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Ostprignitz-Ruppin Neue Tempolimits erst nach den Ferien
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neue Tempolimits erst nach den Ferien
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00:18 23.07.2017
Tempo-30-Schilder werden Autofahrer in Brandenburg bald öfter zu sehen bekommen.
Neuruppin

Erst Ende August wird feststehen, auf welchen Straßen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin neue Tempo-30-Bereiche ausgewiesen werden. So lange wird das Straßenverkehrsamt des Kreises wohl brauchen, um die Situation vor allen Schulen, Horten, Kindergärten, Pflegeheimen und Kliniken zu überprüfen. Davon geht jedenfalls Vize-Landrat Werner Nüse aus. Bis die neuen Tempo-30-Schilder überall stehen, könnten noch einmal einige Woche vergehen, sagt er.

Überall im Land sind die Verkehrsbehörden gerade dabei, die Verkehrssicherheit vor Kinder- und Senioreneinrichtungen zu analysieren. Im Frühjahr wurde die Straßenverkehrsordnung geändert. Damit können Geschwindigkeitsbegrenzungen vor besonders gefährdeten Einrichtungen jetzt einfacher eingerichtet werden. Die Landesregierung hat vor wenigen Wochen angewiesen, dass künftig vor sämtlichen Kitas, Krippen, Schulen, Krankenhäusern und Pflegeheimen 30 Stundenkilometer als Höchstgeschwindigkeit gelten sollen. Die Kreise müssen das umsetzen. Nüse: „Der entsprechende Erlass des Ministeriums sieht vor, dass bis zum Beginn des Schuljahres Anfang September alle in Frage kommenden Straßenabschnitte zu prüfen sind.“

An der B 167 in Neuruppin gilt bisher kein Tempolimit

In Neuruppin gilt schon jetzt vor den meisten Kitas und Schulen eine Geschwindigkeitsbeschränkung. Zu den wenigen Ausnahmen gehören die Wilhelm-Gentz-, die Puschkin- und die Pestalozzischule. Alle drei liegen an der B 167. Damit dürfte zumindest auf einem Teil der Bundesstraße künftig 30 Kilometer pro Stunde als Höchsttempo gelten. Anwohner kämpfen dafür schon lange, wenn auch vergebens. Für sie wird sich wohl auch jetzt wenig ändern. Die Tempo-30-Zonen vor den Schulen sollen nach dem Rundschreiben des Verkehrsministeriums in Potsdam maximal 300 Meter lang sein.

Dass der Bund beschlossen hat, mehr für die Sicherheit vor Schulen und Kitas zu tun, begrüßt der Neuruppiner Polizeisprecher Toralf Reinhardt ganz ausdrücklich. „Kinder sind nun mal die schwächsten Verkehrsteilnehmer“, sagt er. Aber bringt ein pauschales Tempolimit wirklich etwas? „Uns als Polizei steht es nicht zu, den Gesetzgeber zu kritisieren“, sagt Reinhardt. Schilder aufzustellen werde aber nicht reichen, fürchtet er. Autofahrer müssen sich auch dran halten: „Das ist auch eine Frage der Akzeptanz. Wir können nicht vor jede Schule einen Beamten stellen.“

Tempolimits sind kein Allheilmittel

Für die Polizei sind Tempolimits kein Allheilmittel – manchmal bringen sie auch neue Probleme. Im Bereich Gumtow in der Prignitz liegt zum Beispiel eine Kita kurz hinter dem Ortseingang. Dort muss die Geschwindigkeit schon hunderte Meter vor dem Ort heruntergestuft werden, damit Autos an der Kita Tempo 30 erreichen. Eine Folge: Sobald die 30 Stundenkilometer wieder aufgehoben sind, geben die Fahrer Gas – und fahren mitten im Ort viel schneller als früher. Gelegentlich könnten andere Lösungen mehr Sicherheit bringen, glaubt Reinhard.

In Neuruppin kämpfen Eltern seit Monaten für einen Fußgängerüberweg vor der Karl-Liebknecht-Grundschule. Stadt und Kreis lehnen den ab. Begründung: Dort gilt schließlich schon Tempo 30, damit sei der Schulweg sicher.

Von Reyk Grunow

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