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Ostprignitz-Ruppin Neuer Partner soll Autohof an der A24 bauen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuer Partner soll Autohof an der A24 bauen
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12:32 11.05.2017
Bisher gibt es erst sehr wenige Tankstellen für Wasserstoff, zwischen Hamburg und Berlin nicht eine einzige. Quelle: dpa
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Neuruppin

In das umstrittene Bauvorhaben für einen Autohof in der Nähe der Autobahnabfahrt Neuruppin kommt wieder Bewegung. Zuletzt war es so lange still um das Vorhaben, das mancher schon glaubte, es sei gestorben. Tatsächlich soll der Autohof an der B 167 zwischen Bechlin und der A 24 weiterhin gebaut werden – wenn auch von einem anderen Investor.

2014 hatte der französische Mineralölkonzern Total Neuruppin um die Erlaubnis gebeten, bei Bechlin einen neuen Autohof errichten zu dürfen. Damals schien die Zeit zu drängen. Das Vorhaben sollte so schnell wie irgend möglich über die Bühne gehen. Total argumentierte, dass Fördermittel des Bundes verloren gehen könnten, wenn das Projekt nicht im Eilzugtempo umgesetzt wird.

Der Autohof sollte Teil eines Modellvorhabens zur Förderung von Wasserstoffantrieben werden. Um Wasserstoffautos auf langen Strecken testen zu können, fehlt bisher in Deutschland ein Netz von Tankstellen. In Berlin gibt es welche, in Hamburg ebenso, dazwischen aber nicht. Bei Neuruppin wollte Total die einzige Wasserstofftankstelle entlang der A 24 zwischen den beiden Großstädten errichten.

Auf den Rasthöfen an der A24 reicht der Platz nicht aus

Auf den Rasthöfen an der Autobahn war angeblich kein Platz für eine Wasserstofftankstelle, deshalb kam die Idee auf, einen Autohof zu errichten. Der sollte die üblichen Kraftstoffe bieten, aber auch alternative Tankmöglichkeiten. Anfang 2015 wollte der Mineralölkonzern Total mit dem Bau beginnen, im September 2016 sollte der Autohof eigentlich schon fertig sein.

Tatsächlich wurde bisher nur geplant. Um eine Baugenehmigung zu bekommen, brauchen die Investoren einen Bebauungsplan und den muss die Stadt aufstellen. Grundsätzlich ist Neuruppin dazu auch bereit. Allerdings fehlte bisher ein Vertrag mit dem Investor, heißt es aus dem Rathaus, weshalb der begonnene Bebauungsplan bis heute nicht beschlossen ist.

Total hält an dem Vorhaben fest und hat inzwischen sogar einen weiteren Partner mit ins Boot geholt. Zweiter Investor ist nun die Straßenverkehrsgenossenschaft (SVG). Die Genossenschaft ist ein Dienstleister im Transportgewerbe. Deutschlandweit betreibt sie mehr als 20 Autohöfe. „SVG investiert in die Verkehrsfläche und die Errichtung der Gebäude, Total trägt die Investitionen in Tankanlagen und Tanktechnik – sowohl für konventionelle Kraftstoffe, als auch für Wasserstoff als Teil künftiger Elektromobilitätsmodelle“, teilt Burkhard Reuss von Total Deutschland mit. „Dies bedeutet nicht, dass Total sich aus dem Projekt zurückzieht, vielmehr zeigt das Engagement der genossenschaftlichen Vertretung des regionalen Speditionsgewerbes, wie wichtig und interessant dieses Projekt für brandenburgische Unternehmen ist“, so Reuss.

50 Stellplätze für Lastwagen und ein Parkplatz für Pendler

„Es ist unstrittig, dass eine gewisse zeitliche Verzögerung eingetreten ist“, sagte Neuruppins Baudezernent Arne Krohn jetzt im Bauausschuss der Stadt. Doch jetzt soll es vorangehen. Die SVG will die Rolle des Vorhabenträgers von Total übernehmen und damit auch sämtliche Verträge mit der Stadt, so Krohn: „Die Vereinbarungen sind im Grunde klar.“

16 Stellplätze für Pkw sind vorgesehen und bis zu 50 für Lastwagen. Das Land Brandenburg hat sich bereit erklärt, den Bau eines Pendlerparkplatzes zu finanzieren. An der B 167 werden zwei Bushaltestellen entstehen. Die Kosten von rund 15 000 Euro übernimmt die Stadt. Außerdem ist eine Mittelinsel geplant, damit Fußgänger leichter und sicherer über die Bundesstraße kommen.

Ursprünglich wollte Total den Autohof in Dabergotz bauen. Die Gemeindevertreter dort hatten das Vorhaben aber abgelehnt.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Textes hatte wir irrtümlich berichtet, Total Deutschland sei als Investor aus dem Projekt ausgestiegen. Das ist nicht der Fall. Das Unternehmen ist weiter beteiligt, es gibt jetzt aber einen zweiten Investor.

Von Reyk Grunow

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