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Neun Häuser in der Röbeler Vorstadt wie neu

 Neues Heizwerk für Wittstocker Wohngebiet Neun Häuser in der Röbeler Vorstadt wie neu

Die ersten beiden Blöcke im Wohngebiet aus den 1930er Jahren in Wittstock sind fast fertig modernisiert. Bis zum Jahresende sollen alle saniert sein und aus dem neuen, standortnahen Blockheizkraftwerk der Wohnungsgesellschaft GWV versorgt werden. Dann könnten die Betriebskosten für die Mieter weiter sinken.

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In der nächsten Woche soll das neue Heizhaus an der Röbeler Straße bereits ein Dach bekommen und dann rücken auch schon die Heizwerkausrüster an. GWV-Geschäftsführer Hans-Jörg Löther (2.v.l.) überzeugt sich selbst vom Baustand.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Wittstock. Endlich ist es sommerlich warm. Die Mieter der Gebäude- und Wohnungsverwaltung (GWV) Wittstock im Wohngebiet Röbeler Vorstadt freuts, denn jetzt können sie auf Heizwärme verzichten. Trotz der verlängerten Heizperiode durch den kühlen Frühling haben sie bei den Betriebskosten für Heizwärme durch bloßen Betreiberwechsel in GWV-Eigenregie bei der Heizwärmeversorgung eingespart. Im vergangenen Jahr haben die meisten Mieter eine Rückerstattung bekommen, sagt der GWV-Geschäftsführer Hans-Jörg Löther.

Die Wärmeversorgung soll noch günstiger für die Mieter werden. Dafür wird im Auftrag der GWV eine neue Heizzentrale für ein Blockheizwerk gebaut. Ab Anfang Juli soll dieser Neubau überdacht sein und eine Woche später werden die ersten Anlagen für das moderne Blockheizkraftwerk anrollen. Das kann bei Bedarf erweitert werden und hat Potenzial für die Verbindung mit anderen Energieträgern. „Im September wird das Blockheizkraftwerk mit zwei Wärmeerzeugern und Generatoren auf Erdgasbasis betriebsbereit sein und die Röbeler Vorstadt versorgen“, sagt beim Baurapport der Wittstocker Planer und Architekt Bernd Abel.

Bis Jahresende sollen alle Häuser saniert sein

Der Geschäftsführer Hans-Jörg Löther von der Gebäude- und Wohnungsgesellschaft in Wittstock kündigt an: „Wir werden es schaffen, dass bis zum Jahresende alle neun Wohnblöcke energetisch aufgewertet sind und vor dem nächsten Winter die Wärmeversorgung im neuen Blockheizkraftwerk für über 400 Wohnungen gesichert ist. Dafür wird die neue Wärmetrasse im Wohngebiet verlegt“, sagt Löther. Die alte Trasse hat ein Leck, nach dem schon oft und lange, aber immer ergebnislos gesucht worden war. Das verursacht jedoch Wärmeverluste und Zusatzkosten. Deshalb werden diese Leitungen, aber auch überflüssige andere leitungssysteme gekappt und verplombt „Mit der neuen Wärmeleitungstrasse kann das nicht mehr passieren. In der Ummantelung sind Signalleitungen eingelassen, die jederzeit Lecks orten lassen“, freut sich der GWV-Chef über diese wartungsfreundliche Technik. Er bestätigt anfängliche Mieterkritiken über die Farbgestaltung auf den Fassaden der ersten zwei modernisierten Wohnblöcke. „Ich vertraue dem Gesamt-Farbkonzept der beauftragten Architektin. Sie hat ein Gespür dafür“, bestärkt der GWV-Chef die Expertin Anette Abel bei der Umsetzung. Striche auf Fassadenfeldern symbolisieren die für diese in den 1930er bis 1960er Jahren gebauten Häuser typischen Fensterläden.

Jedes der neun Häuser in der Röbeler Vorstadt in Wittstock bekommt nach der energetischen Sanierung ein neues Farbbild

Jedes der neun Häuser in der Röbeler Vorstadt in Wittstock bekommt nach der energetischen Sanierung ein neues Farbbild.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

„Elf Millionen Euro werden wir in diesem Jahr insgesamt in der Röbeler Vorstadt in die Modernisierung und Wohngebietsaufwertung investieren und das Ziel für dieses Jahr auch schaffen“, ist sich Hans-Jörg Löther sicher. Das Geld hatte das Land für das Stadtumbau-Pilotprojekt bis zum Jahr 2020 in Wittstock und für drei weitere Städte in Brandenburg bereit gestellt, die auch entsprechende Eigenmittel dazu geben konnten und eine Kooperationsvereinbarung mit dem Land über ihre Vorhaben abgeschlossen hatten.

In den neuen Heiztrassen gibt es Leckage-Signalleitungen, damit Schäden schnell gefunden werden können

In den neuen Heiztrassen gibt es Leckage-Signalleitungen, damit Schäden schnell gefunden werden können.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Wenn es bei den jetzt ständig stattfindenden Einzelauftragsvergaben zwischenzeitlich zu Finanzierungsengpässen kommen sollte, ist der GWV schnelle Unterstützung aus dem Bauministerium zugesichert. Denn dass in einem alten und oft vergrößertem Wohngebiet mit vielen unbekannten Leitungstrassen und -verläufen auch planerische Unwägbarkeiten mit Zusatzkosten entstehen, war zwar vorhersehbar, aber nicht berechenbar. Die Regenwasserentsorgung ist so ein Problem. Die Leitungen sind extrem versandet. Deshalb wurde ein ganze Kanal parallel an der Röbeler Straße schon erneuert. Außerdem ist die Altbausubstanz im Fundamentbereich schlecht abgedichtet worden. Diese Mängel könnten mit einem Schlag, mit extra geschaffenen Versickerungsflächen und außerdem zwei geplanten große Regenwassersammelbecken behoben werden. Die Wasserbecken wu die in eine ürden in eine neue Parklandschaft integriert. „Wenn die Finanzierung sicher ist, könnte in der Dosserenaturierung auch ein durchgängiger Weg neben der Dosse von der Altstadt durch unser Wohngebiet bis nach Alt Daber abseits von der Straßen das Wohngebiet aufwerten“, sagt Geschäftsführer Löther. Das Wohngebiet sei bereits attraktiver, aufgeräumter, heller, farbiger und wohnlicher. Das sei ihm von vielen Mietern schon bestätigt worden.

Von Gerd-Peter Diederich

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