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Ostprignitz-Ruppin Neues Leben in altem Denkmal
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neues Leben in altem Denkmal
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00:17 14.09.2016
Das Schloss war schon einmal Bibliotheksstandort und ist es heute wieder. Quelle: Christian Bark
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Freyenstein

Das Motto des diesjährigen Tages des Offenen Denkmals ,„Denkmäler gemeinsam erhalten“, wurde das Neue Schloss in Freyenstein besonders gerecht. „Dass das Gebäude heute wieder so schon geworden ist, verdanken wir der gemeinsamen Arbeit vieler Akteure“, erklärte Christine Neumann von der Besucherinformation des Schlosses. Während ihrer anlässlich des Aktionstages angebotenen Führung durch das Gebäude hob sie am Sonntag das Engagement vieler Privatpersonen aber auch die finanzielle Unterstützung der Stadt, des Landes sowie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die den Tag jedes Jahr koordiniert, hervor.

Gemeinsam mit Wittstocks Bauamtsleiter, Friedhelm Kanzler, informierte Neumann auf einem Rundgang über die Geschichte und Sanierung des Schlosses, welches Anfang Juli offiziell der Öffentlichkeit präsentiert werden konnte. In der großen Hofstube sahen die Besucher noch die mit Schliefchen verhangenen Stühle der einen Tag zuvor stattgefundenen ersten standesamtlichen Trauung im Neuen Schloss. „In diesem Jahr werden hier zehn Paare getraut werden“, kündigte Neumann an.

Auch die Damentoilette wurde zum Erlebnis. Quelle: Christian Bark

Über einen Fluchtweg gelangte die Gruppe aus dem Saal direkt unter den Bogen des Stadttores. „Das Tor und die Stadtbefestigung wurden mit dem Schloss kombiniert“, informierte Kanzler. Originell miteinander kombiniert wurden sanitäre Einrichtungen und Kellergewölbe. Davon konnten sich auch die männlichen Teilnehmer der Führung überzeugen, als sie ausnahmsweise mal die Damentoilette betreten durften. Über angebrachte Glasplatten kann nämlich das Gewölbe beim Händewaschen bestaunt werden – durch helle Wandfarben und entsprechende Beleuchtung wirkt dieser Teil des sonst verwinkelten, dunklen und feuchten Kellers überaus freundlich.

Das Neue Schloss

Im frühen 16. Jahrhundert errichtet, diente das Schloss lange Zeit der Adelsfamilie von Winterfeldt als Wohnsitz. 1938 bis 1950 war es ein Schlosshotel, danach Schul-, Bibliotheks- und Schulküchenstandort.


Ab 2011
wurde das Schloss für rund 3,5 Millionen Euro umfassend saniert. Heute beherbergt es eine Bibliothek, Tourist-Info sowie einen Saal für standesamtliche Trauungen und Feiern.

Weniger freundlich, dafür mit viel Potenzial für künftige Vorhaben präsentierte sich der Nebenraum. „Der Raum ist, wenn Geld da ist, noch ausbaufähig“, sagte Kanzler. Vielleicht sogar für einen Weinkeller. Ausbaufähig sind zudem die Räumlichkeiten in der ersten Schlossetage, die ehemaligen Gemächer derer von Winterfeldt. „Später war hier die Aula der Schule untergebracht“, erklärte Neumann. Die mittlerweile in Westdeutschland lebende Adelsfamilie überlege übrigens, ob sie Versammlungen des „Klans“ nicht künftig in Freyenstein abhalten wolle.

Im Keller ist noch viel zu tun. Quelle: Christian Bark

Natürlich durfte bei der Führung auch eine Spukgeschichte nicht fehlen. Denn im Schloss soll eine „weiße Frau“ umgehen. Sie soll 1813 von ihrem Mann, einem französischen Offizier, ermordet worden sein und seitdem zur Geisterstunde Krach machen. „In letzter Zeit machte hier eher die Feuerwehr Krach“, sagte Neumann lachend mit Verweis auf häufige Fehlalarme.

Wenig Krach ist hingegen in der eine Etage höher untergebrachten Bibliothek erwünscht. Bei ihrer Besichtigung staunten die Besucher nicht schlecht und freuten sich über das neue Leben in den alten Gemäuern. „Hier ist das Geld wirklich gut angelegt“, meinte auch Friedhelm Kanzler.

Von Christian Bark

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