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Ostprignitz-Ruppin Neues Bürgerzentrum wird teurer als geplant
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neues Bürgerzentrum wird teurer als geplant
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00:17 23.07.2016
Möglicherweise lässt sich die Verzögerung bei den Arbeiten noch aufholen. Quelle: Celina Aniol
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Rheinsberg

Die Arbeiten am neuen Rheinsberger Bürgerzentrum liegen drei Monate hinter dem ursprünglich veranschlagten Zeitplan zurück – gleichwohl rechnet Monika Platz vom Sanierungsträger DSK damit, dass das Bürgerzentrum, in das auch das Rathaus einziehen wird, Ende 2017 fertig sein könnte.

„Die Verzögerung lässt sich mit etwas Glück aufholen“, sagte Platz am Montagabend den Stadtverordneten. Demnach sollen bis Jahresende die Arbeiten an der Gebäudehülle sowie der Außenputz und die Fenster fertiggestellt werden. Dann könnten die Maler beginnen. Parallel soll im September mit dem Einbau der Haustechnik begonnen werden. Im nächsten Jahr könnten alle Arbeiten abgeschlossen werden, so dass Ende August, Anfang September das Bürgerzentrum mit Mobiliar ausgestattet würde. Die Kosten für das neue Bürgerzentrum bezifferte Platz mit 7,7 Millionen Euro. Das liegt deutlich über der Schätzung aus dem Jahre 2011. Damals war Rheinsberg noch von Gesamtkosten von 5,2 Millionen Euro ausgegangen. Allerdings waren das reine Baukosten, die Kosten für das Mobiliar waren dabei nicht berücksichtigt.

Für die Ausstattung sind 400 000 Euro veranschlagt

Für die Ausstattung des Bürgerzentrums sind aktuell 400 000 Euro veranschlagt. Diese Kosten sind nicht förderfähig, betonte Platz. Das gilt ebenso für die Planungsleistungen (rund 40 000 Euro), die Klimatechnik für den Server (105 000 Euro), die Informationstechnik (80 000 Euro) und die Arbeiten in der etwa 50 Quadratmeter großen Hoffläche des Bürgerzentrums (48 000 Euro). Ob das nicht problematisch für den Haushalt wäre, wollte Petra Pape von der Fraktion BVB Freie Wähler/FDP wissen. Die nicht förderfähigen Kosten seien seit Langem bekannt und im Etat eingeplant, beruhigte Kämmerer Andreas Neubert. Das Gros der Kosten übernehmen mit 5,6 Millionen Euro Bund und Land, Rheinsberg ist mit einem Eigenanteil von 1,4 Millionen Euro für die förderfähigen Arbeiten dabei. Hinzu kommen die nicht förderfähigen Kosten in Höhe von insgesamt 700 000 Euro.

Zweite Baugenehmigung war notwendig

Für die Bauverzögerungen war es laut Stadtentwicklungsreferent Thomas Lilienthal auch deshalb gekommen, weil die Baugenehmigung schon gut fünf Jahre alt ist. Dadurch konnte nicht auf alle Veränderungen, die im Laufe der Arbeiten eintraten, eingegangen werden. Das betrifft Arbeiten an der historischen Decke, dem Zustand der Balkenköpfe im Fußboden und dem Austausch von Baumaterial. Deshalb musste die Stadt eine zweite Baugenehmigung beantragen. Da diese nun vorliegt, sollen die Arbeiten nun weitergehen. Auf Antrag von Frank-Rudi Schwochow (BVB Freie Wähler/FDP) soll jetzt bei jeder Sitzung der Stadtverordneten über den aktuellen Stand der Arbeiten am neuen Bürgerzentrum informiert werden.

Von Andreas Vogel

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