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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: 25 Jahre „Frauen für Frauen“
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: 25 Jahre „Frauen für Frauen“
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02:15 14.01.2016
Beate Schädler vom Verein „Frauen für Frauen“ zog Bilanz. Quelle: Frauke Herweg
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Neuruppin

Als Petra Torjus, einst Mitgründerin von „Frauen für Frauen“, eine ihrer ersten Frauen beriet, gab es für das von seinem Ehemann vergewaltigte Opfer nicht mal eine Schutzunterkunft. Damals, direkt nach der Wende, sind viele nicht mal von der Notwendigkeit eines solchen Frauenhauses überzeugt. Sieben Neuruppiner Stadtverordnete stimmen im Dezember 1990 sogar gegen ein Frauenhaus in einer städtische Immobilie. Dem im Januar 1991 gegründeten Verein „Frauen für Frauen“ gelang es dennoch, ein solches Haus einzurichten – der damalige „Frauengarten“ eröffnet im November desselben Jahres.

Am Montag feierte der Verein sein 25-jähriges Bestehen. Noch immer werde das Frauenhaus dringend gebraucht, sagte die Brandenburgische Gleichstellungsbeauftragte Monika von der Lippe. „Not kann auch lebensbedrohlich sein“, so von der Lippe. „Sie haben hier in den vergangenen Jahren vielen Frauen und Kindern das Leben gerettet.“

Fünf Frauen und neun Kinder leben derzeit in Ostprignitz-Ruppins einzigem Frauenhaus. Mitarbeiterin Michaela Rönnefahrt geht davon aus, dass der Bedarf an Beratung und Schutz durch die wachsende Zahl an Flüchtlingsfrauen sogar noch deutlich steigen wird. Der Verein hat beim Land bereits Hilfe für zusätzliche Dolmetscherkosten beantragt. Im Februar will der Verein zudem eine Broschüre herausgeben, die auf zwölf Sprachen über die Beratungs- und Hilfsangebote aufklärt.

Rund um die Uhr erreichbar

Vier Mitarbeiterinnen hat das Frauenhaus derzeit – keine mit einer vollen Stelle. So dünn besetzt ist es eine Herausforderung, einen 24-Stunden-Dienst anzubieten. Rönnefahrt ist stolz, dass es ihr und ihren Kolleginnen dennoch gelingt, rund um die Uhr erreichbar zu sein. „Längst nicht überall wird ein echter 24-Stunden-Dienst angeboten“, sagt sie. Doch für Frauen in Not sei es wichtig, die Nummer der Schutzstätte auch nachts oder am Wochenende erreichen zu können. Mindestens ein Mal in der Woche erreicht die Mitarbeiterinnen ein Anruf, weil eine Frau in einer akuten Krisensituation Hilfe braucht.

Noch immer kämpfen die Mitarbeiterinnen des Frauenhaus um eine zusätzliche Sozialarbeiterin, die die Kinder im Frauenhaus betreuen könnte. Bislang hat allein das Potsdamer Frauenhaus eine solche Stelle. In Neuruppin versuchen die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses den Kindern zu helfen, ihre Erfahrungen zu verarbeiten. Doch Rönnefahrt und ihre Kolleginnen wünschen sich dringend Unterstützung.

Für dieses Jahr ist die Finanzierung der Neuruppiner Zufluchtsstätte gesichert. Allerdings ist die Finanzierung knapp kalkuliert. Im vergangenen Jahr hatte das Land 50 000 Euro gegeben, der Landkreis unterstützte das Haus mit 35 000 Euro. Weitere Anteile kamen auch von Neuruppin.

Der Verein „Frauen für Frauen“ betreibt heute das Frauenhaus mit seinen 17 Plätzen und drei Notbetten sowie die Beratungs- und Interventionsstelle in der Bilderbogenpassage. Ein Mädchenwohnprojekt, das der Verein zunächst in Protzen und später in Neuruppin betrieb, musste der Verein 2009 schließen. Auch die ebenfalls betriebene Kinderschutzstelle ist seit 2004 unbesetzt – die Finanzierung des Personals ist weggebrochen.

Von Frauke Herweg

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