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Ostprignitz-Ruppin Neuer Parkplatz für alte Grabsteine
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuer Parkplatz für alte Grabsteine
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14:42 21.04.2016
Ortsvorsteher Wilfried Havemann zeigte dem Ortsbeirat auf dem Friedhofsplan, wo die Grabsteine abgelegt werden sollen. Quelle: Christian Bark
Gadow

Eine „besinnliche Ecke“ auf Gadows Friedhof soll nach Worten von Ortsvorsteher Wilfried Havemann künftig als Platz für die übrig gebliebenen Grabsteine bereits eingeebneter oder auslaufender Gräber dienen. Diese Ecke befindet sich gleich neben der Trauerhalle auf Kirchengrund. Wie der Ortsbeirat jedoch auf seiner jüngsten Sitzung am Montag betonte, stellt dieser Punkt kein Problem da, die Kirche habe nichts dagegen.

Auf dem Friedhof in Berlinchen gibt es bereits eine Grabsteinablage. Quelle: Björn Wagener

Seit Jahren gibt es nämlich einen Vertrag zwischen der Kirche und der Stadt Wittstock über die Nutzung des Areals. Laut Vertrag darf die Gemeinde diese Fläche unentgeltlich für ihre Zwecke nutzen, ist jedoch für deren Instandhaltung mit allen Rechten und Pflichten verantwortlich. Über den Platz für die Ablage habe der Ortsbeirat bereits Ende vergangenen Jahres befunden, wie Havemann informierte. Dabei sei sich einstimmig für den „Kirchenacker“ ausgesprochen worden. Zumal auf diesem keine Beisetzungen mehr stattfänden. Am Montag bestätigten die Beiratsmitglieder dann noch mal im Beisein von Wittstocks Bauamtsleiter Friedhelm Kanzler ihren Beschluss.

„Es wird eine Art Denkmal, eine Erinnerung an verstorbene Verwandte, deren Gräber aber offiziell nicht mehr existieren“, kündigte Havemann an. Grabsteine sollen aneinandergereiht auf dem schattigen Platz aufgestellt werden betonte. Die Kosten müsse die Stadt tragen.

Leute bewahren Grabsteine derweil zuhause auf

Beispiele für einen solchen Grabsteinparkplatz gibt es Havemann zufolge bereits in den Wittstocker Ortsteilen. Zu Beispiel in Berlinchen, Freyenstein oder Wulfersdorf. Bei letzterer Ablage sei sogar kräftig von privater Seite Geld für das Vorhaben geflossen.

Auch in Gadow gibt es den Worten von Ortsbeirätin Carola von Noroczinski nach Bedarf für eine Grabsteinablage. „Einige Leute haben die Steine erstmal mit zu sich nach Hause genommen“, sagte sie. Diese warteten jetzt natürlich ungeduldig auf eine alternative Lagerungsmöglichkeit für die steinerne Erinnerung an ihre Vorfahren.

Von Christian Bark

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