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Neuer Blitzer in Heiligengrabe

Tempo-Kontrolle Neuer Blitzer in Heiligengrabe

In Heiligengrabe wurde jetzt eine neue Geschwindigkeitsmessanlage installiert. Der Blitzer ist aber noch nicht aktiv, weil die Bescheinigung des Eichamtes fehlt. Der Landkreis geht aber davon aus, dass das Gerät etwa Ende Januar oder Anfang Februar scharf gemacht werden kann. Achtung – dann blitzt es in beiden Richtungen!

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Der neue Blitzer in Heiligengrabe kann die Geschwindigkeit in beiden Richtungen messen.

Quelle: Björn Wagener

Heiligengrabe. In Heiligengrabe steht ein neuer Blitzer. Noch aber ist er nicht aktiv, weil die Bescheinigung des Eichamtes fehlt. Doch sobald sie da ist, empfiehlt es sich für Kraftfahrer, die erlaubten 50 Stundenkilometer innerorts auch einzuhalten. Denn das neue Gerät in unauffälliger säulenförmiger Optik kann, was der Vorgänger an dieser Stelle nicht konnte – nämlich das Tempo von Fahrzeugen in beiden Richtungen überwachen. Voraussichtlich Ende Januar oder Anfang Februar werde die Geschwindigkeitsmessanlage scharf geschaltet, teilt jetzt die Sprecherin des Landkreises, Britta Avantario, auf MAZ-Nachfrage mit.

Technisch wäre es zwar auch möglich, das Gerät nur in jeweils eine Richtung blitzen zu lassen, aber das sei nicht vorgesehen, sagt der Leiter des Amtes für öffentliche Sicherheit und Verkehr, Mathias Wittmoser. „Denn oftmals wird nicht nur zu schnell in den Ort hineingefahren. Kraftfahrer geben auch am Ende des Dorfes bereits wieder Gas.“ Das neue Gerät sei vor allem deshalb nahezu an derselben Stelle wie der ehemalige Blitzer aufgestellt worden, weil die Kreisverwaltung diesen Standort als sinnvoll erachtet, um die Sicherheit der dortigen Anwohner zu erhöhen. Außerdem befindet sich ganz in der Nähe eine Einrichtung zur Pflege von Menschen mit Behinderungen.

Auch an der B 167 in Metzelthin steht ein neuer Blitzer

Außer in Heiligengrabe werde bis etwa Ende Januar auch an der Bundesstraße 167 in Metzelthin ein neuer Blitzer aufgestellt – als Ersatz für die Geschwindigkeitsmessanlage, die bis zum Mai 2015 in Dabergotz bei Neuruppin stand. Beide funktionieren nach dem Lasermessverfahren und sind damit nicht auf Messschlaufen angewiesen, die in der Straße verlegt werden müssen. Für die zwei Blitzersäulen, die die Fotos per Funk an die Verkehrsbehörde übertragen, musste der Landkreis insgesamt rund 166 000 Euro zahlen. Weitere solcher Anlagen seien vorerst nicht geplant, sagt Mathias Wittmoser.

Wie oft die Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen im Landkreis im Vorjahr auslösten, sei noch nicht erfasst. Die Jahresauswertung stehe noch aus, teilt Britta Avantario mit. Nur so viel: In der Vergangenheit zählte der stationäre Blitzer in der Pritzwalker Straße in Wittstock zu den ergiebigsten seiner Art im Landkreis. Dort wurden im ersten Halbjahr – also bis zum 30. Juni – 3019 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert. Im gesamten Jahr 2014 waren es 6700, wie aus der Statistik hervorgeht. Zum Vergleich: Der Blitzer in der Haßlower Chaussee brachte es im ersten Halbjahr 2015 „nur“ auf 188 Messungen. Landkreisweit blitzte es 2014 an stationären Anlagen 24 689-mal. Zusammen mit den 16 011 mobil geblitzten Überschreitungen gab es insgesamt genau 40 700 Auslösungen.

Von Björn Wagener

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