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Neues Haus für die Storchenschmiede

Linum Neues Haus für die Storchenschmiede

Der Naturschutzstation Storchenschmiede fehlen Räume für Schlecht-Wetter-Angebote. Der Nabu Berlin will deshalb in Linum ein neues Verwaltungs- und Umweltbildungshaus bauen. Ein Teil des Projektes soll über eine Spendenaktion finanziert werden.

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Das Umweltbildungshaus ist marode. Storchenschmiede-Chefin Marion Szindlowski hofft, dass Spenden einen Neubau möglich machen.

Quelle: Frauke Herweg

Linum. In der Werkstatt der Linumer Storchenschmiede ist es eng und dunkel. An der einzigen Werkbank können nur Erwachsene arbeiten. „Mit Kindern können wir hier leider nicht rein“, sagt die Leiterin der Storchenschmiede Marion Szindlowski. Wollen die Mitarbeiter der Storchenschmiede mit jungen Besuchern Nistkästen bauen, müssen sie mit ihnen auf den Hof gehen. „Wir sind eigentlich immer auf gutes Wetter angewiesen.“

Der Nabu Berlin möchte möglichst schnell auf dem Gelände der „Storchenschmiede“ ein neues Verwaltungs- und Umweltbildungshaus bauen. Im derzeit genutzten Haus fehlt nicht nur eine kindgerechte Werkstatt. Auch an Räumen, in denen ehrenamtliche Helfer, Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahrs oder Teilnehmer von Naturcamps gut untergebracht werden könnten, mangelt es. Kommen größere Gruppen zu einem Zelt­lager, müssen sich Jugendliche und Betreuer die einzig vorhandene Dusche teilen. „Das warme Wasser reicht eigentlich nur für zwei mal duschen“, sagt Szindlowski. „Es ist ein Drama.“

Spendenaktion soll Neubau möglich machen

455 000 Euro würden der Abriss des alten und der Bau eines neuen Hauses kosten, hat der Nabu errechnet. 300 000 Euro kommen voraussichtlich vom Nabu-Bundesverband und verschiedenen Stiftungen. Die restlichen 155 000 Euro versuchen die Naturschützer über eine Crowdfunding-Kampagne aufzubringen – eine Spendenaktion, an der sich Naturfreunde noch bis Ende November beteiligen können. Läuft alles wie erhofft, steht das neue Haus zur Kranichsaison 2018.

Die Walchower Architektin Kirsten Rogge hat bereits Pläne für ein neues Verwaltungs- und Umweltbildungshaus entwickelt. Sie zeigen ein 270 Quadratmeter großes, zweistöckiges Haus, das auf den Grundrissen des alten, um 1900 errichteten Gebäudes entstehen soll. Im Erdgeschoss sind eine Kräuterküche, eine kindgerechte Werkstatt sowie Räume für die Umweltbildung und praktische Naturschutzarbeit sowie ein Gemeinschaftsbüro für die Mitarbeiterinnen der Besucherinformation geplant. Oben sollen Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres wohnen oder Helfer und Besuchergruppen untergebracht werden können. Auch Sanitär- und Lagerräume sind vorgesehen.

Brutstätten auch für Schwalben und Stare

Um seinem eigenen Anspruch gerecht zu werden, will der Nabu nachhaltig produzierte Baumaterialien verwenden und Solar- oder Geothermie nutzen. Für Fledermäuse, Schwalben, Stare, Hornissen und andere Arten, die in und an Gebäuden leben, soll es Brut- und Niststätten geben.

„Wir hoffen sehr, dass die Spendenaktion erfolgreich ist“, sagt Szindlowski. Kommen nicht genug Spenden zusammen, müssen die Naturschützer überlegen, ob sie ihr Projekt abspecken oder gar aufgeben. Das wäre fatal, findet die 57-Jährige. „Wir würden gerne mehr Kinder und Jugendliche erreichen.“

Weitere Informationen unter www.berlin.nabu.de. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann eine Spende auch in der Storchenschmiede abgeben – gegen Spendenquittung.

Von Frauke Herweg

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