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Neues Feuerwehrhaus

Flecken Zechlin Neues Feuerwehrhaus

Zu niedrig, zu schmal, zu marode: Das Feuerwehrhaus in Flecken Zechlin ist schon seit über einem Jahrzehnt ein Problemfall. Jetzt will die Stadt knapp eine Million Euro investieren und dort ein neues Gebäude errichten. Die Sanierung kommt nicht in Frage, weil das aktuelle Haus nicht der Kommune gehört.

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Die alten Fahrzeuge passten in die Garage des Flecken Zechliner Feuerwehrhauses. Die neuen aber sind viel höher und viel breiter – also soll ein Neubau her.

Quelle: Jürgen Rammelt

Flecken Zechlin. Die Stadt Rheinsberg will in Flecken Zechlin ein neues Feuerwehrgebäude für voraussichtlich knapp eine Million Euro bauen. „Das alte entspricht nicht den technischen Anforderungen“, sagt Bürgermeister Jan-Pieter Rau. Dieses zu sanieren, lohne sich aber nicht, da das Haus nicht der Stadt gehört. An welchem Standort der Neubau entstehen soll, das steht noch nicht fest. „Darüber müssen wir noch diskutieren“, so Rau. Immerhin gebe es in Flecken Zechlin noch etwa drei städtische Grundstücke, die in Frage kommen.

Die Planungen für das neue Haus, die insgesamt 55 000 Euro kosten sollen, werden bereits in diesem Jahr erledigt. Dafür hat die Stadt 25 000 Euro als Eigenanteil vorgesehen. Eine Zusage über Fördergeld gibt es noch nicht. Rheinsberg will dennoch mit dem Planen loslegen und die ersten Schritte aus eigener Tasche bezahlen, wie der Kämmerer Andreas Neubert sagt. Das sei notwendig. Denn damit die Stadt überhaupt die Förderung für das neue Haus beantragen kann, muss sie schon die ersten Entwürfe vorlegen. 2016 hat die Kommune bereits 20 000 Euro für die Untersuchung ausgegeben, ob ein Kauf des alten Gebäudes und seine Sanierung oder ein Neubau die bessere Variante ist. Trotz des für die Stadt eindeutigen Ergebnisses der Studie sei längst nicht klar, ob das Projekt in Flecken Zechlin finanziell unterstützt wird, so Rau. Denn für eine Gemeinde wie Rheinsberg gebe es im Moment kaum Förderprogramme im Bereich Brandschutz.

Bereits 2006 hat die Feuerwehr-Unfallkasse dem Gebäude in Flecken Zechlin schwerwiegende Mängel bescheinigt. Die Stadt hatte aber in den Folgejahren kein Geld für die Sanierung oder einen Neuanfang. 2009 gab es zwar einen Vorstoß: Rheinsberg versuchte damals, den Landkreis vom Bau einer gemeinsamen Wache für Rettungsdienst und Feuerwehr in Flecken Zechlin zu überzeugen. Der Kreis lehnte aber ab und baute eine Wache in Dorf Zechlin.

Im April vergangenen Jahres fiel das Urteil der Unfallkasse noch schlimmer aus. „Als der Prüfer zu uns kam, schlug er gleich die Hände über dem Kopf zusammen“, berichtet Stadtbrandmeister Fred Kuball. Danach listete er auf drei Seiten die Mängel auf. Das größte Problem: Das Gebäude weist unterschiedliche Höhen auf. Dadurch gibt es Treppen zwischen den Garagen. „Und das ist eine große Gefahrenquelle, wenn die Kameraden zum Einsatz müssen“, so Kuball über die Einheit mit 31 Feuerwehrleuten. Die Stellplätze für die beiden Löschfahrzeuge sind außerdem nicht breit und nicht hoch genug. „Wir klappen schon die Spiegel beim Reinfahren ein und stoßen mit dem Blaulicht an die Decke.“ Zudem fehlen eine Abgasanlage, ein separater Raum für die Jugendfeuerwehr und zeitgemäße Sanitäranlagen.

Von Celina Aniol

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