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Neujahrsempfang in Wusterhausen

Ehrenamt, Politik und Wirtschaft Neujahrsempfang in Wusterhausen

Traditionell veranstalten in Wusterhausen der Gewerbeverein der Stadt und die Gemeinde zusammen einen Neujahrsempfang. Politik und Wirtschaft kommen dabei miteinander ins Gespräch und Ehrenamtler werden geehrt. Ein großes Thema war in diesem Jahr die Unterbringung von Flüchtlingen auf dem Gemeindegebiet.

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Die Gäste aus der polnischen Partnerstadt, Dolmetscher Martin Andreas (l.) und Bürgermeister Bartlomiej Kucharyk denken gern an den Besuch beim Erntefest in Ganzer im Sommer zurück und wollen dieses Jahr auch wieder zum Feiern kommen.

Quelle: Sandra Bels

Wusterhausen. Es war ein Dialog zwischen Wirtschaft und Politik und ein besonderer Abend für die Ehrenamtler. Viel besser als Petra Lausch, Bürgermeisterin von Edewecht, hätte man den Neujahrsempfang der Gemeinde Wusterhausen und des Gewerbevereins der Stadt am Freitagabend in Ribbes Partyhaus wohl nicht beschreiben können. Edewecht ist Wusterhausens Partnerstadt. Dort bewegen die Menschen derzeit die gleichen Fragen wie an der Dosse. Wie geht es weiter mit den Flüchtlingen? Petra Lausch erwartet viel mehr Unterstützung von Bund und Land. „Ohne Geld können die Landkreise keine vernünftigen Rahmenbedingungen schaffen“, sagte sie.

Bärbel Hartwig ehrte Helmut Klohs für sein Engagement um Museum

Bärbel Hartwig ehrte Helmut Klohs für sein Engagement um Museum.

Quelle: Sandra Bels

Ihr Amtskollege aus Wusterhausen Roman Blank sieht das ebenso. Dabei sei es bei der Unterbringung von Flüchtlingen nie um das „Ob“ gegangen, sondern um das „Wie“. „Ich kann heute sagen, dass vieles konstruktiv gelöst werden konnte“, so Blank. Der Landkreis setze weiter das Vorhaben um, auf dem Gelände des Übergangswohnheims in der Seestraße vom Eigentümer weitere Unterkünfte errichten zu lassen. Die Gemeindevertreter waren zwar dagegen, doch liegt die Entscheidungshoheit allein beim Landrat. Blank hofft auch, dass sich der Landkreis stärker um die Integration der Flüchtlinge kümmern wird. Es gehe auch darum, die Einheimischen mitzunehmen. „Unsere Begegnungscafés sind ein kleiner, erfolgreicher Schritt in diese Richtung“, sagte er und dankte in diesem Zusammenhang den vielen Ehrenamtlern, die sich auch in diesem Bereich engagieren.

Astrid Hohmann lobte alle Ehrenamtler für ihre Arbeit

Astrid Hohmann lobte alle Ehrenamtler für ihre Arbeit.

Quelle: Sandra Bels

Zwei von ihnen wurden stellvertretend für alle beim Empfang geehrt. Es sind Hannelore und Lothar Schmidt. Sie engagieren sich von Beginn an bei der Flüchtlingsbetreuung. Hannelore Schmidt gibt unter anderem Deutschunterricht. Ihr Mann hat bereits Praktikumsplätze für die Flüchtlinge organisiert. Nicht nur Roman Blank dankte ihnen. Eine kleine Laudatio auf Deutsch hielt auch der Eritreer Berhane Guebremichael. Geehrt wurde auch Erika Lugauer. Die pensionierte Deutschlehrerin ist seit 16 Jahren Lesepatin in der Bibliothek und engagiert sich bei Bibliotheksfesten.

Die Vorsitzende der Gemeindevertretung Astrid Hohmann ermunterte alle Ehrenamtler weiterzumachen. „Ohne Sie wäre unsere Gemeinschaft um so vieles ärmer“, sagte sie. „Politik und Wirtschaft brauchen das Engagement der Bürger.“ Astrid Hohmann fasste zusammen, dass die jetzige Gemeindevertretung seit ihrer Wahl mehr als 100 Beschlüsse gefasst hat, unter anderem zur Städtepartnerschaft mit dem polnischen Przytoczna. Deren Bürgermeister Bartlomiej Kucharyk dankte für die Zusammenarbeit. Beide Seiten wollen sie weiter ausbauen.

Klassisches boten Fernando LOher und Lukas Sabionski

Klassisches boten Fernando LOher und Lukas Sabionski.

Quelle: Sandra Bels

Ein großes Vorhaben für 2016 ist aber der Beginn der Rathaussanierung. Ziel der Verwaltung ist es, ihren Sitz bis 2018 barrierefrei zu gestalten und die Räume in einen zeitgemäßen Zustand zu versetzen. Bürgermeister Blank blickte auch auf die Investitionen des vergangenen Jahres zurück. So wurde die Sanierung der Kita Nackel abgeschlossen. Die Investition sei im wahrsten Sinne des Wortes auf fruchtbaren Boden gefallen: Die Kita ist bis auf den letzten Platz belegt und bereits jetzt für das nächste Schuljahr ausgebucht. Auch das Feuerwehrgerätehaus in Brunn ist fertig. Trotz knapper Kasse konnten weiterhin viele kleine Maßnahmen umgesetzt werden, wie der neue Schwimmsteg am Volksgarten, der Gehwegbau in der Kyritzer Straße und die Installation einer LED-Beleuchtung und einer Brandmeldeanlage in der Dossehalle.

Von Sandra Bels

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