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Ostprignitz-Ruppin Neuer Milchviehstall in Dreetz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuer Milchviehstall in Dreetz
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00:17 13.06.2016
Mittagessen im Rinderstall: So bald wird sich die Gelegenheit nicht wieder ergeben. Nächste Woche ziehen die Tiere ein. Quelle: Alexander Beckmann
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Dreetz

Das wird es wohl so bald nicht wieder geben: Mittagstisch im Kuhstall. Die Dreetzer hatten am Freitag Gelegenheit dazu. Bei einem Tag der offenen Tür präsentierte die Agrargenossenschaft „Rhinluch“ Dreetz ihren nagelneuen Milchviehstall. Die Kühe sollen erst kommende Woche einziehen.

Zuvor gab es am Freitag die Gelegenheit, die Bedingungen für die Tiere mal genau unter die Lupe zu nehmen. Schon um die Mittagszeit nutzten das Dutzende Dreetzer. Schließlich hatten einst viele von ihnen selbst in der Genossenschaft, der damaligen LPG, gearbeitet.

Mit den Umständen von einst lässt sich der neue Stall kaum noch vergleichen. Der Bau ist hell und beeindruckend weit. Je nach Wetterlage lassen sich die Wände komplett öffnen. Viele einst arbeitsaufwendige Tätigkeiten laufen mit technischer Unterstützung oder sogar ganz automatisch ab.

Detlef Peter (l.) erklärte den Besuchern die Abläufe der Milchproduktion. Quelle: André Reichel

Großes Interesse zeigten die Besucher auch am erst vor gut einem Jahr installierten Melkkarussell, an der Aufbereitung und Lagerung der Milch und an den Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

Als Chef des Unternehmens gab sich Detlef Peter alle Mühe, die vielen Fragen zu beantworten. Und immer wieder nahm er gute Wünsche entgegen: „Viel Erfolg und einen guten Milchpreis!“

Selten zuvor erhielt die Agrargenossenschaft für ihre Milch so wenig Geld wie gegenwärtig. Als man vor drei, vier Jahren den Bau des neuen Stalls anschob, sei das noch nicht abzusehen gewesen, berichtet Detlef Peter. Andernfalls hätte das Unternehmen wohl auf die Großinvestition verzichtet. So bleibe nun bloß die Hoffnung, dass die Milchpreise wieder steigen.

Zumindest teilweise auf Eis gelegt sind jedenfalls die Pläne für die Verwendung der beiden alten Ställe aus den 70er Jahren, die mit dem Umzug der Kühe in den Neubau nun frei werden. „Der eine soll für Jungrinder genutzt werden und der andere vielleicht zum Abkalben“, sagt Detlef Peter. Doch wie sich das weiter entwickelt, hänge entscheidend von der wirtschaftlichen Situation der Agrargenossenschaft ab.

Die 38 Mitarbeiter der Agrargenossenschaft „Rhinluch“ liefern jährlich rund 5,5 Millionen Liter Milch. Hinzu kommen Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Futtermais, Raps, Möhren, Kartoffeln und Triticale.

Von Alexander Beckmann

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