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Neuer Termin nach Puppentheater-Absage

Neustadt Neuer Termin nach Puppentheater-Absage

Ein Puppentheater wurde unlängst abgesagt in Neustadt. Doch das sorgte erst recht für Theater, und zwar unter der Bevölkerung. Die Verwaltung zog dabei viel Unmut auf sich. Doch auch der Veranstalter hat offensichtlich seinen Anteil an der Aufregung. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab: Es gibt einen neuen Termin für die Aufführung von „Rotkäppchen und der Wolf“.

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Die alten Plakate lassen sich wiederverwenden. Sie werden mit einem Aufkleber samt neuem Aufführungsort und Datum versehen.

Quelle: Matthias Anke (Repro)

Neustadt. Am Donnerstag, 15. September, gastiert das Ensemble „Berliner Puppenkoffer “ mit dem Stück „Rotkäppchen und der Wolf“ in Neustadt. Es beginnt um 17 Uhr im Saal der Gastwirtschaft „Olafs Werkstatt“ an der Robert-Koch-Straße und ist geeignet für Kinder ab drei Jahren.

Puh! Das hat dann also gerade noch mal geklappt. Die Freude bei vielen Eltern und deren Kindern dürfte groß sein, dass es diesen Termin gibt. Denn ein erster Versuch scheiterte bekanntlich vorige Woche (MAZ berichtete). Der Auftritt war für Dienstag in der Aula der Homburg-Schule vorgesehen, er wurde dem Veranstalter am Freitag zuvor jedoch seitens des Amtes Neustadt als Schulträger abgesagt: Es gab wohl nur eine mündliche Absprache. Dann jedoch fiel auf, dass wegen der alljährlich in den Sommerferien erfolgenden Grundreinigung die Aula nicht hergegeben werden könne.

Trubel vor allem in einer Neustädter Facebook-Gruppe

Diese Absage erreichte den Veranstalter zu kurzfristig, wie er der MAZ erklärte, um eine Ausweichmöglichkeit zu finden. Folglich sollen 40 bis 50 Kinder mit deren Eltern auf den Auftritt gewartet haben. Auch Richard Kraus vom „Berliner Puppenkoffer“ fuhr sicherheitshalber hin: „Von Reinigungsarbeiten war dort aber nichts zu sehen.“ In der Folge taten Eltern ihren Unmut über die Verwaltung via Internet kund. Auch Kraus äußerte sich nun in dieser Neustädter Facebook-Gruppe. Demnach sei es ihm schon zu viel gewesen, dass er es sein musste, welcher „der Stadt vorschlug, einen Alternativgastspielort anzubieten. Leider war die Stadt nicht in der Lage, etwas zu organisieren“. Bemühungen seinerseits schlugen fehl, „weil man niemanden telefonisch erreichte“.

War es schlicht Pech? Schließlich schreibt Kraus auch, dass er seinen Job „nicht erst seit gestern“ macht: „Wir sind deutschlandweit unterwegs in größeren Städten und haben mit so einigen Verwaltungen und Bezirksämtern zutun.“ Offensichtlich aber gab es bislang nirgendwo ein solches Problem.

Amtsverwaltung weist Vorwürfe zurück und zeigt sich bemüht

Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs stellt sich dennoch schützend vor seine Verwaltung und gab der MAZ gegenüber zugleich auch zu, dass der Vorgang „unglücklich gelaufen“ sei. Deshalb aber eine solche Wut auf das Amt zu haben, könne er nicht nachvollziehen. Es gebe jedenfalls keinen Grund, weshalb das Amt vorsätzlich eine Kinderveranstaltung verhindert haben sollte, sagt er. Auch verwehrt er sich gegen die im Internet laut gewordenen Vorwürfe, es werde nicht genügend für Kinder unternommen. Fuchs führt dabei nicht die neuen Spielplätze im Gebiet oder die laufenden, umfangreichen Investitionen in die Kitas oder das anstehende Großprojekt rund um die Homburg-Schule auf, sondern vor allem das Freibad als zu rettendes Freizeitangebot. Es ist zwar geschlossen wegen seines maroden Zustands. „Wir sind aber intensiv dabei, eine Lösung zu finden. Das Bad öffnet dann auch wieder. Wir tun alles Menschenmögliche dafür“, versichert Dieter Fuchs. Haben die Bemühungen Erfolg, könnte am Ende also alles zu einem glücklichen Ende finden. Wie bei Rotkäppchen. Und noch dazu in der Realität.

Richard Kraus zumindest klingt bereits etwas glücklicher. „Den Raum in Olafs Werkstatt bekommen wir kostenfrei zur Verfügung gestellt“, sagte er am Mittwoch. Bisherige Unkosten lassen sich zudem minimieren. Auf die alten Plakate brauche er jetzt ja nur noch Aufkleber mit neuem Ort und Datum draufsetzen und den Hinweis: „Und jetzt doch!“

Von Matthias Anke

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