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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: 1,84 Millionen fürs Fontanejahr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: 1,84 Millionen fürs Fontanejahr
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19:57 14.06.2016
Das Fontanedenkmal in Neuruppin. 1819 wurde der Schriftseller in Neuruppin geboren. Ob er die Stadt mochte, ist umstritten. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin/Potsdam

Seit gestern ist es klar: Neuruppin kann bei der Organisation des Fontanejahres 2019 mit mehreren Hunderttausend Euro aus Potsdam rechnen. Insgesamt wird die Landesregierung 1,84 Millionen Euro ab 2017 für Veranstaltungen zum 200. Geburtstag des großen märkischen Dichters bereitstellen. Das gab Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in der Landeshauptstadt bekannt.

Mit wie viel Geld Neuruppin rechnen kann, ist zwar noch unklar. Ministeriumssprecher Stephan Breiding geht aber davon aus, dass „ein erheblicher Teil“ der 1,84 Millionen in die Fontane­stadt fließen wird. Schließlich soll Neuruppin im Jahr 2019 der zentrale Ort der Fontanefeiern werden. Das hatte der Landtag auf Antrag von SPD und Linken am Freitag beschlossen.

Neuruppin wird 2019 zentraler Ort der Fontanefeiern

„Brandenburg wird das Zentrum und Neuruppin das Zentrum im Zentrum“, so Stephan Breiding. Denn klar ist schon jetzt, dass das große Fontanejubiläum nicht nur in der Mark gefeiert wird. So plant etwa das Goethe-Institut in London 2019 eine eigene Veranstaltungsreihe und die Organisatoren des Landes sind gerade dabei, weitere Partner im In- und Ausland mit ins Boot zu holen.

Für Martina Münch ist Theodor Fontane „einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller“. Mit seinen Büchern habe er ganz entscheidend das Bild von Brandenburg geprägt – und das bis heute, lange nach seinem Tod. Unter dem Titel „Fontane.200“ soll Fontane bundesweit und darüber hinaus wieder stärker ins Blickfeld der Menschen gerückt werden. „Das Jubiläum wird das Land in all seinen Facetten berühren – von der Kultur und Wissenschaft über die Schule bis hin zum Tourismus“, so die Ministerin.

Nach der Eröffnungsfeier am 19. März folgen neun Monate Kultur

Die offizielle Eröffnungsveranstaltung des Fontanesjahres 2019 soll in Neuruppin stattfinden – am 19. März, 200 Jahre nachdem die Familie Fontane in Neuruppin eingetroffen ist. In den neun Monaten darauf sind hunderte Veranstaltungen in ganz Brandenburg geplant. Ihren Abschluss finden die Feiern am 30. Dezember, dem Tag, an dem Heinrich Theodor Fontane 1819 in Neuruppin geboren wurde.

In Neuruppin ist 2019 die zentrale Leitausstellung des Landes geplant, die Leben und Werk Fontanes „im Spiegel des 21. Jahrhunderts“ zeigen soll, heißt es aus dem Kulturministerium. In einem „Fontane Camp“ sollen sich Jugendliche aus ganz Deutschland mit Fontanes Themen und Arbeitsweisen auseinandersetzen. Und schließlich ist vorgesehen, die Fontane-Festspiele „in einem neuen und ausgeweiteten Format“ stattfinden zu lasen.

2019 sind Fontane-Festspiele mit neuen Ideen gefragt

Mitte Juli wollen sich die vier künstlerischen Leiter der Festspiele – Otto Wynen, Uta Bartsch, Frank Matthus und Peter Böthig – mit der Stadtverwaltung treffen, um zu betraten, was das heißen könnte. „Es reicht jedenfalls nicht aus, das, was wir bisher in fünf Tagen gemacht haben, auf fünf Monate auszuweiten“, sagt Otto Wynen. Für 2019 sind viele neue Ideen gefragt.

Auch außerhalb Neuruppins soll sich alles um Fontane drehen. Das Filmmuseum Potsdam plant eine landesweite Filmreihe, die Universität Potsdam wird das Jubiläum wissenschaftlich begleiten. Die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte wird ihre Kampagne „Kulturland Brandenburg“ mit mehr als 200 Veranstaltungen unter das Motto „Fontane.200“ stellen. Eine Herausforderung wird, die vielen kleinen Orte einzubeziehen, die Fontane in seinen Romanen beschrieben hat.

Von Reyk Grunow

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