Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Neuendorf: Biber legen Radweg lahm

Strecke gesperrt Neuendorf: Biber legen Radweg lahm

Biber sorgten dafür, dass ein Radweg zwischen Dossow und Gadow derart Schaden nahm, dass er nicht mehr befahrbar ist. Der Weg wurde nun aus Sicherheitsgründen gesperrt. Löcher müssen verfüllt werden.

Voriger Artikel
Edis liefert weiter Gas nach Rheinsberg
Nächster Artikel
Sportvereine in OPR suchen Übungsleiter

Bernd Warminski zeigt auf einen vom Biber angenagten Baum.

Quelle: Björn Wagener

Neuendorf. Der Radweg am Brausebach bei Neuendorf ist seit Montagvormittag gesperrt – aus Sicherheitsgründen. Denn auf der Strecke entstanden mehrere tiefe Löcher, die sich zudem direkt am Ufer befinden. Eine Bewohnerin aus Zootzen hatte das Montag früh der Tourismusinformation am Bleichwall mitgeteilt. Die Stadt handelte sofort und sperrte den Weg mit Flatterband ab. Darüber hinaus wurden die Löcher erst einmal mit Ästen gekennzeichnet. „Sie müssen nun verfüllt werden. Das wird der Bauhof übernehmen“, sagt Bernd Warminski von der Stadtverwaltung, der sich die kritischen Stellen am Montag vor Ort ansah.

Verursacht haben diese Schäden Biber. Überall am Ufer und der näheren Umgebung sind außerdem angenagte oder bereits gefällte Bäume zu sehen, die sie zum Bau ihrer Behausungen, sogenannter Biberburgen, verwenden. Die geschützten Tiere sind am Brausebach offenbar sehr aktiv. Sie zu erlegen, kommt daher nicht in Frage. „Das ist Natur. Man muss sich damit arrangieren“, sagt Bernd Warminski. Ihm wäre es am liebsten, wenn der Weg auch nach dem Verfüllen der Löcher noch eine Zeit lang gesperrt bliebe, denn der Wasserspiegel reicht derzeit stellenweise nahezu direkt bis an den Weg heran. „Und das Laub ist glatt, man kann schnell ausrutschen.“ Über den Bürgerhinweis ist er sehr froh. Denn die Wege im Stadtgebiet würden zwar regelmäßig überprüft. „Aber man kann natürlich nicht jede Woche überall sein.“

Der Radweg ist ein Geheimtipp

Laut Radtourvermittler Günter Lutz habe der ausgeschilderte Radweg entlang des Brausebaches nur eine vergleichsweise geringe überregionale Bedeutung, „ist aber wirklich schön und idyllisch und daher noch eher ein Geheimtipp“, sagt er.

Der unteren Naturschutzbehörde des Kreises war der Fall am Montag noch nicht bekannt. Von dort wurde daher auf die Stadt verwiesen. Diese wolle sich aber auf jeden Fall mit der Kreisbehörde darüber verständigen, wie langfristig mit der Situation umzugehen sei, kündigte Bürgermeister Jörg Gehrmann am Montag an. Bernd Warminski hält es nun vor allem für wichtig, den Weg verstärkt im Auge zu behalten, damit im Falle eines Falles rasch gehandelt werden kann.

Biber sorgen in diesem Bereich nicht zum ersten Mal für erhöhten Aufwand. Bereits vor etwa zwei Jahren musste die Überführung der Straße über den Splitterbach angehoben werden, weil Biber den Durchlass verbaut und damit Überflutungen der Straße in Richtung Friedrichsgüte verursacht hatten. Die Bauarbeiten wurde Ende 2013 abgeschlossen.

Der Biber

Der Biber ist ein geschütztes Nagetier. Sein Lebensraum sind fließende und stehende Gewässer und deren Uferbereiche. Sein Körperbau ist dem Leben im und am Wasser ausgezeichnet angepasst.

An Land dagegen bewegen sie sich nur langsam. Der Eingang zum Wohnkessel der Behausung liegt immer unter dem Wasserspiegel, der Wohnkessel aber über Wasser. Der Wohnraum im Inneren kann einen Durchmesser bis zu 1,20 Metern und eine Höhe bis zu 60 Zentimetern erreichen.

Von Björn Wagener

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg