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Neuruppin: A 24 wird ab 2018 ausgebaut

Bund sucht privaten Investor Neuruppin: A 24 wird ab 2018 ausgebaut

Die Planungsgesellschaft Deges sucht bis 2017 einen Investor für den Neubau der A 24 bis Neuruppin und die Verbreiterung der A 10 bis zu Dreieck Pankow. Voraussichtlich 2018 sollen die Arbeiten beginnen. Autofahrer müssen sich auf jahrelange Bauarbeiten und Dauerstaus einrichten.

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Zwischen 2018 und 2022 werden die A 24 zwischen Neuruppin und dem Dreieck Havelland und die A 10 bis zum Dreieck Pankow zur Baustelle

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Für die einen dürfte es eine Hiobsbotschaft sein, für die anderen eine gute Nachricht: Voraussichtlich ab 2018 wird die Autobahn zwischen Neuruppin und dem Dreieck Pankow am Berliner Ring zur Dauerbaustelle. Wenigstens vier Jahre lang werden die A 24 bis zum Dreieck Havelland und der nördliche Berliner Ring umgebaut. 2018 könnten die Arbeiten beginnen, frühestens 2022 sollen sie beendet sein. Diesen Zeitplan bestätigte jetzt die Deges, die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und ­-baugesellschaft, auf MAZ-Anfrage.

In dieser Woche stellte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) den Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes bis 2030 vor

In dieser Woche stellte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) den Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes bis 2030 vor. Die A 24 bis Neuruppin und die nördliche A 10 will Dobrindt mit privatem Geld bauen lassen. Der Bund soll die Strecke über 30 Jahre abzahlen.

Quelle: dpa

Das Unternehmen war 1991 zunächst als gemeinsame Firma des Bundes und der fünf neuen Länder für den Ausbau der Fernstraßen in Ostdeutschland gegründet worden. Inzwischen sind neben dem Bund neun Bundesländer Gesellschafter, und die Deges ist für weit mehr Verkehrsprojekte zuständig. Unter anderem betreut sie im Auftrag des Landes Brandenburg den geplanten Ausbau des nördlichen Berliner Ringes und der A 24.

Die rund 60 Kilometer lange Strecke gilt als Prestigeprojekt von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Der Autobahnabschnitt vom Dreieck Pankow bis Neuruppin ist Teil des Investitionsprogramms der „neuen Generation“, für das Dobrindt seit einigen Jahren wirbt.

Privater Investor soll die Autobahn 30 Jahre lang betreiben

Für zunächst elf Straßenbauprojekte hofft der Minister auf Geld aus der privaten Wirtschaft. Unternehmen sollen sich verpflichten, die Straßen weitgehend auf eigene Kosten zu bauen und 30 Jahre zu betreiben. In diesen 30 Jahren erhält der private Betreiber eine Bezahlung vom Bund, die davon abhängig ist, wie gut die neue Autobahn verfügbar ist und wie oft sie etwa wegen Bauarbeiten gesperrt wird. Der private Investor muss die Fahrbahn in dieser Zeit auch unterhalten, der Landesbetrieb für Straßenwesen mit seiner Straßenmeisterei ist dort nicht zuständig.

Der Ausbau der A10 und A24 ist das erste Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP), die der Bund jetzt auf den Weg bringen will. Im Mai hatte es eine erste Ausschreibung gegeben, um Interessenten für den Ausbau der Strecke zu finden. „Die Vergabeunterlagen werden zurzeit von der Deges erstellt und sollen im Laufe des zweiten Halbjahres 2016 den ermittelten Interessenten übergeben werden“, teilt Unternehmenssprecher Michael Zarth mit. Die Deges plant, den Zuschlag Ende 2017 zu erteilen. Zarth: „Wenn dies gelingt, könnte 2018 mit dem Bau beziehungsweise den Bauvorbereitungen begonnen werden.“

Sechs spuren für die A 10, vier für die A 24 bis Neuruppin

Die A 10 soll zwischen dem Dreieck Pankow und dem Dreieck Havelland auf drei Spuren in jede Richtung verbreitert werden. Die A 24 bis Neuruppin will der Bund nur grundhaft ausbauen lassen. Dort bleibt es bei zwei Spuren je Richtung. Hinzu kommt ein breiter Seitenstreifen, der bei viel Verkehr als dritte Spur genutzt werden kann. Das Bundesverkehrsministerium schätzte die Kosten bisher auf fast eine Milliarde Euro.

Von Reyk Grunow

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