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Neue Stadtchronik ist in Sicht

Wusterhausen Neue Stadtchronik ist in Sicht

Rechtzeitig zum 785. Geburtstag von Wusterhausen im nächsten Jahr soll die neue Stadtchronik vorliegen. Herausgeber ist der örtliche Kulturverein. In der Sitzung des Vereins am Donnerstagabend gab es eine zum Teil hitzige Debatte über die Arbeit an dem Buch.

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Blick aufs Rathaus in Wusterhausen, das für Sanierungsarbeiten eingerüstet wurde.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Wusterhausen. Fast zehn Jahre nach Erscheinen einer Stadtchronik von Wusterhausen wird es demnächst die Fortschreibung geben. Wann genau, steht noch nicht fest, am liebsten noch in diesem Jahr. Mit Sicherheit aber liegt die Neuauflage zum 785. Geburtstag der Stadt 2018 vor.

Herausgeber ist der örtliche Kulturverein, dessen Mitglieder die Drucksache in den Mittelpunkt ihrer Sitzung am Donnerstag rückten. Das ging nicht ohne eine zum Teil hitzige Diskussion ab, weil einige der Mitglieder aus der einstigen Arbeitsgruppe „Chronik“, die sich 2013 unter Leitung von Hartmut Schlüter gegründet hatte, mit dem Verlauf der Arbeiten an dem Buch in den folgenden Jahren bis in die Gegenwart hinein nicht einverstanden erklärten. Den Hauptgrund für ihre Kritiken sahen sie darin, dass von Einheimischen verfasste Texte nach Korrekturlesungen nicht mehr den Urfassungen in gewählter Diktion entsprachen.

Den Vorsitz der Gruppe niedergelegt

Hartmut Schlüter, der bereits am 4. Oktober den Vorsitz der Gruppe niedergelegt und die Arbeit an der Schrift aus Protest eingestellt hatte, untermauerte seinen Standpunkt nun noch einmal ausführlich. Die Vorwürfe richteten sich an die ­Vereinsvorsitzende Bärbel Hartwig, die seit mehreren Wochen ­druckvorbereitende Arbeiten gemeinsam mit Verleger Peter Pusch in Neuruppin erledigt. Hartwig hatte eingangs allen an dem am Projekt Beteiligten den Dank ausgesprochen – ausdrücklich auch Hartmut Schlüter.

Bürgermeister Roman Blank, er ist Mitglied im Verein, sah sich in seiner früher geäußerten Meinung bestätigt, dass es sich mit der Fortschreibung der Chronik um ein „sehr ambitioniertes Vorhaben“ handele, das äußerst schwierig umzusetzen sei. Sein Vorschlag, dass alle Kapitel des Buches vor der Veröffentlichung von den Autoren nochmals gelesen und autorisiert werden sollten, glättete schließlich die Wogen bei der zum Teil sehr lebhaft geführten Aussprache.

Das Buch wird teurer als geplant

Die hatte schließlich noch einen zweiten Teil, den Schatzmeisterin Jaqueline Salih erläuterte. Auf den Punkt gebracht hieß es: Das zu erwartende Produkt wird deutlich teurer als geplant. Die in den Finanzplan eingestellten 2000 Euro waren in Unkenntnis des Umfangs, den die Schrift annehmen würde, so veranschlagt worden. Nach jetziger Schätzung und abhängig von der Aufmachung des Buches werden noch einmal gut 2600 Euro benötigt. Mehr als 2000 Euro seien nach einem Spendenaufruf des Vereins von Gewerbetreibenden bereitgestellt worden, aus Stadtführungen bereits 825 Euro in der Kasse – das Geld wäre also vorhanden. Bei zwei Enthaltungen wurde die Aufstockung beschlossen.

Rainer Lehmann bereitete alles fürs Pflanzen eines Maulbeerbusches im Arboretum in Dreetz vor

Rainer Lehmann bereitete alles fürs Pflanzen eines Maulbeerbusches im Arboretum in Dreetz vor.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Um eine deutlich kleinere Summe war es schon vorher gegangen. Rainer Lehmann erinnerte an einen früheren Beschluss des Kulturvereins. In Erinnerung an die auch in Wusterhausen unter Friedrich dem Großen eingeführte Seidenraupenzucht für die Herstellung feiner Fäden sollte im Arboretum in Dreetz ein Maulbeerbusch gepflanzt werden. Maulbeerbäume finden sich noch in der Flur unweit des Wusterhausener Mittwegs.

Maulbeerbusch wird am 25. November in Dreetz gepflanzt

Rainer Lehmann besuchte von 1946 bis 1954 die Schule in Wusterhausen. „Hier standen 200 bis 300 Maulbeerbäumchen. Und auf dem Boden des Schulhauses fraßen sich Seidenraupen an Blättern fett, die wir ihnen pflücken mussten. Unser Lehrer Karl Jahn achtete da sehr auf korrekten Ablauf. Ein verpuppter Kokon erbrachte bis zu 3000 m feinste Seide“, erinnerte er sich in einem früheren MAZ-Beitrag. An die Tradition soll nun im Arboretum erinnert werden.

Vom Aussuchen des Standortes dicht am Eingang über Planung des Einkaufs bis zum Festlegen des ­Liefertermins hatte der Gärtnermeister im Ruhestand nun alles vorbereitet. Für 98,65 Euro und später mit Namensschild der Spender versehen, soll nun am 25. November das Gewächs in den Boden kommen.

Von Wolfgang Hörmann

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