Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Neuer Parkplatz für alte Grabsteine

Gadow plant Grabsteinablage Neuer Parkplatz für alte Grabsteine

Auf dem Gadower Friedhof sollen Angehörige für die Grabsteine eingeebneter oder auslaufender Gräber künftig einen Platz finden. In Ortsteilen wie Freyenstein, Wulfersdorf oder Berlinchen gibt es so etwas schon. Vorgesehen in Gadow ist dafür eine Fläche direkt neben der Leichenhalle. Die gehört jedoch nicht der Stadt Wittstock, sondern der Kirche.

Wittstock 53.2045159 12.5538862
Google Map of 53.2045159,12.5538862
Wittstock Mehr Infos
Nächster Artikel
Breddiner malen Bilder vom Planeten Noytja

Ortsvorsteher Wilfried Havemann zeigte dem Ortsbeirat auf dem Friedhofsplan, wo die Grabsteine abgelegt werden sollen.

Quelle: Christian Bark

Gadow. Eine „besinnliche Ecke“ auf Gadows Friedhof soll nach Worten von Ortsvorsteher Wilfried Havemann künftig als Platz für die übrig gebliebenen Grabsteine bereits eingeebneter oder auslaufender Gräber dienen. Diese Ecke befindet sich gleich neben der Trauerhalle auf Kirchengrund. Wie der Ortsbeirat jedoch auf seiner jüngsten Sitzung am Montag betonte, stellt dieser Punkt kein Problem da, die Kirche habe nichts dagegen.

Auf dem Friedhof in Berlinchen gibt es bereits eine Grabsteinablage

Auf dem Friedhof in Berlinchen gibt es bereits eine Grabsteinablage.

Quelle: Björn Wagener

Seit Jahren gibt es nämlich einen Vertrag zwischen der Kirche und der Stadt Wittstock über die Nutzung des Areals. Laut Vertrag darf die Gemeinde diese Fläche unentgeltlich für ihre Zwecke nutzen, ist jedoch für deren Instandhaltung mit allen Rechten und Pflichten verantwortlich. Über den Platz für die Ablage habe der Ortsbeirat bereits Ende vergangenen Jahres befunden, wie Havemann informierte. Dabei sei sich einstimmig für den „Kirchenacker“ ausgesprochen worden. Zumal auf diesem keine Beisetzungen mehr stattfänden. Am Montag bestätigten die Beiratsmitglieder dann noch mal im Beisein von Wittstocks Bauamtsleiter Friedhelm Kanzler ihren Beschluss.

„Es wird eine Art Denkmal, eine Erinnerung an verstorbene Verwandte, deren Gräber aber offiziell nicht mehr existieren“, kündigte Havemann an. Grabsteine sollen aneinandergereiht auf dem schattigen Platz aufgestellt werden betonte. Die Kosten müsse die Stadt tragen.

Leute bewahren Grabsteine derweil zuhause auf

Beispiele für einen solchen Grabsteinparkplatz gibt es Havemann zufolge bereits in den Wittstocker Ortsteilen. Zu Beispiel in Berlinchen, Freyenstein oder Wulfersdorf. Bei letzterer Ablage sei sogar kräftig von privater Seite Geld für das Vorhaben geflossen.

Auch in Gadow gibt es den Worten von Ortsbeirätin Carola von Noroczinski nach Bedarf für eine Grabsteinablage. „Einige Leute haben die Steine erstmal mit zu sich nach Hause genommen“, sagte sie. Diese warteten jetzt natürlich ungeduldig auf eine alternative Lagerungsmöglichkeit für die steinerne Erinnerung an ihre Vorfahren.

Von Christian Bark

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg