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Forstbetriebsgemeinschaft Hohe Heide/Prignitz soll umorganisiert werden Neue Wege mit Hindernissen

Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Hohe Heide/Prignitz soll ab 2014 einen Geschäftsführer erhalten. Dafür stimmte eine große Mehrheit der rund 150 Mitglieder, die am Donnerstagabend in Wulfersdorf die Jahreshauptversammlung besuchten. Doch das ist nicht die einzige Veränderung, die in der FBG ansteht.

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Die Bewirtschaftung des Waldes liegt der Forstbetriebsgemeinschaft am Herzen.

Quelle: Björn Wagner

Wulfersdorf. Reinhard Helm, der Kundenbetreuer der Gemeinschaft, machte deutlich, dass die Vereinigung von regionalen Waldbesitzern umorganisiert werden soll..

Dieses Vorhaben macht sich schon jetzt in der Mitgliederzahl der FBG bemerkbar. In den vergangenen Monaten habe es einen erheblichen Zugewinn gegeben. Aktuell sind 363 Mitglieder registriert, Ende 2012 waren es noch 302. Das liege daran, dass der Nachbar, der Waldverein Meyenburg Bürgerholz, im September aufgelöst wurde und etliche Mitglieder von dort in die FBG gewechselt seien, so Reinhard Helm. Eine Fusion beider Vereine war ohnehin angestrebt worden, um wirtschaftlich stärker dazustehen. Allerdings gestaltet sich das Prozedere doch komplizierter als zunächst angenommen und ist noch längst nicht abgeschlossen.

Die beiden Vereine dürften aus rechtlichen Gründen nicht einfach zu einem zusammengefasst werden, sondern müssten sich eine neue Rechtsform suchen, erklärte Helm in Wulfersdorf. Als beste Lösung dafür werde eine eingetragene Genossenschaft angesehen. "Die hat den Vorteil, dass eine Haftungsbeschränkung auf das Genossenschaftsvermögen besteht", sagte er und nannte gleichzeitig unter anderem auch steuerliche Aspekte und die Transparenz als positive Faktoren. Ein sogenannter Verschmelzungsprüfer habe zudem grünes Licht gegeben. Trotzdem sei es nicht dazu gekommen. Die Vorstände beider Vereine hätten die Verschmelzung zu einer Genossenschaft abgelehnt. Den Grund erklärte Helm so: Erst einmal habe jedes Mitglied beider Vereine das Recht, der neuen Genossenschaft nicht beizutreten und stattdessen Abfindungsansprüche geltend zu machen. Das wiederum hätte die Zahlungsfähigkeit der neuen Genossenschaft in Gefahr bringen können.

Da die Genossenschaft vorerst also nicht zustande gekommen ist, besteht die FBG in ihrer bisherigen Form ‒ als wirtschaftlicher Verein ‒ weiter, allerdings ab 2014 mit einem noch zu bestellenden Geschäftsführer. Finanziell ermöglicht werde der Einsatz eines Geschäftsführers dadurch, dass der FBG für die nächsten zehn Jahre die Förderfähigkeit seitens des Landes zuerkannt worden sei, sagte Helm. Und: Obwohl der erste Anlauf in Richtung Genossenschaft scheiterte, so bleibe diese Rechtsform dennoch das Ziel, das es in Zukunft zu erreichen gilt.

Neben den Fragen der internen Umorganisation ging Helm am Donnerstagabend in Wulfersdorf aber auch auf betriebswirtschaftliche Entwicklungen ein. Ein herausragender Punkt war dabei die Tatsache, dass die Menge des eingeschlagenen Holzes im Jahr 2012 "weit unter den Möglichkeiten" geblieben sei. Die 8588 Festmeter würden nur etwa die Hälfte des Zuwachses ausmachen. Als Grund dafür nannte Helm "fehlende Kapazitäten" in der FBG, weil die Führung der Geschäfte ab dem Jahr 2012 durch den Vorstand selbst erfolgte.

Die Situation habe sich auch in diesem Jahr kaum geändert. 5800 Festmeter Holz seien bisher eingeschlagen worden, möglich aber wären mindestens 12000 Festmeter gewesen. Der Großteil des geernteten Holzes werde an die Firma Krono in Heiligengrabe verkauft. "Der Holzpreis ist derzeit leicht ansteigend". Knapp 280.000 Euro seien 2012 an die Mitglieder ausgezahlt worden. Mit dem Beschluss zur Anstellung eines Geschäftsführers ab Januar 2014 könne die Forstbetriebsgemeinschaft optimistisch in die Zukunft sehen, erklärt dazu der FBG-Vorsitzende Reinhard Bork.

Von Björn Wagener

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