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Neue Uhr für den Kirchturm

Freyenstein Neue Uhr für den Kirchturm

Die Vorbereitungen zur Sanierung eines Teils der Freyensteiner Kirche haben begonnen. Bei dieser Gelegenheit soll auch die alte mechanische Uhr im Kirchturm durch eine elektronische ersetzt werden.

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Neue Zeiten: Die Erneuerung des Uhrwerkes wird auch die Zeiger und das Ziffernblatt mit einschließen. Foto: Björn Wagener

Freyenstein. Es geht los. Die Vorbereitungen für die Sanierung des rund 34 Meter hohen Kirchturmes in Freyenstein haben in dieser Woche begonnen. Sobald die Gerüstbauer ihr Werk vollendet haben, können die Maurer damit beginnen, Risse zu schließen. Im Inneren des Turmes werden gleichzeitig auch die Zimmerer mit ihrer Arbeit beginnen. Schließlich soll das Innere des Turmes ebenso in Schuss gebracht werden.

Zurzeit erfordert der Weg hinauf zu den Glocken und weiter zur Kirchturmuhr Kenntnis der Materie. Man sollte wissen, wo man hintritt.

Nach der Sanierung soll alles besser werden. Neben der dann sicheren Begehbarkeit des Turmes wird auch moderne Technik in das Gotteshaus eingezogen sein. „Die mechanische Uhr soll nicht mehr repariert, sondern durch eine elektronische Lösung ersetzt werden“, sagt der Bauamtsleiter Friedhelm Kanzler. Dazu habe sich der Gemeindekirchenrat kürzlich entschlossen. Künftigen Generationen sei es nicht mehr zuzumuten, regelmäßig bis hoch hinauf zur Kirchturmuhr zu steigen, um sie aufzuziehen. Momentan müsse das alle zwei Tage passieren, sagt der Uhrmachermeister Frank Stahmleder, der in der Nachbarschaft der Kirche wohnt.

Die jetzige Uhr ist mehr als 100 Jahre alt

Das Uhrwerk sei mehr als 100 Jahre alt und bereits beim Einbau Zweite-Hand-Ware gewesen. Das wisse er von seinem Vater. Das Ganze laufe daher nur noch „mit Krampf“. Die Zeiger bewegten sich zwar noch, aber das Schlagwerk ist schon seit Jahren nicht mehr funktionstüchtig.

Frank Stahmleder bezeichnet es als „sehr empfehlenswert“, die Uhr jetzt zu erneuern, zumal der Kirchturm einmal eingerüstet wird und die Uhr dann auch von außen gut zu erreichen ist. Schließlich würde die Erneuerung auch Zeiger und Ziffernblatt mit einschließen. Die alten Teile zu übernehmen, wäre zwar möglich, sei aber keine gute Variante, denn Altes mit Neuem zu kombinieren, berge oftmals Probleme.

Auch die Glocken, die zurzeit nur behelfsmäßig mit der Hand in Gang gesetzt werden können, sollen schon bald elektrisch bewegt werden. Jedoch sei noch zu klären, wann die Glocken läuten sollen. Natürlich gehört das Glockengeläut zu einer Kirche dazu, aber laut Friedhelm Kanzler müsse auch darauf geachtet werden, dass es den Einwohnern nicht zu viel wird.

Viele Geldgeber finanzieren das Projekt

Die Sanierung des Kirchturmes wird rund 290 000 Euro kosten. Den Großteil davon – 215 000 Euro – machen Leader-Fördermittel aus, also europäisches Geld, vereint mit Landesmitteln. Dazu kommt jedoch noch eine Reihe weiterer Geldgeber. 27 000 Euro habe die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (Ekbo) beigesteuert; 15 000 Euro der Kirchenkreis; 10 000 Euro die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) und rund 20 000 Euro die örtliche Kirchengemeinde. Die Sanierung von Kirchturm und Uhr werden das aufgefrischte Gesamtbild komplettieren. Denn bereits 2013 wurde das Kirchenschiff saniert.

Die gotische Hallenkirche in Freyenstein wurde spätestens im Jahr 1325 fertiggestellt. Im Jahr 1703 kam es zu einem Brand. Danach wurde der Giebel schmucklos erneuert. Der Westturm wurde Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet. Innen ist das alte Portal des Vorgänger-Turmes noch zu erkennen.

Von Björn Wagener

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