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Neuer Ärger um Ortsdurchfahrt Dabergotz

Gaststätte von Lieferanten abgeschnitten Neuer Ärger um Ortsdurchfahrt Dabergotz

Die seit gut einem Jahr dauernden Arbeiten an der Ortsdurchfahrt der B 167 in Dabergotz sorgen für neuen Ärger. Grund: Seit einigen Tagen kommen die Fahrzeuge, die die Gaststätte Paries im Ort beliefern, nicht an ihr Ziel. „Meine Nerven liegen blank“, sagte Wirtin Rosemarie Schofer beim Gemeinderat am Dienstagabend. Eigentlich sollte die Straße längst fertig sein.

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Lieferfahrzeuge können derzeit die Gaststätte Paries in Dabergotz kaum mit Waren versorgen.

Quelle: Peter Geisler

Dabergotz. Vieles hat Rosemarie Schofer schon hingenommen: Dass ihr privates Parkplatzgelände vor ihrer Gaststätte Paries von der Baufirma, die die Ortsdurchfahrt der B 167 saniert, einfach in Beschlag genommen wird; dass dort ungefragt Anwohner parken, weil sie nicht mehr auf ihr Grundstück gelangen; dass wegen der seit gut einem Jahr dauernden Arbeiten nur noch wenig Gäste zu ihr kommen. Doch am Dienstagabend platzte der 66-jährigen Wirtin der Kragen. „Jetzt kommen nicht mal mehr die Versorgungsfahrzeuge zur Gaststätte durch“, klagte die Dabergotzerin bei der Gemeindeversammlung. Mit einer Sackkarre mussten die Getränke über die holprige Baustelle zum Lokal gebracht werden. „Ich traue mich gar nicht, noch mal Ware zu bestellen“, so Schofer. Dabei sei ihr doch zu Beginn der Arbeiten versprochen worden, dass die Lieferfahrzeuge für die Gaststätte stets durchkommen werden. „Meine Nerven liegen blank.“

Amtsdirektorin überrascht

Amtsdirektorin Susanne Dorn zeigte sich überrascht. Sie ist überzeugt davon, dass die Arbeiten im jetzigen zweiten Bauabschnitt wesentlich besser verlaufen als noch im ersten. Zudem sei von Anfang an klar gewesen, dass es durch den Neubau der Ortsdurchfahrt zu Problemen kommen werde. Dorn räumte ein, dass „längst nicht alles rund“ läuft. So wird die Ortsdurchfahrt, die für rund 3,8 Millionen Euro saniert wird, vermutlich erst im September fertig sein – drei Monate später als geplant. Das liegt zum einen an Baufehlern, die korrigiert werden mussten, zum anderen an den Archäologen. Denn der gesamte Ort gilt als Bodendenkmal. Wo immer in Dabergotz ein Bagger die Erde bewegt, muss ein Archäologe dabei sein. Weit mehr als 500 Funde von der Bronzezeit bis zum Mittelalter haben die Altertumsforscher bereits registriert. Wegen der vielen Funde traut sich Frank Schmidt vom Landesstraßenbetrieb noch immer nicht, einen Termin für die Fertigstellung der B 167 in Dabergotz zu nennen. „Ich warte auf den neuen Ablaufplan der Baufirma“, sagte Schmidt am Mittwoch.

Baumaschinen vor der Gaststätte abgestellt

Für einen Teil der Verzögerungen seien aber auch die Dabergotzer verantwortlich, so Amtsdirektorin Dorn. „Fast alle Anwohner wollten Änderungen bei ihrer Grundstückzufahrt.“ Das kostet ebenfalls Zeit. Die Grundstückszufahrt der Gaststätte Paries ist noch nicht dran – wenngleich dort nach Feierabend Baumaschinen, Baumaterial und Autos abgestellt werden. Für das Nutzen der privaten Fläche müsste die Firma eigentlich eine Entschädigung zahlen, sagte Gemeindevertreter Erich Kuhne. Indes wunderte sich Bürgermeister Ulrich Krebs, dass das Thema nicht längst bei einer der Bauberatungen geklärt wurde. „Darauf habe ich schon vor drei Wochen hingewiesen“, so Krebs. Amtsdirektorin Dorn will sich darum kümmern. Sie erfuhr von der Kritik erst am Dienstagabend.

Von Andreas Vogel

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