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Ostprignitz-Ruppin Neuer Bauverzug am neuen Rathaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuer Bauverzug am neuen Rathaus
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17:51 12.10.2017
Quelle: fotos: Peter Geisler (3), Privat
Rheinsberg

Auf der Baustelle des neuen Rheinsberger Bürgerzentrums gibt es erneut einen Schaden. In der vergangenen Woche ist Wasser in das Gebäude an der Seestraße 12 eingedrungen. Das Sturmtief „Xavier“, das am Donnerstag mit Orkanböen in der Region wütete, trifft dabei aber nur bedingt die Schuld. Zwar ist das Wasser durch die Regenfälle der Unwetterfront in das Gebäude gelangt, und zwar erstmals bereits in der Nacht zu Donnerstag. Passieren konnte es laut Thomas Lilienthal aber nur, weil dieser Teil der 7,7-Millionen-Euro-Großbaustelle nicht wie vorgesehen abgedeckt war. Vor dem großen Sturm am Donnerstagnachmittag war zwar schon eine große Plane drauf, so der kommissarische Bauamtsleiter. „Sie ist aber gleich bei der ersten Böe in Gänze weggehoben worden.“ Jetzt wird das Gebäude trockengelegt. Das werde bis zu drei Wochen in Anspruch nehmen, so Lilienthal.

Dieser Schaden werde sich aber nicht auf die Bauzeit insgesamt auswirken, versichert der Verwaltungsmitarbeiter. Ein früherer aber schon: Der Deckenabsturz in den Häusern Seestraße 9/10 Mitte Juli, der bereits einmal zur Verzögerung von drei Monaten gesorgt hat (die MAZ berichtete), führt nun erneut zu einem Verzug auf der Baustelle von einem Vierteljahr. Lilienthal geht davon aus, dass die Arbeiten nun nicht wie zuletzt avisiert Ende März, sondern frühestens Ende Juni beendet werden. Weil die Räume danach erst noch möbliert werden müssen, rechnet der kommissarische Amtsleiter damit, dass die Verwaltung erst im September umziehen kann. 2016 ging die Stadt noch davon aus, dass das Gebäude Ende 2017 bezugsfertig ist.

Schon im Sommer vermeldete das Rathaus wegen des Putzschadens einen Verzug von drei Monaten. Dass es deshalb nun erneut eine Verzögerung geben soll, liege an den Modalitäten zur Vergabe der Ausbesserungsarbeiten. Das Rheinsberger Rathaus ist im August davon ausgegangen, dass diese nach Kündigung der für den Absturz des Deckenputzes verantwortlichen Firme , die nicht einvernehmlich war, an den zweitbietenden Trockenbauer vergeben werden können. Doch der Sanierungsträger DSK hat der Stadt eine beschränkte Ausschreibung vorgeschrieben. „Und die dauert eben ihre Zeit“, sagt Lilienthal.

Erst jetzt befinde sich die Kommune dadurch im Vergabeverfahren mit der Firma, die die Schäden „in absehbarer Zeit“ beseitigen soll. Das neue Unternehmen soll den fehlerhaft angebrachten Putz in allen Fächern der beiden Gebäude nun komplett runternehmen und durch einen neuen ersetzen. Die Beweissicherung des Schadens habe der Objektplaner Peter Köster bereits durchgeführt. Die Mehrkosten, die zum Beispiel durch die notwendiggewordene Beräumung der Baustelle nach dem Desaster aufgelaufen sind und „locker im vierstelligen Bereich“ liegen, will die Stadt von der Firma wiederhaben. Deshalb hat sie auch Regress angemeldet. Auch wegen der fehlenden Abdeckung und des daraus resultierten Schadens hat sich Rheinsberg Schadensersatzansprüche vorbehalten.

Dass die Seestraße 12 vor dem Sturm in der vergangenen Woche ohne Dach war, hat indes eine Vorgeschichte. Die dort beschäftigten Dachdecker haben die Dämmung falsch deklariert. Weil das Unternehmen neues Material besorgen musste, ruhten die Bauarbeiten für mehrere Wochen. Die Firma habe es versäumt, die Baustelle in dieser Zeit mit einer provisorischen Abdeckung zu sichern.

Von Celina Aniol

Schon im Juli haben die Rheinsberger beschlossen, dass die Stadtverwaltung beim Landkreis ein Durchfahrtsverbot für Laster in der Mühlenstraße beantragen soll. Der Bürgermeister sagt, der Antrag sei verschickt worden. Beim Kreis ist dieser allerdings nicht angekommen. Auf MAZ-Anfrage nimmt der Kreis nun eindeutig Abstand von der Idee eines LKW-Verbots.

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