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Ostprignitz-Ruppin Neujahrsschießen: Schützen begrüßen 2018
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neujahrsschießen: Schützen begrüßen 2018
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00:18 10.01.2018
Weißer Dampf: Ein Kanonenschuss soll die bösen Geister des alten Jahres vertreiben. Quelle: Frauke Herweg
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Fehrbellin

Kanonendampf in weiß, blau, rot – die Fehrbelliner Schützengilde hat am Sonntag das neue Jahr mit drei Kanonenschüssen begrüßt. Monotone Trommelschläge hatten die Männer zuvor angekündigt. Dann waren die Brandenburger – blaue Uniformjacken, weiße Gamaschen, schwarze Hüte – auf dem Rathausplatz erschienen. Mit 50 Gramm Schwarzpulver wird die kleine Haubitze geladen, mit 200 die große Kanone. Rums!

Seit inzwischen zehn Jahren marschieren die Schützen vor dem Rathaus auf, um die bösen Geister des alten Jahres zu vertreiben. Mit der 800-Jahr-Feier ein sehr turbulentes 2017 für Fehrbellin, so Ortsbürgermeister Jürgen Sternbeck. Ein großer Erfolg für die Rhinstadt sei die Eröffnung des neues Hortes im November gewesen. „Wir können jetzt 88 zusätzliche Kinder aufnehmen und haben in einer Rekordzeit bauen können.“

Blaue Uniformjacken, weiße Gamaschen, schwarze Hüte: Die Schützengilde marschiert auf. Quelle: Frauke Herweg

Weniger glücklich ist Fehrbellins Ortsbürgermeister mit der Sanierung der Landesstraße. Im November hatte der Landesbetrieb auf der Ortsdurchfahrt eine neue Asphaltdecke aufgetragen. „Die Ausführung ist Käse“, kritisiert Sternbeck. „Da hat uns das Land verschaukelt.“ Die Gullydeckel lägen zu tief und müssten angehoben werden, teilweise gäbe es Kanten in Bordsteinnähe. Zwar hatte Sternbeck den Landesbetrieb vor Weihnachten um Nachbesserungen gebeten. Ein konkrete Antwort, wann die nach Sternbecks Einschätzung noch ausstehenden Restarbeiten erledigt werden, hatte er jedoch nicht bekommen. „Ich hoffe, das passiert bevor im Frühjahr der Autobahnbau losgeht“, sagt er. „Sonst haben wir hier ein Chaos.“

Zuletzt hatte sich Sternbeck auch darüber geärgert, dass auf der neuen Straße teilweise große Pfützen standen. „Möglicherweise lag das an nicht gereinigten Gullys“, sagt Sternbeck. Inzwischen seien die Gullys gesäubert. „Wir müssen sehen, ob das was gebracht hat.“

Hoch die Vorderlader: Die Schützengilde begrüßt das neue Jahr mit drei Schüssen. Quelle: Frauke Herweg

2017, so Sternbeck, sei für die Schützen, aber auch die vielen Verein, die sich für die 800-Jahr-Feier engagierten, ein aufreibendes Jahr gewesen. „Ich danke allen, die diese Feier möglich gemacht haben“, sagte Sternbeck. Trotz Festvorbereitungen seien die Schützen in ihren historischen Uniformen zu vielen Treffen mit anderen Schützen gereist – in ganz Brandenburg und auch in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir waren überall dabei und sind sehr gefragt“, sagt Sternbeck. Im kommenden Jahr wollen die Schützen es etwas ruhiger angehen lassen. Ein großes Fest steht nicht an. Treffen mit anderen Schützen schon. Selbstverständlich.

Von Frauke Herweg

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