Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Neuer Glanz fürs gesamte Bollwerk

Neuruppin Neuer Glanz fürs gesamte Bollwerk

Die Stadtwerke bauen die Beleuchtung an der Neuruppiner Uferpromenade aufwändig um. Die alten Laternen und Leuchten werden verschwinden und durch moderne ersetzt. Das Ganze basiert auf Ideen von Studenten aus Wismar. Die angehenden Lichtdesigner kommen jedes Jahr nach Neuruppin.

Voriger Artikel
Hölzernes Übungspferd für Reiterhof
Nächster Artikel
Landrat fordert ganzjährigen Bahnbetrieb

Gräben ziehen sich quer über das Neuruppiner Bollwerk, wo Kabel für die neuen Leuchten verlegt werden müssen.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die alten Lampen haben ausgedient. Viele waren ohnehin kaputt: entweder weil Wasser in die eigentlich dichten Gehäuse eingedrungen ist oder weil sie wieder einmal von Rowdys zerschlagen wurden. Zuletzt haben die Stadtwerke in die Beleuchtung am Neuruppiner Bollwerk nur noch das Allernötigste gesteckt. Jetzt wird aber richtig geklotzt. In wenigen Wochen soll das gesamte Neuruppiner Bollwerk in neuem Licht erstrahlen. Die Arbeiten dafür sind in vollem Gange.

„Wir ersetzen die alten Strahler durch neue mit LED-Technik“, sagt Thomas Mackut von den Stadtwerken. Die bisherigen Bodenstrahler waren beim Komplettumbau des Bollwerks Mitte der 90er Jahren eingebaut worden. Lange haben sie ihren Dienst getan, doch zuletzt kam es immer wieder zu Ausfällen. Oft gingen die Glühlampen kaputt oder die Gehäuse wurden mit Gewalt zerstört.

Die neuen Bodenstrahler sind robuster. Sie bestehen zum großen Teil aus dickem Metall, und im Inneren werkeln Hochleistungsleuchtdioden statt herkömmlicher Glühlampen. Die LEDs brauchen zum einen viel weniger Strom als die alten Lampen und sollen zum anderen viele Jahre halten, ohne ausgetauscht werden zu müssen. Die neue Technik soll außerdem noch ein schöneres Licht produzieren.

Thomas Mackut und seine Kollegen von den Stadtwerken bauen derzeit die neue Bodenstrahler entlang der Stadtmauer ein

Thomas Mackut und seine Kollegen von den Stadtwerken bauen derzeit die neue Bodenstrahler entlang der Stadtmauer ein.

Quelle: Peter Geisler

Sämtliche Lampen, Strahler und Laternen am Bollwerk werden in den nächsten Tagen abgebaut. Kabelgräben ziehen sich schon quer über die gepflasterten Stufen, wo Leitungen für die neuen, modernen Leuchten verlegt werden müssen. Die heruntergekommenen Pollerlampen direkt am Wasser werden nicht ersetzt. Statt der Kugelleuchten auf den Lampenmasten sollen Leuchten aufgestellt werden, die ein indirektes Licht auf den Boden werfen und auch den Weg bis ans Ufer ausleuchten werden.

Seit 2013 gibt es einen großen Plan für die Beleuchtung der Stadt

Die neuen Laternen entsprechen dem „Masterplan“ für die Beleuchtung der Stadt, den der Lichtdesigner Michael Rohde und seine Kollegen schon 2013 für Neuruppin ausgearbeitet hatten. Rohde ist Professor in Wismar und kommt seit Jahren mit Studenten zu Lichtworkshops nach Neuruppin. In der Fontanestadt können die jungen Leute ihre Ideen in der Praxis testen. Jedes Jahr kommen hunderte Neuruppiner, um sich anzusehen, was die Studenten erarbeitet haben. Auch in diesem Jahr sind sie wieder in der Fontanestadt und stellen ihr neues Projekt am Freitag, 17. November, vor – unter anderem am Bollwerk.

„Aber die Workshops der Lichtdesignstudenten sind natürlich nicht nur zur Belustigung der Bevölkerung da“, sagt Bürgermeister Jens-Peter Golde. Die Ideen der Studenten haben auch einen sehr praktischen Nutzen für Neuruppin. Das wollen die Stadtwerke jetzt am Seeufer demonstrieren.

Ob die Arbeiten beendet sind, bis die Studenten ihr neues Projekt vorstellen, kann Daniel Rütz, der Elektromeister der Stadtwerke, derzeit noch nicht sagen: „Wir versuchen, so weit zu kommen wie möglich.“ Die neuen Laternen sind bestellt, aber offenbar gibt es Lieferprobleme bei der modernen Technik.

Von Reyk Grunow

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg