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Ostprignitz-Ruppin Neues Projekt: Fontane auf Edelstahl
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neues Projekt: Fontane auf Edelstahl
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00:18 29.05.2017
Die Region will weiterhin vom Ruf Fontanes profitieren. Schon die Skulpturen von Ottmar Hörl sorgten 2016 für Schlagzeilen Quelle: Julian Stähle
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Neuruppin/Protzen

Pünktlich vor Beginn des Fontanejahres 2019 soll in 29 Orten der einstigen Herrschaft Ruppin je eine Fontane-Stele aufgestellt werden. Jede soll zwar 2,50 Meter hoch und einen Meter breit sein und zudem mit biografischen Daten des märkischen Dichters versehen sein, der am 30. Dezember 1819 in Neuruppin das Licht der Welt erblickte – gleichwohl sollen sich die Stelen unterscheiden.

Der Eigenanteil je Kommune liegt vermutlich bei 900 Euro

„Auf der einen Seite wird es jeweils ein Zitat aus den „Märkischen Wanderungen“ zu dem jeweiligen Ort geben“, sagt Kerstin Pein. Die Referentin für Kulturmarketing bei der Wirtschaftsfördergesellschaft REG hat das Konzept für die Stelen erarbeitet, das derzeit in den Orten vorgestellt und diskutiert wird. Immerhin sollen sich die Kommunen mit 25 Prozent an den Kosten für die Stele beteiligen. Wenn die anderen 75 Prozent über das Leader-Programm gefördert werden, bliebe ein Eigenanteil von vermutlich 900 Euro je Stele, die aus Edelstahl sein soll. Trotz der Kosten ist das Projekt „vom Grundsatz her“ von allen Kommunen begrüßt worden, sagt Pein. Auch Protzens Ortsbeirat sprach sich jetzt für die Stele aus. „Wir sehen das positiv, weil dadurch der Bekanntheitsgrad von Protzen steigen kann“, sagte Ortschef Dieter Sarnow. Lediglich beim genauen Standort für die Stele sind sich die Protzener noch nicht ganz einig. Sollte sie auf dem Dorfplatz vor der Kirche stehen oder vor dem Gutshaus, in dem der Ortsbeirat tagt und in dem sich auch das kleine Museum befindet?

Die Orte entscheiden selbst über den genauen Standort

„Die Orte entscheiden selbst, wo die Stele stehen soll“, sagt Pein. Sie hofft, dass der Leader-Verein am 15. September über den Förderantrag für das Projekt befinden wird. Doch selbst wenn der Antrag erst im März nächsten Jahres bewilligt werden sollte, bliebe laut Pein genügend Zeit, um alle 29 Stelen noch im nächsten Jahr zu errichten. Neben Protzen sind derartige Kunstwerke beispielsweise auch in Binenwalde, Fehrbellin, Garz, Gentzrode, Karwe, Kränzlin, Molchow, Radensleben, Rheinsberg, Stendenitz und Zermützel sowie in Gransee, Meseberg und in Zernikow in Oberhavel geplant. Schließlich setzt die ganze Region darauf, dass zum 200. Geburtstag des großen Dichters möglichst viele neugierige Besucher kommen, die sich selbst ein Bild von den Orten in der Mark zu machen wollen, die Fontane einst in seinen „Wanderungen“ mehr oder weniger beschrieben hat.

Protzen bezeichnete der Dichter beispielsweise als „ein wohlhabendes Luch- und Torfdorf“, dessen adliges Gut einige Jahrhunderte einer „Familie von Protzen“ gehörte, bevor es von den Gadows und danach der Familie Quast übernommen wurde.

Im einstigen Gutshaus von Protzen ist ein kleines Museum untergebracht. Quelle: Peter Geisler

Von Andreas Vogel

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