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Ostprignitz-Ruppin Neuer Service soll Wartezeiten verkürzen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuer Service soll Wartezeiten verkürzen
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00:17 29.10.2016
Landrat Reinhardt (SPD, l.) mit Redouane Dzair Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Darf ich hier in Deutschland arbeiten? Wird mein Aufenthaltstitel verlängert? Und welche Leistungen stehen mir eigentlich zu? Um Antwort auf diese und viele ähnliche Fragen zu bekommen, mussten Asylbewerber bisher bis zu drei Stunden warten, wenn sie zu den Sprechtagen dienstags und donnerstags in die Kreisverwaltung in die Heinrich-Rau-Straße gingen. Denn die Mitarbeiter der Ausländerbehörde kamen mit dem Beantworten der Fragen sowie dem Bearbeiten und Ausfüllen der jeweiligen Anträge kaum hinterher. Die Folge: Bis zu 80 Leute warteten in den Fluren darauf, bis sie endlich an der Reihe waren.

Das stundenlange Warten soll nun vorbei sein: Der Kreis hat gleich im Eingangsbereich einen sogenannten Servicepunkt Asyl mit zwei Mitarbeitern eingerichtet. An diesem sollen schnell zu beantwortende Fragen sofort geklärt werden, bei anderen Fällen die Ratsuchenden gleich an den zuständigen Mitarbeiter vermittelt werden. Sprachprobleme will der Kreis weitgehend mit Hilfe von mehrsprachigen Mitarbeitern vermeiden. Redouane Dzair gehört dazu. Der gebürtige Algerier, der seit 14 Jahren in Deutschland und seit 2004 in Neuruppin lebt, spricht neben Deutsch, Französisch und Englisch ebenfalls Arabisch mit verschiedenen Dialekten.

Hinweise gibt es jetzt auch auf Arabisch. Quelle: Vogel

„Wir haben uns bei dem System an dem orientiert, was auch bei den Jobcentern und im Arbeitsamt üblich ist“, sagte Gisela Welder, Sachgebietsleiterin in der Ausländerbehörde, am Mittwoch bei der Präsentation des neuen Servicepunktes. An diesem wird gerade ein elektronisches Terminvergabesystem eingerichtet. Ratsuchende, die ein Terminkärtchen haben, können sofort zu ihrem Berater gehen und müssen nicht erst am Servicepunkt eine Nummer ziehen und warten, bis sie an der Reihe sind.

Kreis investiert mehr als 360 000 Euro für neue Büros

Landrat Ralf Reinhardt (SPD) zeigte sich von dem neuen Verfahren sehr angetan. „Bisher haben wir viel improvisiert.“ Nun komme die Verwaltung dazu, wieder in einem bürokratisch-geordneten Rhythmus zu arbeiten. „Das ist ein Schritt zurück zum Normalbetrieb“, so Reinhardt. Das gilt nicht allein für die Ausländerbehörde. Vielmehr haben sich ebenfalls die Arbeitsbedingungen für das Jugendamt verbessert: 30 Mitarbeiter konnten in den vergangenen Tagen in 25 Büros im Dachgeschoss umziehen. Diese waren zuvor jahrelang von einer großen Versicherung genutzt worden. „Das Jugendamt war schon längst an seine Platzgrenzen gekommen“, sagte Landrat Reinhardt. Zum einen, weil die Behörde immer mehr Projekte zu betreuen hat, zum anderen weil die Zahl der Beratungsfälle steigt.

In den vergangenen Monaten waren deshalb die Räume im Dachgeschoss für 360 000 Euro umgebaut und saniert worden: Wände wurden gedämmt, die Technik auf den aktuellen Stand gebracht, aus einem Großraum entstanden vier kleine Büros. Derzeit wird die Brandschutzanlage noch erneuert. Das kostet nochmals knapp 150 000 Euro. „Wir müssen uns an die Vorschriften für öffentliche Gebäude mit Besucherverkehr halten“, betonte Reinhardt. Immerhin verlangt das der Kreis als untere Bauaufsicht ebenfalls von anderen – und kontrolliert das auch.

Von Andreas Vogel

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