist ja was Neues, auf das man sich erst einstellen muss.“ Die Chance dazu gibt es künftig einmal im Jahr.

Von Alexander Beckmann

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