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Neue Wanderrouten werden eingeweiht

Dranse Neue Wanderrouten werden eingeweiht

In Dranse werden am 1. Mai neue Wanderrouten eingeweiht. Doch das ist nur der Auftakt eines Gemeinschaftsprojektes von fünf Dörfern, die sich selbst unter der Bezeichnung „Fünf-Sterne-Region“ touristisch vermarkten.

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Ortsvorsteher und Vertreter der fünf Dörfer an der Tafel in Dranse. Dort ist das Projekt schon am weitesten fortgeschritten.

Quelle: Privat

Dranse. Wie wär’s mit einem Fünf-Sterne-Aufenthalt in der Region? Kein Problem. Die fünf Dörfer Dranse, Berlinchen, Schweinrich, Sewekow und Zempow vermarkten sich jetzt touristisch unter der Bezeichnung „Fünf-Sterne-Region“. Sie arbeiten daran, sich stärker zu vernetzen und setzen dabei vor allem auf neue Wanderwege. Dranse hat dabei die Nase vorn. Bereits am Montag, 1. Mai, werden zwei von drei neuen örtlichen Wanderrouten eröffnet.

Die Wanderer haben die Wahl

Die Wanderer haben die Wahl zwischen dem 10,5 Kilometer langen Rundwanderweg um den Dranser See mit Einkehr in den Kiosk am Campingplatz Blanschen und dem 9,3 Kilometer langen Rundwanderweg „Wiesen, Felder und Auen“ mit Einkehr in der Schmökerstuw in Berlinchen. Los geht es um 10.30 Uhr am Bürgerhaus Dranse. Gelaufen wird bei jedem Wetter, gern auch mit Hunden, die aber an der Leine zu führen sind. Bei Kaffee und Kuchen in der Dranser Tenne klingt der Wandertag aus.

Es ist der Auftakt für ein Projekt, an dem bereits seit rund zwei Jahren gearbeitet wird. Die Idee: Jedes der fünf Dörfer entwickelt Wege, die die Wanderer die schönsten lokalen Plätze und Strecken erleben lassen – mit ihren Seen, Badestränden, Wäldern, Wiesen, Tieren und Pflanzen. Wo sie entlangführen, ist auf Karten vermerkt, die nach und nach in den Ortszentren platziert werden. In Dranse gibt es eine solche bereits. Darauf sind die Wege rund um das jeweilige Dorf verzeichnet, dazu Hinweise und Infos zu Besonderheiten der Strecken sowie Wissenswertes zum jeweiligen Dorf. Außerdem gibt es einen Überblick über die gesamte „Fünf-Sterne-Region“ und die Lage der Dörfer, sodass sich Wanderer ein Bild von der gesamten Region machen können. Die Wege sind zudem mit verschiedenfarbigen Streifen auf weißem Grund an Bäumen oder Steinen gekennzeichnet. Außerdem gibt es einen Quellcode, der zu einer Internetseite des jeweiligen Dorfes führt, auf der sowohl die Karte als auch weitere Informationen zum Ort zu finden sind.

Gemeinsam sind sie stärker

„Einzelne Wanderwege in jedem der Dörfer sind zu wenig. Es braucht mehr, um den Gästen wirklich etwas zu bieten. Also entwickelten wir ein Netzwerk, das fünf Orte umfasst, aber an den Grenzen offen ist für Anbindungen – etwa in Richtung Mecklenburg-Müritz, die Kyritz-Ruppiner Heide oder die Wittstocker Heide“, sagt Markus Habegger, der sich gemeinsam mit seiner Frau Petra für die Entwicklung der Wanderwege engagiert. Die Pflege der Wege werde von den Dörfern selbst erledigt. In Dranse würden dafür Mittel aus der Kulturpauschale verwendet. Ob das anderswo ebenso gehandhabt wird, müssten die Dörfer selbst entscheiden, so Markus Habegger.

Ganz so weit wie in Dranse ist man in Berlinchen noch nicht. Dort gebe es bisher nur einen Weg, der in die Karte aufgenommen werden könnte, sagt Ortsvorsteher Dieter Welchering. Weitere Vorschläge seien willkommen. Erst wenn alle Ideen zusammengetragen sind, könne die Tafel aufgestellt werden. Auch in den anderen Dörfern stünden die Tafeln noch nicht. Doch der Anfang ist gemacht. Und dass die Fünf tatsächlich gut zusammenarbeiten können, haben sie mit den jährlichen Weihnachtsmärkten an wechselnden Orten bereits bewiesen.

Von Björn Wagener

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