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Neuer Entwurf für Windplan erst im März

Ostprignitz-Ruppin Neuer Entwurf für Windplan erst im März

Bevor der neue Regionalplan Wind für Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel ausgelegt wird, soll ein Rechtsgutachter noch offene Fragen klären. Dabei geht es um Ausnahmen von Regeln, die die Regionale Planungsgemeinschaft selbst aufgestellt hat. So sollen neue Windparks einen Mindestabstand von fünf Kilometer zu bestehenden haben.

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Immer mehr Windräder sollen errichtet werden.

Quelle: Jens Büttner

Neuruppin. Der zweite Entwurf des Regionalplanes Wind für Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel wird frühestens im März 2017 von der Regionalversammlung verabschiedet und dann für die Öffentlichkeit ausgelegt. Bis dahin erhofft sich Chefplaner Ansgar Kuschel noch Hinweise von einem Rechtsgutachter zu offenen Fragen. Dabei geht es um Abweichungen zu den Leitlinien, die die Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel selbst aufgestellt hat. So sollen beispielsweise neue Windparks einen Mindestabstand von fünf Kilometern zu bestehenden Windparks haben. Der Gutachter soll klären, unter welchen Umständen von dieser Regelung abgewichen werden darf. Betroffen davon ist unter anderem ein Windpark, der an der Kreuzung von der B 5 und der B 107 in Schrepkow (Prignitz) geplant ist, sagte Kuschel am Mittwoch.

Maximalgröße überschritten

Geprüft werden soll ebenfalls, ob die mit 750 Hektar festgelegte Maximalgröße von Windparks in den drei Landkreisen überschritten werden darf. Grund: Nach den jetzigen Plänen könnten bei Karstädt in der Prignitz bald auf einer Fläche von 840 Hektar Windräder stehen. Nicht zuletzt geht es darum, wie weit Dörfer von Anlagen umzingelt werden dürfen. Das könnte beispielsweise Dabergotz drohen.

Um alle offenen Fragen zu klären, will sich der Planungsausschuss am 17. Januar nochmals gründlich mit dem zweiten Entwurf des Regionalplanes Wind beschäftigen und vom Gutachter vorgeschlagene Korrekturen in das Papier aufnehmen. Der Regionalvorstand will den gesamten Entwurf dann bei zwei Sitzungen im Februar unter die Lupe nehmen, dann soll im März die Regionalversammlung über das Papier befinden. Der Regionalplan Wind soll den Bau von Windrädern regulieren und dafür geeignete Gebiete ausweisen. Kommt der Plan nicht, dürften fast überall außerhalb von Ortschaften die bis zu 200 Meter großen Energieriesen errichtet werden.

Der gültige Windplan ist veraltet

Der jetzt gültige Windplan ist veraltet und entspricht nicht mehr den Erfordernissen. So wurde der Mindestabstand von Windrädern zu Häusern im Jahr 2003 beispielsweise mit 500 Metern festgelegt. Das soll sich ändern. Bis auf wenige Ausnahmen soll der Mindestabstand künftig 1000 Metern betragen.

Von Andreas Vogel

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