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Neues Museumsprojekt in Rheinsberg

Verein will Blockwarte des KKW wieder aufbauen Neues Museumsprojekt in Rheinsberg

Seit 1995 wird das Kernkraftwerk Rheinsberg zurückgebaut. Von dem ersten deutschen KKW wird an dem Standort kaum noch etwas zu sehen sein. Auch deshalb will der Verein Stadtgeschichte Rheinsberg ein Informationszentrum zur Blockwarte des KKW aufbauen. Entstehen könnte es im Hermannshof, der seit 25 Jahren leer steht.

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Bis 2019 wird die Blockwarte noch genutzt. Danach könnte sie in einem Informationszentrum wieder aufgebaut werden.

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Als das „Atomkraftwerk 1“ am 9. Mai 1966 ans Netz geht, ist es eines der größten Prestigeobjekte der DDR. Wie wichtig dem Staat das Rheinsberger Kraftwerk ist, zeigt der Zehn-Mark-Schein. Die Blockwarte des Kernkraftwerkes (KKW) Rheinsberg ist darauf zu sehen – Zeugnis einer Zeit ungebrochenen Technologieglaubens. Welche Bedeutung das KKW hatte, soll künftig eine Ausstellung zeigen. Der Verein Stadtgeschichte Rheinsberg will ein Informationszentrum zur „Blockwarte des KKW Rheinsberg“ aufbauen.

„Ein solches Informationszentrum könnte für Rheinsberg ein enormer Gewinn sein“, sagte Hans-Norbert Gast, der das Projekt am Montagabend im Bau- und Wirtschaftsausschuss erstmals vorstellte. Mit dem Rückbau des Kraftwerkstandortes würden nicht mehr viele Erinnerungsstücke übrig bleiben. Gleichwohl sei das Kraftwerk für das kulturelle Gedächtnis der Stadt sehr wichtig. In einem künftigen Informationszentrum soll deshalb die ehemalige Blockwarte des KKW wieder aufgebaut werden – als Zeugnis einer vergangenen Zeit. „Wer in der Blockwarte steht, fühlt sich zurückversetzt in der 60er-Jahre“, heißt es in einem Grobkonzept des Vereins. Nur so lasse sich die spätere Entwicklung verstehen.

Die Stadt wird das gewünschte Haus nicht verschenken

Den passenden Ort für ein künftiges Informationszentrum glauben die Vereinsmitglieder schon gefunden zu haben – den unweit der Fontanepromenade gelegenen Hermannshof. Der Hof, auf dem zu DDR-Zeiten eine LPG wirtschaftete, steht seit 25 Jahren leer. In einer großen Feldsteinscheune könnte das Informationszentrum entstehen, in dem danebenliegenden Wohnhaus eine Kasse und Arbeitsräume. Noch allerdings ist offen, wie der Verein die Immobilie erwerben kann. Grundstück und Häuser gehören der Stadt. Kämmerer Andreas Neubert schloss am Montag angesichts der knappen Finanzen aus, das Grundstück zu verschenken.

Das hatten Gast und seine Mitstreiter auch gar nicht erwartet. Sie wollen bis Mai kommenden Jahres gemeinsam mit Projektpartnern beraten, mit welchen Fördermitteln sich das Projekt realisieren lässt. Zeit dafür haben sie. Bis 2019 wird die Blockwarte ohnehin noch für den Restbetrieb genutzt. Erst danach könnte sie verlegt werden. Mit dem eigentlichen Aufbau des Informationszentrum rechnen die Vereinsmitglieder erst 2020.

Vor zwei Jahren hatte der Verein in der Rheinsberger Remise die Ausstellung „1955 – Rheinsberg zwischen Blockwarte und Kulturhaus“ gezeigt. „Die Ausstellung war damals ein Riesenerfolg“, sagt Gast.

Von Frauke Herweg

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