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Ostprignitz-Ruppin Neun Millionen Euro für Baumaßnahmen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neun Millionen Euro für Baumaßnahmen
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15:42 04.10.2017
Staatssekretärin Ines Jesse beim Rundgang durch das Wohngebiet. Rechts: Hans-Jörg Löther, links: Architekt Bernd Abel. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Fördermittelbescheide in Höhe von insgesamt neun Millionen Euro überbrachte Ines Jesse, Staatssekretärin des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, am Mittwoch an Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann und Hans-Jörg Löther, Geschäftsführer der Gebäude- und Wohnungsverwaltung (GWV). 5,8 Millionen Euro davon sind für die Städtebauförderung vorgesehen. Zu den wichtigsten Projekten zählen dabei die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes in Wittstock und Sicherungs- und Rückbauarbeiten an der alten Tuchfabrik, die einmal zum Schulstandort ausgebaut werden soll. Die restlichen 3,2 Millionen Euro fließen in den dritten Bauabschnitt der Wohnumfeldverbesserung im Wohngebiet Röbeler Vorstadt. Dort hat die GWV 542 Wohnungen im Bestand.

Günstigster Fernwärmepreis im Land

Bereits nach den ersten beiden Bauabschnitten hat sich das Gesicht des Wohngebietes wesentlich zum Positiven verändert. Überall gibt es jetzt Balkone oder Terrassen. Auch in die Dämmung der Häuser, in Straßenbau und in ein neues Blockheizkraftwerk wurde investiert. „Unser Fernwärmepreis ist der günstigste in ganz Brandenburg“, sagt Hans-Jörg Löther und verweist zudem auf die beachtliche Umweltbilanz. Denn der Kohlendioxidausstoß sei gegenüber den Zeiten, in denen mit Öfen geheizt wurde, um 95 Prozent gesenkt worden. Diese Entwicklung wird offenbar honoriert. Denn es sei eine „große Resonanz“ auf die Wohnungen zu verzeichnen. Leerstand gebe es zum Teil nur noch dort, wo noch nicht saniert wurde. Der dritte Bauabschnitt werde im Sommer 2018 beendet und der sich anschließende vierte und letzte spätestens 2020.

Beim Rundgang Fische gefüttert

„Für uns als Land Brandenburg ist es sehr wichtig, dass die Menschen überall gut wohnen können. Und dazu gehört es, den Städtebau zu fördern. Was bisher in Wittstock erreicht wurde, ist sehr gut gelungen“, sagte Ines Jesse. Um sich davon persönlich zu überzeugen, unternahm die Politikerin gemeinsam mit Gehrmann, Löther sowie Architekten und Planern am Mittwoch einen Rundgang durch die Röbeler Vorstadt. Es ging entlang der Karl-Liebknecht-Straße, deren Sanierung fast beendet ist, und vorbei am mächtigen Rückhaltebecken. es nimmt Regenwasser von den Straßeneinläufen auf, damit sich dort Sedimente absetzen können, bevor das Wasser in die Vorflut der Dosse geleitet wird. Kurze Stopps wurden am neu angelegten Koi-Teich und am Ufer der Dosse eingelegt. Im kommenden Jahr solle laut Hans-Jörg Löther ein Verbindungsweg zwischen der Röbeler Vorstadt und der Innenstadt geschaffen werden, was die Wohnqualität ein weiteres Stück erhöhe.

Von Björn Wagener

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