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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: 16 Neue an der Universität
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: 16 Neue an der Universität
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17:36 09.10.2015
Taschen aus Neuruppin verteilte Dekan Dieter Nürnberg (r.) gestern an die neuen Psychologiestudentinnen und -studenten. Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

Nein, Neuruppin ist keine Großstadt. Und ja, es fehlt noch an vielem, was man sich unter echtem Studentenleben vorstellt. Im Herbst und im Winter kann die Stadt auch nur bedingt mit ihrer Landschaft und dem beeindruckenden See punkten. Bei jungen Menschen, die nach dem Abitur zum ersten Mal nach Neuruppin kommen, um dort zu studieren, kann schon mal die Frage entstehen, ob das wirklich die richtige Wahl war.

Ayke Limberg kennt das. Vor einem halben Jahr hat er sich das selbst gefragt. Limberg gehört zu den ersten Studenten, die im Frühjahr an der neu gegründete Medizinischen Hochschule „Theodor Fontane“ mit dem Psychologiestudium begonnen haben. Am Freitag gab er sich bei der feierlichen Immatrikulation der neuen Erstsemester im Alten Gymnasium in Neuruppin alle Mühe, seinen Kommilitonen Mut zu machen. So schlimm sei es gar nicht an einer Universität in der Provinz: „Glaubt mir, ich habe denselben Schritt gewagt. Auch ich bin hier gelandet und ich bereue es nicht.“

Bitte lächeln! Die neuen Studenten vor dem Alten Gymnasium. Quelle: Reyk Grunow

Von den ersten 24 Studentinnen und Studenten der Psychologie starten jetzt 22 in ihr zweites Semester. Hinzu kommen die 16 Neuen, die gestern immatrikuliert wurden. Im Fach Medizin nimmt die Hochschule erst im Frühjahr zu den bisherigen 48 wieder neue Studenten auf.

Auch Dekan Dieter Nürnberg war bemüht, den Studenten Mut zu machen. Er räumte ein, dass an der neuen Universität noch längst nicht alles perfekt läuft. „Das eine oder andere“ sei bisher „sicher noch ein bisschen holprig“ gewesen. Aber immerhin steht die Hochschule noch ganz am Anfang. Das ist auch für die Studenten eine Chance: Sie können Einfluss nehmen, sie können sich einbringen und mitentscheiden, wie sich die Ausbildung in Neuruppin entwickelt.

Dass das Studium dort anders ist als an den meisten Hochschulen, steht für Ludger van Gisteren, den Leiter des Departments Psychologie, fest. In Neuruppin liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der praktischen Arbeit. Die Studenten bekommen von Anfang an Kontakt zu Patienten, nicht erst am Ende ihrer Ausbildung, wie sonst oft üblich. Die kleine Universität will anders sein und sie muss es auch, um sich einen Ruf aufzubauen, mit dem sie gegen die riesige Konkurrenz bestehen kann. Was die Moderatorin Christel Weimar am Freitag von Hochschul-Namensgeber Theodor Fontane so sinnreich zitierte, wollen die Studenten später sicher nicht über sich hören. „Die Medizin“, befand er, „ist doch eine erbärmliche Quacksalberei.“

Von Reyk Grunow

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