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Neue Spitze für die Kirche

Klein Haßlow Neue Spitze für die Kirche

Das Dach und die Spitze der Kirche in Klein Haßlow wurden erneuert. Um das zu erreichen, zogen mehrere Akteure an einem Strang. Im November soll die Bekrönung gefeiert werden.

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Vater Detlef (r.) und Sohn Johannes Schläfke in rund 25 Metern Höhe an der Kirchturmspitze in Klein Haßlow, die noch nicht ganz fertig montiert ist.

Quelle: Björn Wagener

Klein Haßlow. Buchstäblich Spitzen-Arbeit wird zurzeit an der Kirche in Klein Haßlow geleistet. Die Schiefereindeckung des Kirchturmdaches wird ebenso erneuert wie die Spitze. Den hölzernen Vorgänger ersetzt jetzt ein 4,50 Meter langes Exemplar aus Edelstahl und Zink.

Die Wetterfahne und die Kugel werden in den nächsten Tagen auch ersetzt – letztere natürlich samt Innenleben. Bestückt mit aktuellen Zeitzeugnissen, wird sie hoffentlich viele Jahre überdauern, um irgendwann in ferner Zukunft womöglich wieder entdeckt zu werden. Die Bekrönung wird voraussichtlich im November stattfinden. Ein Termin steht noch nicht fest, denn dabei muss auch das Wetter mitspielen.

Schäden waren größer als angenommen

„Die Schäden waren größer als zunächst angenommen“, sagt Detlef Schläfke, Geschäftsführer der Baufirma S&K, die seit Anfang August an der Kirche arbeitet. „Die Metallspitze ist eine Spezialanfertigung und wurde von einer Metalldrückerei aus Wurzen hergestellt“, sagt Schläfke. Mittlerweile seien die Arbeiten am Dach weitgehend abgeschlossen.

Für den Kirchturm wurde die Sanierung höchste Zeit. „Denn nach einem Sturmschaden im Jahr 2015 zeigten sich die baulichen Defizite in erschreckender Weise“, erinnert sich Karin Wille, Kirchenälteste der Kirchengemeinde Klein Haßlow, an das Ergebnis einer Bauberatung. Vertreter des kirchlichen Bauamtes und Mitarbeiter des Ingenieurbüros für Baustatik und Sanierungsplanung hätten im März 2016 ein eindeutiges Fazit gezogen: Eine Notsicherung fürs Dach müsse sein.

Viele Akteure und Helfer zogen an einem Strang

Doch die kostet Geld. Deshalb erging ein Spendenaufruf an alle Dorfbewohner, dem am 9. Mai 2016 eine Sammlung folgte. „Wir möchten allen danken, die die Finanzierung möglich machten“, sagt Karin Wille. Dazu zählten neben den Spendern aus dem Dorf vor allem die Landeskirche, aber auch der Kirchenkreis Wittstock-Ruppin, die Kirchengemeinde Klein Haßlow und die Stadt Wittstock. Die Kosten in Höhe von rund 41 000 Euro seien so zu stemmen gewesen.

Doch sie enthalten nicht die Bekrönung, also die Arbeiten an der Turmspitze. Das sei ein großes Problem gewesen. „Bis Mitte August stand hinter der Sanierung der Turmbekrönung ein großes Fragezeichen“, sagt Karin Wille. Dass auch dieses Problem gelöst werden konnte, war der Tatsache zu verdanken, dass mehrere Akteure an einem Strang zogen. Karin Wille nennt hier das „unermüdliche Engagement“ von Pfarrer Nikolai Jünger aus Wittstock; die „großzügige Spende“ von Dachdeckermeister Detlef Schläfke; das „Ausschöpfen aller Reserven der Kirchengemeinde Klein Haßlow und nicht zuletzt die Unterstützung der Kirchengemeinde im benachbarten Babitz. So konnten schließlich mit vereinter Kraft die fehlenden 5000 Euro für die neue Bekrönung aufgebracht werden.

Wenn das Ergebnis dieser Anstrengungen im November gefeiert wird, solle es auch eine Andacht mit Sekt und Snacks geben. Das Ganze sei als ein Dankeschön für all die Helfer und Spender gedacht, die das Bauprojekt ermöglichten, so Karin Wille.

Von Björn Wagener

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