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Ostprignitz-Ruppin Neuer Bahnhof für Lindow
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuer Bahnhof für Lindow
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02:15 25.03.2016
Der alte Bahnhof von Lindow liegt am Stadtrand, ein neuer Haltepunkt könnte zentraler entstehen. Quelle: Peter Geisler
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Lindow

Nachdem der Bahnbetrieb zwischen Löwenberg und Rheinsberg für weitere zehn Jahre gesichert ist (die MAZ berichtet), will der private Gleisbetreiber Regio-Infra (RIG) ordentlich in den Ausbau des Schiennetzes investieren. Unter anderem könnte die Stadt Lindow einen neuen Bahnhof bekommen. Das kündigte RIG-Betriebsleiter Frank Brechler am Montag bei einem Treffen in Rheinsberg an.

Die RIG ist ein privates Eisenbahnunternehmen aus Putlitz. 2012 hatte sie die Bahnstrecke von Löwenberg über Herzberg und Lindow nach Rheinsberg von der Deutschen Bahn übernommen. seitdem ist die RIG für Unterhalt und Betrieb der Gleise, Bahnübergänge, Bahnhöfe und Signale verantwortlich. Die Kosten sind hoch, zumal nur wenige Züge auf der Strecke fahren. Personenzüge gibt es nur in der Touristensaison zwischen Ostern und Ende Oktober. Personal muss die RIG aber das ganze Jahr über einsetzen, damit die Strecke jederzeit einsatzbereit gehalten werden kann.

Nur mit mehr Fahrgästen ist die Bahnlinie auf Dauer sicher

Um den Zugverkehr auf Dauer sichern und vielleicht sogar aufs ganze Jahr ausdehnen zu können, gibt es nur eine Lösung: „Wir brauchen in der Tat mehr Fahrgäste“, sagt Thomas Dill vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Dazu soll die alte Strecke attraktiver werden, kündigten die RIG und die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) an. Die NEB betreibt von diesem Jahr an die Züge der Regionalbahn RB 54, die auf den Gleisen der RIG fahren.

Den alten Bahnsteig in Rheinsberg will die RIG schon kurzfristig so umbauen, dass Rollstuhlfahrer zumindest an einer Stelle barrierefrei in den Zug kommen. „Mittel- bis langfristig müsste der Bahnsteig gänzlich umgestaltet werden“, sagt Frank Brechler von der RIG. Damit könnte der gesamte Bahnhof Rheinsberg barrierefrei werden. Bisher sind Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehproblemen oft auf Hilfe angewiesen.

Ein neuer Bahnhof war schon früher am Gudelacksee geplant

In Lindow würde die RIG den Bahnhof gern weiter in die Mitte des Ortes verlegen. „Jetzt befindet er sich ja relativ weit außerhalb“, sagt Brechler. Die RIG als Streckenbetreiber könnte sich einen neuen Bahnsteig in Höhe des Campingplatzes am Gudelacksee vorstellen. Es ist die einzige Stelle auf der Strecke, die dafür infrage kommt. Schon die Deutsche Bahn hatte vor vielen Jahren ähnliche Pläne – umgesetzt wurden sie aber nie. Die RIG will einen neuen Anlauf unternehmen. Erste Gespräche mit Amt und Stadt hat es schon gegeben.

Amtsdirektor Danilo Lieske findet die Idee toll. „Das wäre eindeutig eine Bereicherung für Lindow“, sagt er. Bisher liegt der Lindower Bahnhof am Rand der Stadt – für Urlauber ist er alles andere als attraktiv. Über einen Bahnhof in der Stadt könnten die Gäste schnell den Campingplatz, den Yachthafen oder den Segelclub erreichen.

Allein mit eigenem Geld könnte die RIG den neuen Bahnsteig in der Stadt allerdings kaum bauen. „Wir sind da auf Fördermittel angewiesen“, sagt Betriebsleiter Brechler. Wenn die Finanzierung erst einmal geklärt ist, könnte der neue Bahnhof innerhalb eines Jahre entstehen, schätzt er – die Planung eingerechnet.

Von Reyk Grunow

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