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Neue Quartiersmanagerin hat einiges vor

Wittstock Neue Quartiersmanagerin hat einiges vor

18 Jahre lebte Lissy Boost in Berlin. Nun ist sie in ihre Heimat zurückgekehrt und seit September als Quartiersmanagerin der Röbeler Vorstadt in Wittstock tätig. Mit den Viertel verbinden sie einige Erinnerungen und Visionen. So will sie Netzwerke für ein generationenübergreifendes Miteinander herstellen, Orte der Begegnung schaffen und die Potenziale der Anwohner nutzen.

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Überall gibt es Orte der Begegnung im Quartier – das schätzt Lissy Boost an der Röbeler Vorstadt.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Fast 18 Jahre lebte und arbeitete Lissy Boost in Berlin. Nach dem Abitur in Wittstock hatte es die Glienickerin in die Bundeshauptstadt gezogen. Sie studierte Sozialarbeit und -pädagogik, war zunächst in der Jugendsozialarbeit unter anderem in Neukölln tätig. Später ging sie zu TÜV Rheinland in die Ausbildungsarbeit, wechselte dort in die Koordination und Planung. „So richtiges Heimatgefühl kam aber nie in Berlin auf“, sagt die 39-Jährige.

Das habe sie insbesondere nach der Geburt ihres zweiten Kindes festgestellt. Noch während ihrer Sozialarbeit an einem Potsdamer Krankenhaus war sie im Internet auf eine Stelle als Sozialraumkoordinatorin der Volkssolidarität in Wittstock gestoßen. „Irgendwie passte alles zusammen“, blickt Lissy Boost zurück. Bei dieser neuen Tätigkeit konnte sie wieder netzwerken und zugleich nah an den Bedürfnissen der Menschen sein. Ihre Kinder waren nah bei den Großeltern in Glienicke und ihr Mann arbeitete sowieso in Nordwestbrandenburg.

Die neue Facebookseite soll als Informationsplattform dienen

Die neue Facebookseite soll als Informationsplattform dienen.

Quelle: Christian Bark

Dass ihr Sozialraum die Röbeler Vorstadt sein wird, erfuhr Lissy Boost erst im Bewerbungsgespräch im Sommer. „Ich war früher oft dort, meine Oma lebte in dem Quartier“, berichtet die 39-Jährige. Bei ihrem ersten Besuch im Viertel nach Jahren sei sie positiv überrascht gewesen, wie sich die Röbeler Vorstadt verändert habe. Nach dem Umzug nach Glienicke habe sie die Stelle im September dann angetreten, sich mit den Strukturen der Volkssolidarität, die im Auftrag der Gebäude- und Wohnungsverwaltung Wittstock (GWV) den Quartiersklub im Viertel betreut, vertraut gemacht – natürlich auch mit dem Stadtteil selbst.

Koordination fürs Viertel

Seit September gibt es eine Sozialraumkoordinatorin für die Röbeler Vorstadt. Die Stelle bei der Volkssolidarität ist auf drei Jahre befristet, kann aber um zwei Jahre verlängert werden. Ein Ziel ist die Erarbeitung eines Informations- und Veranstaltungsnetzwerks.


Stelle über Mittel der Deutschen Fernsehlotterie. Diese wurde zuvor vom Quartiersentwicklungskonzept überzeugt.

„Der Altersdurchschnitt ist relativ hoch“, sagt Lissy Boost. Um so wichtiger sei es, die Anwohner generationenübergreifend an einem Strang ziehen zu lassen. Und das nicht nur auf die Röbeler Vorstadt bezogen. „Wir wollen gemeinsam über den Tellerrand schauen“, kündigt die Quartiersmanagerin an. Über den Tellerrand, das ist zum Beispiel der Jugendklub C60, das ist die Waldring-Grundschule, das sind auch Einrichtungen wie die Volkshochschule. „Wir planen mit ihr einen gemeinsamen Computer- und Internetkurs im Klub“, informiert Lissy Boost. Dort könne auch das Grundlagenwissen zur Nutzung des neuen Facebookauftritts der Röbeler Vorstadt vermittelt werden. „Ich poste darauf Veranstaltungen und Fotos aus dem Quartier“, sagt sie.

Neben gemeinsamen Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen spielt auch die Integration von Anwohnern mit Migrationshintergrund eine Rolle im Konzept von Lissy Boost. Dazu soll es unter anderem ein gemeinsames Essen geben. Bei allen Vorhaben sieht sich die Sozialraumkoordinatorin jedoch als „Schnittstelle“ für die Anwohnerbelange. „Ich will Potenziale zur Eigeninitiative anstoßen“, erklärt die 39-Jährige.

Zur Facebookseite geht’s hier.

Von Christian Bark

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