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Neuer Anlauf an den Bahnübergängen

Kyritz Neuer Anlauf an den Bahnübergängen

Nachdem der Erhalt der Bahnstrecke Neustadt-Meyenburg mittelfristig gesichert ist, plant der Eigentümer nun Investitionen. Dabei geht es auch um die seit Jahren bemängelten Bahnübergänge in der Hagenstraße und Holzhausener Straße in Kyritz. Die Stadt will schon mal ihren finanziellen Anteil für den Bau bereitstellen.

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Fußgänger haben es am Bahnübergang oft schwer.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Die Kyritzer Bahnübergänge in der Hagenstraße und in der Holzhausener Straße gelten als dringend sanierungsbedürftig. Die Anlagen stammen noch aus den 80er Jahren. In ihrem Konzept sind Fußgänger und Radfahrer schlicht nicht vorgesehen. Seit mindestens einem Jahrzehnt wird das in der Stadt immer wieder bemängelt.

Modernisierungsvorhaben wurden mindestens ebenso lange angekündigt. Doch die unsichere Zukunft der Strecke von Neustadt nach Meyenburg stellte den Sinn der notwendigen Investitionen immer wieder in Frage.

Zehn Jahre Bahnbetrieb gesichert

Diese Situation hat sich geändert. Im vergangenen Herbst kündigte die Landesregierung an, den Betrieb der Strecke zum Fahrplanwechsel 2018 wieder für volle zehn Jahre auszuschreiben. Das hat den Streckeneigentümer Regio Infra Nord-Ost jetzt dazu veranlasst, Investitionen ins Auge zu fassen.

Wie die Kyritzer Stadtverwaltung jetzt informierte, hat Regio Infra mit konkreten Planungen begonnen, die im Laufe der kommenden zwei Jahre umgesetzt werden sollen. Das betrifft neben den beiden Bahnübergängen in der Hagenstraße und der Holzhausener Straße auch eine Gleisquerung für Fußgänger am Bahnhof, den Bau des neuen Haltepunkte an der Perleberger Straße und die Modernisierung des Stellwerkes.

Kyritz legt schon mal Geld zurück

Das Ganze ist nun zumindest so konkret, dass man sich im Rathaus wieder Gedanken über den finanziellen Anteil der Kommune macht. „Wir hatten ja jahrelang eine Haushaltsposition dazu“, erinnerte Bauamtsleiterin Katharina Iredi bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Doch nachdem sich lange Zeit nichts in der Sache tat, verzichtete die Stadt irgendwann darauf, weiterhin Geld für die Bahnvorhaben vorzuhalten.

Mit der aktuellen Ankündigung des Streckenbetreibers wird das nun wieder nötig. Schätzungen aus dem Jahre 2015 gehen davon aus, dass Kyritz für die beiden Bahnübergänge einen Anteil von insgesamt 300 000 Euro leisten muss. Das werde momentan noch konkretisiert. Ziel sei der Abschluss einer „Zahlungs- und Kreuzungsvereinbarung“. Auf deren Grundlage werde Kyritz dann seine Haushaltsplanung für 2018 und 2019 ausrichten.

Hoffnung auf Landesförderung

Im Rathaus geht man davon aus, dass die Stadt für die Investition Fördermittel des Landes in Anspruch nehmen kann und nur ein Viertel (75 000 Euro) der Summe selbst aufbringen muss.

Alles deutet darauf hin, dass sich an den Bahnübergängen ab nächstes Jahr wirklich etwas tun könnte. „Wir hoffen natürlich, dass das nun auch umgesetzt wird“, sagte Bauamtsleiterin Katharina Iredi.

Von Alexander Beckmann

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