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Ostprignitz-Ruppin Neuer Chef für die Hochschule in Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuer Chef für die Hochschule in Neuruppin
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00:17 22.06.2016
Dieter Nürnberg bei der Gründung der Medizinischen Hochschule „Theodor Fontane“ Brandenburg 2014 im Festsaal der Ruppiner Kliniken in Neuruppin. Quelle: Peter Geisler/Archiv
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Neuruppin

Die Medizinische Hochschule Brandenburg in Neuruppin bekommt zwei Jahren nach ihrem Start einen neuen Chef. Gründungsdekan Dieter Nürnberg wird Ende August aus dieser Funktion entlassen, neuer Dekan und zugleich Geschäftsführer der kommunalen Hochschule wird ab 1. September der emeritierte Universitäts-Professor Edmund Neugebauer. Das hat der Fakultätsrat der Hochschule am Donnerstagabend beschlossen.

Der Fakultätsrat ist das höchste akademische Gremium der Hochschule, ihm gehören neben Mitarbeitern auch Studenten an. Die fünf Gesellschafter der Hochschule müssen dem Wechsel an der Spitze noch zustimmen: die Ruppiner Kliniken in Neuruppin, das Städtische Krankenhaus Brandenburg (Havel), die Immanuel-Diakonie in Berlin-Buch, die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin und die Stadtwerke Neuruppin. Hochschulsprecher Eric Hoffmann geht aber davon aus, dass die Zustimmung nur ein Formalie ist: „Das war natürlich vorher abgesprochen.“

Viel Lob für den Gründungsrektor aus Neuruppin

Dieter Nürnberg (63) hat die Hochschule maßgeblich aus der Taufe gehoben. Er hat sich persönlich sehr für die Universität stark gemacht, auch gegen Skeptiker beim Land. „Ohne Professor Nürnberg würde es die MHB nicht geben“, lobt Gabriele Wolter, die Chefin des Städtischen Krankenhauses in Brandenburg, sein Engagement. „In den vergangenen 20 Monaten ist Großes gelungen“, bescheinigt Joachim Schindler von der Immanuel-Diakonie Dieter Nürnberg.

Aber auch das überschwängliche Lob für Nürnbergs Einsatz kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es hinter den Kulissen der Hochschule offenbar seit Längerem brodelt, und das in mehreren Beziehungen. In der Stadt Brandenburg macht sich Frust darüber breit, dass sich die Hochschule bisher fast nur auf Neuruppin konzentriert; Brandenburg (Havel) wird deshalb im Zusammenhang mit der Ärzteausbildung selten genannt. Allerdings war es von Anfang an das Konzept der Hochschule, dass die ersten Semester der Ausbildung in Neuruppin stattfinden und die Studenten erst später nach Brandenburg und an andere Kliniken wechseln.

In Brandenburg (Havel) macht sich langsam Frust breit

Frust gibt es offenbar auch beim Personal. Die Hochschule hat zwar inzwischen 28 eigene Professoren eingestellt. Ein Großteil der Ausbildung wird allerdings von Ärzten der Ruppiner Kliniken geleistet. Viele fühlen sich überfordert, zumal sie schon der Job im Krankenhaus an die Grenzen bringt.

Inwieweit diese Probleme jetzt zum Wechsel auf dem Chefsessel geführt haben, bleibt offen. Offiziell geht es um eine Neuausrichtung der Hochschule: Vor allem der Bereich Forschung soll verstärkt werden – darin hat Edmund Neugebauer viel Erfahrung. Der 66-Jährige hat einen Lehrstuhl für Chirurgische Forschung an der Universität Witten/Herdecke und ist dort Leiter des Instituts für Forschung in der Operativen Medizin. Mit der MHB ist er als Mitglied des Hochschulbeirates von Anfang an fest verbunden.

Nürnberg bleibt der Hochschule auch nach dem 1. September als Professor weiter erhalten. Er leitet zudem den Förderverein und soll den Bereich Gastroenterologie als Teil der Inneren Medizin aufbauen.

Von Reyk Grunow

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