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Ostprignitz-Ruppin Neujahrsspaziergang führte durch Altstadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neujahrsspaziergang führte durch Altstadt
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17:07 01.01.2018
Mit Stadtführern wie Klaus-Dieter Mascheski (vorne links) ging es durch Wittstocks historisches Zentrum. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Einen besseren Start ins neue Jahr 2018 konnte es für Tamara Jantz nicht geben. Gut eine Stunde Stadtführung erwartete sie und weitere gut 150 Teilnehmer am Neujahrsspaziergang am Montagmittag. „Ich lebe schon seit 18 Jahren in Wittstock, habe aber noch nie daran teilgenommen“, gab Tamara Jantz zu. Um 13 Uhr hatten sich die Spaziergänger an der Touristinformation am Walter-Schultz-Platz getroffen. Die Stadtführer Klaus-Dieter Mascheski, Renate Ecke, Ute Mentzel und Peter Krause streiften mit den Teilnehmern, die in drei Gruppen eingeteilt waren, durch die Altstadt.

„Es ist schön zu sehen, wie die Stadt in den vergangenen Jahren saniert wurde“, sagte Fritz Kaping aus Bonn, der über die Festtage seinen Bruder in Liebenthal besucht hatte. „Wir wollen Wittstock zu Beginn des Jahres mal entschleunigt auf uns wirken lassen“, kündigte Peter Krause an. Mit Klaus-Dieter Mascheski ging es zum Beispiel entlang der Stadtmauer in Richtung Amtshof der Bischofsburg. Dabei konnten seine Zuhörer auch einen Blick auf das künftige Gelände der Landesgartenschau (Laga) werfen, die 2019 in Wittstock stattfinden wird. „Der Amtshof wird Hauptveranstaltungsort der Laga sein“, kündigte der Stadtführer an. Kurzerhand wurde der Gruppe noch ein Gang über den Hof des Teschow’schen Hauses ermöglicht. Über die Burgstraße ging es über den Rosenwinkel in Richtung Baustraße. Interessiert schauten die Teilnehmer auf zum Teil gut sanierte Häuser und Gebäude, die kurz vor dem Verfall stehen.

Bei bestem Neujahrswetter ging es quer durch die Altstadt. Zum Beispiel entlang der Stadtmauer in Richtung Amtshof.

„Viele Sanierungsprojekte waren mal Visionen, die nun Realität geworden sind“, sagte Klaus-Dieter Mascheski und verwies auf zahlreiche private Bauherren, die historische Wohnhäuser wieder schick gemacht hätten. Er lobte aber auch die Stadt und ihre Wohnungsverwaltungsgesellschaft GWV, die zahlreiche Projekte in der Vergangenheit angepackt hätten – künftig stünden noch der Bahnhof sowie die alte Tuchfabrik am Dosseteich als große Vorhaben auf dem Plan.

Ein Bauvorhaben, dass laut Klaus-Dieter Mascheski „glücklicherweise“ nie umgesetzt werden konnte, sie die Errichtung einer stalinistischen Prachtstraße entlang der Gröperstraße gewesen. „Dann würden Heilig-Geist-Kirche und Gröpertor heute wohl nicht mehr stehen“, vermutete der Stadtführer.

Am Ende der Tour erwartete die Teilnehmer eine Stärkung im Hotel „Röbler Thor“, wo es warme Getränke und Speisen gab.

Von Christian Bark

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