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Neue Umleitung in Neuruppin

Stadtwerke verlegen weitere Fernwärmeleitungen Neue Umleitung in Neuruppin

Seit Jahren erweitern die Neuruppiner Stadtwerke ihr Fernwärmenetz. Nun beginnt ein neuer Abschnitt. Deshalb ist ab Montag die August-Bebel-Straße in großen Teilen nur noch in einer Richtung befahrbar.

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Ab Montag müssen Autofahrer über die Friedrich-Engels-Straße ausweichen.

Quelle: Reyk Grunow

Neuruppin. Auf Autofahrer in Neuruppin kommt eine neue Herausforderung hinzu: Am Montag wollen die Stadtwerke damit beginnen, Fernwärmeleitungen in der August-Bebel-Straße zu verlegen. Deshalb wird die Straße ab Höhe der Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Museum und Bullenwinkel zur Einbahnstraße. Der Verkehr wird stattdessen über die Rudolf-Breitscheid-, Friedrich-Engels- und die Friedrich-Ebert-Straße umgeleitet. Da auch Busse diese Umleitung nutzen müssen, sollen zudem an der Ecke von Ebert- und Bebelstraße Ampeln aufgestellt werden. „Wir brauchen zum Abbiegen unserer Busse Platz“, sagt Ulrich Steffen, Chef der Busgesellschaft ORP.

Die Arbeiten werden sich vermutlich den gesamten Sommer hinziehen und sollen bis Ende September abgeschlossen sein. Der Zeitpunkt wurde mit Bedacht gewählt, hieß es von den Stadtwerken. Denn da heute die Ferien beginnen, rechnen Experten mit deutlich weniger Verkehr auf den Straßen. So entfällt beispielsweise der Schülerverkehr in den frühen Morgen- sowie in den frühen Nachmittagsstunden. „Die Akteure haben sich dabei schon was gedacht“, betont Busbetriebschef Steffen.

Allerdings beginnt das neue Schuljahr bereits Anfang September. Ob die Stadtwerke schon bis dahin die Fernwärmeleitungen in der August-Bebel-Straße verlegt haben werden, ist offen. Immerhin gilt die Innenstadt als Flächendenkmal. Das bedeutet, dass die Arbeiten immer wieder kurz unterbrochen werden müssen, wenn historische Scherben oder andere wichtige Dinge aus Neuruppins Geschichte im Untergrund entdeckt werden.

„Wir wollen schnell bauen“, versichert ein Sprecher der Stadtwerke und bittet zugleich um erhöhte Aufmerksamkeit – besonders in der Friedrich-Ebert-Straße. Denn diese begrenzt den Schulplatz, auf dem dreimal in der Woche der Markt stattfindet. Auch deshalb gilt der Bereich in Höhe des Schulplatzes als verkehrsberuhigte Zone. Autofahrer dürfen dort nur im Schritttempo fahren – daran halten sich allerdings nur die wenigsten.

Wegen der Umleitung entfällt für die Zeit der Bauarbeiten der Halt am Neuruppiner Museum. Stattdessen werden die Busse ab Montag am Karl-Kurzbach-Platz in Höhe der Post stoppen. Busbetriebsleiter Steffen geht davon aus, dass es trotz der neuen Verkehrsführung samt Ampelregelung zu keinen großen Fahrplanverzögerungen kommen wird. „Die Ampel schafft einen gewissen Grad an Verlässlichkeit.“

In der Karl-Marx-Straße laufen die Arbeiten bereits

Bereits begonnen mit dem Verlegen von Fernwärmeleitungen haben die Stadtwerke am Montag in der Karl-Marx-Straße zwischen Wichmann- und Präsidentenstraße. Auch diese Arbeiten, bei denen die Karl-Marx-Straße zeitweise halbseitig gesperrt ist und dadurch Parkplätze wegfallen, sollen voraussichtlich bis Ende September beendet sein.

Die Stadtwerke erweitern seit Jahren ihr Fernwärmenetz. Das Unternehmen, das zu 100 Prozent der Fontanestadt gehört, will bis zu 80 Prozent der Innenstadt an das Fernwärmenetz anschließen und hat deshalb bereits zwei weitere Blockheizkraftwerke gebaut, in der Rosa-Luxemburg- sowie in der Ernst-Toller-Straße. Die Stadtverordneten haben diesen Plänen zugestimmt und zugleich einen Anschlusszwang erlassen. Der ist zwar durchaus umstritten, weil den Stadtwerken dadurch eine Monopolstellung zugesprochen wird.

Doch das Unternehmen sieht das naturgemäß nicht so. Immerhin könne die Stadt Einfluss auf die Firmenpolitik nehmen, heißt es. Zudem müssten sich die Stadtwerke an die Kalkulationsvorgaben des Gesetzgebers halten. Auch verwies ein Stadtwerkesprecher in Neuruppin gestern darauf, dass dank der Fernwärme deutlich Kohlendioxid eingespart wird. Gleichwohl hat sogar das Bundeskartellamt den Fernwärmesektor bereits unter die Lupe genommen. Der Verdacht: Die Anbieter verlangen überhöhte Preise von ihren Kunden. Verfahren wurden deshalb gegen sieben Versorger in ganz Deutschland eingeleitet, darunter auch gegen die Stadtwerke in Leipzig und Rostock.

Von Andreas Vogel

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