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Ostprignitz-Ruppin Neuer Geschäftsführer für die Musikkultur
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuer Geschäftsführer für die Musikkultur
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00:18 04.09.2016
Thomas Falk freut sich auf seine neue Aufgabe in Rheinsberg. Quelle: Josephine Mühln
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Rheinsberg

Ein Schlüssel für die Haustür fehlt noch, der Türcode sitzt ebenfalls noch nicht am ersten Arbeitstag – und so muss der neue Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft Musikkultur Rheinsberg klingeln, um nach einem kurzen Fotoshooting im Freien wieder ins Haus zu kommen. Thomas Falk sieht’s gelassen. „Ist ja schön, dass ihr mich wieder reinlasst“, sagt er zu seinen Kollegen und lacht. Der Berliner hat am Donnerstag offiziell die Nachfolge von René Serge Mund angetreten, der die Geschicke des Hauses in den vergangenen zweieinhalb Jahren geleitet hat.

Auf seinem Schreibtisch habe er am Morgen statt eines Computers einen Stapel Unterlagen vorgefunden, die er nun erstmal durcharbeiten müsse, erzählt der 47-Jährige. Die Übergabe mit seinem Vorgänger sei ideal gelaufen. „Seitdem feststand, dass ich den Posten übernehme, haben wir alles Stück für Stück geregelt“, sagt Falk. Er habe auch bereits als Gast bei Personalgesprächen und Gesellschafterversammlungen dabei sein können und sei in alle wesentlichen Dinge einbezogen worden. „Das lief wirklich toll“, fasst Falk zusammen.

Strukturelle Fragen des Hauses sind zu klären

Er empfinde es als großen Vorteil, dass er von hier ist, sagt der ehemalige Geschäftsführer des Verbandes der Musik- und Kunstschulen Brandenburgs. Dank seiner bisherigen Arbeit – er führte den Verband seit 1991 – verfüge er bereits über zahlreiche Kontakte in die Politik oder zu verschiedenen künstlerischen Leitern. „Ich habe mich in Rheinsberg nie fremd gefühlt“, sagt Falk. „Natürlich ist anfangs ein leicht mulmiges Gefühl da und man fragt sich, wie man anfangen und mit wem man zuerst sprechen soll.“ Wichtig sei ihm schließlich auch gewesen zu erfahren, was die Mitarbeiter wollen. „Denn neue Besen kehren zwar gut, aber nicht, wenn sie einfach draufloskehren“, sagt der Projektleiter der Jungen Philharmonie Brandenburg.

In seiner neuen Position gehe es nach wie vor darum, strukturelle Fragen des Hauses zu klären, das 2014 aus der Fusion von Kammeroper und Musikakademie entstanden ist. So sollen die Buchhaltung zusammengeführt und Grenzen zwischen Kammeroper und Akademie weiter aufgeweicht werden. „Natürlich sollen beide Häuser künstlerisch eigenständig bleiben“, betont Falk. „Aber wir müssen mehr organisatorische Synergien schaffen.“ Auch wolle er bald mit Bürgermeister Jan-Pieter Rau sprechen, um das gemeinsame Marketing von Stadt und Gesellschaft Musikkultur auszubauen.

Thomas Falk hat an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin Tuba studiert, später hatte er dort auch einen Lehrauftrag inne. Er habe in Rheinsberg eine Vorarbeit vorgefunden, mit der er nur zufrieden sein könne. „Und dann kam am Montag ja noch die positive Nachricht, dass wir zusätzliches Geld bekommen“, sagt Falk. Da nämlich hatte der Bund bekannt gegeben, dass er die Musikakademie wieder fördern will und ihr in den nächsten drei Jahren insgesamt 300 000 Euro zur Verfügung stellt. Das Geld soll für verschiedene Projekte genutzt werden, die über drei Jahre laufen. Die Anträge dafür seien bereits gestellt. „Einen besseren Einstieg kann es nicht geben“, sagt Falk.

Umzug nach Rheinsberg nicht ausgeschlossen

Wichtig sei ihm auch, dass das Schlosstheater stärker als Veranstaltungsort wahrgenommen werde, sagt Falk. „Das ist eine wahre Perle.“ Alle Einrichtungen in der Stadt müssten sich gegenseitig unterstützen, damit Rheinsberg als Rheinsberg wahrgenommen werde – mit all seinen Institutionen. Eine der ersten Fragen, die ihm bezüglich seiner neuen Position außerdem gestellt wurde, sei die nach der Anbindung an Berlin gewesen. Auch diesem Thema werde er sich als Geschäftsführer widmen, verspricht Thomas Falk.

„Ich habe mich ein bisschen wie ein Pferd vor einem Rennen gefühlt und mich wirklich auf den heutigen Tag gefreut“, sagt Falk. „Denn alle haben mir vermittelt, dass sie sich auf die Zusammenarbeit mit mir freuen.“ Es sei schön, dass er keine großen Baustellen vorgefunden habe. Der neue Mann an der Spitze lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern derzeit noch in Pankow – der Wunsch, nach Rheinsberg zu ziehen, sei aber durchaus vorhanden, sagt er.

Von Josephine Mühln

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